Holger Berndt

Die Trauben von Dijon (Audio)

(Kehrreim:)
Die Trauben von Dijon sind so süß, zuckersüß,
und ihr Wein wird so wunderbar* 
Mein Mädchen von Dijon war so süß,
auch so süß, als ich bei ihr war.

Weit ist der Weg über uralte Straßen
von Paris bis nach Lyon** 
Doch unterwegs, mit verwinkelten Gassen,***
liegt noch heut' Dijon.

$
Kehrreim

Die Berge vor Dijon sind so hoch, 
aber doch führt ein Weg in die alte Stadt
(****|:) Die Trauben von Dijon sind so rot 
wie der Mund, den mein Mädchen hat (****:|) (fine)

Schön ist der Herbst, wenn die Blätter vergolden*****
an den Hängen von Dijon,
da, wo wir beide uns wiederseh'n wollten,******
bei dem Pavillon.

dal $egno al fine****


*Es mag schon sein, daß es 1970, als diese Platte erschien, in der alten Hauptstadt Burgunds noch wunderbare Weine zu kaufen gab.
[Burgunderwein]
Doch die Trauben, aus denen sie hergestellt wurden, wuchsen dort nie; das Weinanbaugebiet beginnt erst kurz hinter D., das lange auch weniger für seinen Wein als für seinen Senf berühmt war - weltberühmt. Dann klaute ein Pariser Jude namens Barrabas (unter dem Falschnamen "Bornibus" operierend) das Rezept und begann, den Markt mit "Senf aus Dijon" [moutarde de Dijon] zu überschwemmen. Die Dijoner Senfhersteller klagten dagegen, scheiterten aber 1937 in letzter Instanz, denn Frankreich war damals schon ganz unter jüdischer Fuchtel, vom kommunistischen Ministerpräsidenten Blum bis zu den höchsten Richtern. Von da an ging's bergab; der Unilever-Konzern kaufte die letzten Senfereien in D. auf, betrieb sie noch eine Zeitlang mit aus Nordamerika importierten Senfkörnern weiter und machte sie dann anno 2009 dicht.
Natürlich wäre jener Prozeß ganz anders ausgegangen, wenn etwa ein deutsches Unternehmen gewagt hätte, Senf nach Dijon-Rezept als "Senf aus Dijon" zu vertreiben. Deshalb wurde und wird er hier als "Düsseldorfer Löwensenf" vertrieben. Ich verstehe nichts von Senf, da ich Vegetarier bin - und wozu als zu Fleisch sollte man Senf schon essen? Aber mein Vater war ein großer Senfliebhaber; und obwohl meine Oma selber Senf im Garten zog, kam ihm nichts Anderes auf die Wurst als Düsseldorfer Löwensenf extra scharf. (Omas Senfkörner landeten - zusammen mit dem ebenfalls selber gezogenen Dill - im Weckglas mit den eingemachten Gurken ;-)
**Auch das stimmt so nicht. Die erste Straßen Galliens, die diese Bezeichnung verdienten, bauten die alten Römer; und die dachten garnicht daran, D. mit dem damals noch völlig unbedeutenden Kaff Paris irgendwo im Nordwesten zu verbinden - die wichtigste Straße verlief vielmehr östlich, in die Hauptstadt der damaligen römischen Provinz Gallia Transalpina, das heutige Trier. Wer von Paris nach Lyon wollte, fuhr nie über Dijon und tut es heute erst recht nicht. 1970 führte von Paris nach Lyon bereits eine direkte Autobahn - die A6. Inzwischen hat D. zwar einen Anschluß zur Autoroute 31 von Reims nach Beaune bekommen, die sich dort mit der A6 vereinigt. Aber von Paris nach D. führten - und führen nach wie vor - nur die Landstraßen 19 (bis nach Troyes) und 71. Einen solchen Umweg, um nach Lyon zu gelangen, machte und macht niemand!
***Auch das ist falsch. In D. gibt es keine "verwinkelten Gassen"; vielmehr versahen die Herzöge von Burgund - die mal mächtiger waren als die benachbarten Könige von Frankreich und Deutschland - ihre Residenzstadt schon im 15. Jahrhundert mit großzügig angelegten Straßen und Plätzen; und dieses Stadtbild blieb bis heute erhalten.
*****Das geht so nicht. "Vergolden" ist transitiv und kann nicht intransitiv gebraucht werden. Hier hätte sich doch die neue Wortschöpfung "ergolden" - analog zu "ergrauen", "erbleichen", "erröten" etc. - förmlich aufgedrängt! Ich bin fast sicher, daß sie Eingang in den deutschen Wortschatz gefunden hätte, wenn dieses Lied ein Hit geworden wäre. Aber es wurde ja als B-Seite des greulichen "Bravo Jeane" verheizt und floppte - ein Jammer!
******Dieses Präteritum - das sich nur im Sächsischen auf "golden" reimt - verdirbt den Text, weil es auf das - durchaus nicht zwingende - Scheitern der Beziehung hinweist. Warum nicht "wollen"? Das gäbe dem Ganzen eine optimistischere Note!


Nachtrag: Schrieb ich oben etwas von Optimismus? Dazu besteht in Bezug auf Dijon kein Anlaß mehr. Im Juni 2020 sickerte - nicht gerade in den brdischen Mainstreammedien, und erst recht nicht in den sechseckischen hexagonischen, aber anderswo - durch, daß in der einstigen Hauptstadt Burgunds ein tagelanger Bürgerkrieg getobt hatte. (Anklicken, Leute, bevor der Zensor den Videoclip löscht!) Etwa zwischen französischen Eingeborenen und illegalen Immigranten? Ach wo - erstere hatten doch längst kapituliert und bis auf eine kleine Minderheit die Stadt verlassen! Nein, zwischen moslemischen Arabern und moslemischen Tschetschniern! Erstere hatten wohl im Streit - was der Anlaß war konnte niemand mehr so genau rekonstruieren - einen der letzteren getötet; daraufhin mobilisierten die Kaukasier ihre bewaffneten Streitkräfte in ganz Europa, die in Dijon einmarschierten und die Araberviertel dem Erdboden gleichmachten. Die "französische" Polizei stand daneben, d.h. nein, in gebührendem "Corona"-Abstand - und schaute zu weg. So ist's recht! Der Polizeipräfekt, nach siegreicher Beendigung der Kämpfe durch die Tschetschnier befragt, warum er denn nicht eingegriffen habe, antwortete nur: "Womit denn? Ich hatte bloß eine Handvoll Beamter mit Handfeuerwaffen; und die Tschetschnier hatten mehrere tausend Mann schwerbewaffneten Militärs." Tja, und ein Eingreifen des französischen Militärs war auch nicht möglich; denn das wurde in Paris gebraucht, um etwaige Proteste gegen die macronische "Corona"-Diktatur gewaltsam zu unterdrücken. (Zu diesem Zweck hatte "Ödipussy" eigens die hexagonischen Besatzungstruppen aus dem Iraq zurückgerufen!) Eine ist jedenfalls klar: Wein u.a. Alkoholika wird es im moslemischen Dijon auf absehbare Zeit nicht mehr geben!

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