Marion

Él ya regresó* (Audio)

Él ya regresó, él ya está aqui 
Él ya regresó, me han dicho a mí 
Yo me pregunto: qué puede haber pasado?** 
Es*** de nuevo aquí, sin venir a mí. 

Él ya regresó - que debo hacer? 
Y no me llamó - no sé porqué
Todo el mundo**** en la ciudad le han visto ya 
Es lo que pasó, no comprendo, no! 

Él me escribía***** cartas de amor, 
pero un día no escribió, 
y se rompió la ilusión, y el amor 
|: se acabó :| para mí.  

Él me prometió junto se estar******
y así tener felicidad******* 
|: Pero él está aquí, y me encuentro sola******** 
Ya todo acabó desde que llegó :|


Ay muchacha, welch greuliches Lübke-Spanisch! Im Einzelnen:
*Das ist zwar grammatisch korrekt, aber hier wegen des Gleichklangs von "Él ya" und "Ella" ein absolutes no-go! Auch "regresar" ist zwar nicht direkt falsch übersetzt; aber in diesem Fall würde ein Spanier "volver" verwenden - es klingt einfach besser; das ist eine Sache des Sprachgefühls. Mit anderen Worten: Bereits der Titel machte diese Scheibe in spanischsprachigen Ländern so gut wie unverkäuflich!
**Gemeint ist: "Was kann denn bloß passiert sein?" Aber abgesehen davon, daß man eine solche Form zwar theoretisch mit "haber" bilden könnte - es aber in der Praxis nie täte - kann man hier nicht "pasar" gebrauchen. Man sagt zwar allgemein: "Qué pasó?" und könnte das frei mit: "Was ist passiert?" übersetzen; aber in diesem speziellen Zusammenhang kann man nur "acontecer" verwenden.
***Das ist schlicht falsch - hier muß "está" stehen,
****Das hat der Texter aus dem Wörterbuch, und meistens kann man das auch so übersetzen. Aber es ist eben kein genaues Äquivalent zum deutschen "jeder" - und ausgerechnet hier paßt es nicht: "Die ganze Welt" ist nicht "die ganze Stadt"! Besser wäre, auch von der Silbenzahl her, "Cada uno..." - aber das steht nicht im Wörterbuch ;-)
****Jetzt wird es schwierig, denn auch das Folgende ist eher eine Sache des Sprachgefühls als der korrekten Grammatik. Auf Deutsch sagt man: Er schrieb mir einen Brief - und da bei uns immer alles seine Ordnung hat (oder jedenfalls anno 1967 noch hatte ;-) schloß das ein, daß er den Brief auch abschickte, daß er regulär befördert wurde und den Adressaten bzw. die Adressatin schließlich erreichte. Aber davon würde kein Spanier - und erst recht kein Lateinamerikaner - ausgehen; deshalb sagt er in diesem Fall nicht: "einen Brief schreiben", sondern: "einen Brief schicken"; oder noch besser formuliert man den ganzen Satz um in: "Ich erhielt [regelmäßig] Liebesbriefe von ihm." Auch das Imperfekt ist hier unglücklich gewählt. Gewiß, im Lehrbuch steht, daß es eine mehrfach wiederkehrende Handlung ausdrücken kann. Stimmt - doch bei "schreiben" drängt sich eher die Bedeutung "gerade im Begriff sein" auf: "Er schrieb gerade etwas, als das Telephon klingelte." Aber das ist hier ja nicht der Fall, sondern es wird ein Gegensatz hergestellt zur - ebenfalls sehr unglücklich formulierten - nächsten Zeile: "An einem Tag schrieb er nicht." Aber vielleicht am nächsten und/oder übernächsten doch wieder? Hier fehlt das Endgültige des Nicht-mehr-Schreibens!
******Ich will nicht ganz ausschließen, daß man das in einigen Gegenden Spaniens - z.B. in Galizien - oder vielleicht in Uruguay so sagen kann; aber das ist ein Lusitanismus und jedenfalls kein gutes Kastilianisch.
*******Und das ist ein Germanismus - typisch deutsche Umständlichkeit: Ebensowenig wie man sagt: "la ilusión se rompió" (sondern einfach: "me desilusioné") - aber ich wollte das oben nicht als Fehler anstreichen besternen, da man es theoretisch sagen könnte -, so sagt man auch nicht "tener felicidad", sondern einfach "ser feliz". Und falls gemeint sein sollte, daß man jenen Zustand der Glückseligkeit erst erreichen will, so würde man dafür nicht "tener", sondern "obtener" gebrauchen.
********Hm... Man kann zwar das "yo" vor dem Verb meistens weglassen; aber hier eigentlich nicht, denn im Halbsatz davor steht "él" - das man ebenfalls weglassen könnte; aber wenn man es denn setzt, sollte man, um den Gegensatz zu betonen, auch im 2. Halbsatz ein "yo" setzen. Gewiß, das ist nur eine Kleinigkeit, aber sie rundet den miserablen Gesamteindruck ab.

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