Frank Turba

Das letzte Einhorn

Wo der Adler noch kreist, doch seine Schreie schon verhallen,
wo der Regen versiegt, Tropfen zu rotem Staub zerfallen,
ist die Spur des Zauberwesens tief im Fliederwald verweht
Doch man träumt seit tausend Jahren, daß das letzte Einhorn lebt.

Wenn die Herbststürme zieh'n, und es kreist die Legende, 
wenn das Mondlicht verblaßt, und das Leben neigt dem Ende, 
hat das Einhorn seine Freunde so unendlich lang vermißt
Und es fragt sich, ob es wirklich schon das letzte Einhorn ist
|: Traum und wahr :|

Wenn der Winter beginnt, sucht es den Weg der Gefährten, 
muß den Menschen entflieh'n, die seine Kraft für sich begehrten
Seine Sanftmut hat es stark gemacht, siegt über Haß und Zorn, 
bringt den ander'n jetzt die Freiheit, ist das Märchen neu gebor'n
|: Traum und wahr :|

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