Johnny Hallyday

Mein Leben fängt erst richtig an (Audio)

Mein Leben fängt erst richtig an,
wenn ich nach Hause gehen kann,
dorthin, wo meine Freunde sind,
wo ich in Sonnenschein und Wind
schon einmal glücklich war als Kind.

Mein Leben fängt erst richtig an,
wenn ich dort immer bleiben kann
Dort, wo der Cowboy in der Nacht,
wenn hell der Mond am Himmel lacht,
die Pferde und das Vieh bewacht.

Instrumental

Mein Leben fängt erst richtig an,
wenn ich mal wieder reiten kann
durch die Prärie im Sonnenschein,
dann werden Freunde bei mir sein
Und ich bin nie mehr so allein.

Mein Leben fängt erst richtig an,
wenn ich den Himmel sehen kann*
und ringsumher das grüne Land,
dem ich gehör' mit Herz und Hand,
das ich bis heut' nicht wiederfand.

|: Dann fängt mein Leben richtig an :|


*1964 konnte man das auch noch ganz harmlos, d.h. wörtlich verstehen. Erst seit 1971, als Juliane Werding "Am Tag, als Conny Kramer starb" sang, mit der Textzeile: "Beim letzten Mal sagte er: Nun kann ich den Himmel seh'n" wird es kaum noch anders als im übertragenen Sinne verwendet, nämlich für jemanden, der dem Tode geweiht ist. Ich erwähne das hier, weil auch J.H. - nicht in diesem Liedtext, sondern im wahren Leben, wie der Marlboro-man, zu dem er auch gut passen würde - zu denen gehörte, die glauben, man fange erst richtig an zu leben, wenn man sich regelmäßig mit Zigarettenqualm, Alkohol u.a. Drogen volldröhnt. Anno 2017 war es dann soweit: Der Lungenkrebs holte ihn ab, und er konnte den Himmel - oder was auch sonst immer - sehen. Andere Idioten mögen das auch tun; aber bei Sängern - J.H. war ja nicht der einzige Kettenraucher in seiner Branche - verstehe ich das überhaupt nicht; eine "rauchige" Stimme kann man auch anders hinbekommen. Und man kann auch nach weniger schädlichen Dingen süchtig - ganz wörtlich verstanden - sein, z.B. nach schöner Musik, die ich regelmäßig suche, denn nichts Anderes bedeutet "süchtig" ursprünglich!

Hansis Schlagerseiten