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+ + + Sicherheit vom deutschen Elektromeister + + +
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Quelle: Der Farang Ausgabe 11/2000 vom 02. Juni 2000
In Pattaya erhältliches elektrisches Material ist nicht auf 220 Volt ausgelegt Von Karl Heinz Burmann Ausländer geben eher für ihre Mädchen "Tausende von Baht aus, als Geld in ihre eigene Sicherheit zu investieren", weiss Gerhard Laub. Der deutsche Elektromeister wundert sich schon lange nicht mehr; Leitungen ohne Erdung sowie nicht geeignete veraltete Schalter, Steckdosen und Stecker, die Unfälle oder Brände geradezu heraufbeschwören, sind in Pattayas Häusern keine Ausnahme. Eigentümer und Mieter nehmen es - wie so vieles in Thailand - gelassen hin. Selbst warnende Hinweise der Elektrizitätswerke, Thailands Dienstleister sorgen sich um die Sicherheit und das Leben ihrer Kunden und fordern dringend den Einbau von Schutzleitern. Ein Schutzleitungssystem (Schutzerdung) verbindet alle elektrischen Geräte eines Hauses mit den leitenden Gebäudeteilen, mit Rohrleitungen und Erdern. Dadurch wird eine zu hohe Berührungsspannung verhindert. Ohne Schutzleiter kann ein defektes Elektrogerät einen Schlag verursachen, den ein Bewohner im schlimmsten Fall nicht lebend übersteht. Zumal es hier in Thailand Brauch ist, barfuss im Haus zu gehen. Da braucht sich nur noch auf den Fliesen eine Wasserlache gebildet zu haben . . . . . ist jedoch ein Schutzleiter vorhanden, schalted der Sicherungsautomat den fehlerhaften Stromkreis unmittelbar ab. Ein solches System schützt ebenso vor Kriechstrom, weil der Fehlerstrom direkt zur Erde geleitet wird, anstatt durch den menschlichen Körper zur Erde. Viele hochwertige Elektrogeräte funktionieren ohne Schutzleiter nicht richtig oder können beschädigt werden, z.B.: Computer, Funkgeräte oder elektronisch gesteuerte Haushaltsgeräte. " In westlichen Ländern ist beim Hausbau eine Fundament-Erdung üblich", erläutert Gerhard Laub. Nicht so hier in Thailand. Es sind nahezu alle älteren Wohngebäude, die über kein oder nicht ausreichendes Schutzleitungssystem verfügen! Sicherheit können bei Neubauten in diesem Land die üblichen Erdungsspiesse bieten. Die verkupferten Stahlstäbe sollten jedoch aber 1,80 bis 2,20 Meter tief ins Erdreich gerammt werden. Von diesem Stab führt ein dickes Kupferkabel zu der elektrischen Hausverteilung. Der Handwerksmeister warnt jedoch nachdrücklich davor, zu kurze Stäbe oder womöglich andere Materialien zu verwenden. " Dann leben die Bewohner ständig mit der Gefahr." Außerdem wird vom Fachmann mittels eines Prüf- und Messgerätes sichergestellt, das der vorgeschriebene Erdungswiderstand auch eingehalten wird. Geerdet bzw. mit Schutzleiter ausgestattet werden müssen unbedingt alle Geräte mit Metallgehäuse wie; Kühlschrank, Bügeleisen, Computer, Faxgerät, Klimaanlagen, Maschinen, aber auch Leuchten/Lampen aus Metall oder mit Metallschienen sowie alle Geräte mit Wasseranschluss (Waschmaschine, Geschirrspüler, Durchlauferhitzer, Warmwasserspeicher, Wasserpumpen) und Geräte zum Kochen; Elektroherd, Kochplatten, Kocher, Toaster, Grillgeräte, Microwelle, Reiskocher usw. Deshalb ist es sehr wichtig, beim Kauf dieser Geräte darauf zu achten, ob diese einen Schutzleiter bzw. einen Schukostecker haben. Ein Fachmann kann auch nachrüsten ! Manche Geräte sind nachzurüsten. Nur sollte das dem Fachmann überlassen bleiben. Er verfügt über spezielle Prüfgeräte. Der Elektromeister kann den Schutzleiter-Widerstand, den Ableitungsstrom und den Isolationswiderstand messen und dann Vorschläge unterbreiten. Obwohl Thailand seit Jahrzehnten als eines der wenigen asiatischen Länder auch Stromnetze mit der in Europa üblichen 220/380 Volt Spannung benutzt, verkaufen hier Geschäfte, selbst Baumärkte die Schalter, Steckdosen und Stecker mit den flachen Steckbeinen, welche lediglich für 110 Volt Spannung geeignet und ausgelegt sind. Dieses Material kommt überwiegend aus China, Japan oder den USA. In diesen Ländern herrscht die 110 Volt Spannung. Haus - und Apartementbesitzer sollten im wahrsten Sinne des Wortes - ihre Finger von solchen Schaltern, Steckdosen und Steckern lassen. Dieses Material ist nur für eine Spannung bis max. 125 Volt ausgelegt. Da das Material klein, flach und schmal ist, können Finger leicht mit den Steckbeinen und so mit Strom in Berührung kommen. Unfälle, bei denen Kinder oder auch Erwachsene verletzt werden, sind hier in Thailand an der Tagesordnung. Und weil die Stecker nicht fest in der Steckdose sitzen und/oder überlastet werden, besteht erhöhte Brandgefahr. Die E-Werke Thailands raten ebenso vom Kauf des amerikanischen Materials mit zwei oder drei Steckbeinen ab, die geerdet werden können. Sie entsprächen nicht dem europäischen Standard und seien auch nicht geprüft. Ausserdem ist dieses Material ausgelegt für max. 125 Volt und können nicht gefahrlos bei 220 Volt Spannung verwendet werden. Gerhard Laub nennt weitere Nachteile: Kein Schutz vor Berührung mit den Steckbeinen. Das Schutzleiter-Steckbein ist länger als die zwei anderen Steckbeine und kann versehentlich beim Einstecken in die anderen Kontakte hineingehen. Wer in diesem Moment ein elektrisches Gerät in der Hand hält, bekommt einen lebensgefährlichen Stromschlag! Der deutsche Elektromeister rät deshalb dringend zu qualitativ guten und sicheren Steckdosen und Steckern mit Schutzleiter. Inzwischen ist der Erwerb in Thailand kein Problem mehr. Nahezu alle nahmhaften Hersteller unterhalten in Thailand einen Vertrieb, mit dem vollständigen Angebot in modernem Design, unterschiedlichen Farben vorrätig: auch Dimmer, Switcher, remotekontroll Leuchten, Detektoren die das Aussenlicht automatisch ein- und ausschalten, Sicherungsautomaten, FI-Schutzschalter, Zugangskontrollen etc. . . . . . Dieses Material ist VDE - geprüft (Verband Deutscher Elektromeister), 220 Volt angepasst und schützt vor direktem Kontakt ( besonders beim Einstecken und Herausziehen ). Und jeder Stecker sollte eigentlich fest sitzen und nicht wackeln. Ausländer, die bauen oder ihre Immobilie sanieren lassen, sollten bei der Elektroinstallation auf europäische Normen achten: auf Schukosteckdosen und Schukostecker mit runden Löchern und runden Steckbeinen. Der Schutzleiter ist bei diesem Material als seitlicher Metallkontakt an beiden Seiten, an Steckdose und Stecker ausgelegt. Schukostecker passen zu Schukosteckdosen, sind direkt geerdet und inzwischen bei den meisten Elektrogeräten Standard. Diese sind so konstruiert, dass die Finger nicht mit den Steckkontakten in Berührung kommen können. Und die Stecker mit den flachen Steckbeinen passen nicht in die Schukosteckdoen. "Bei diesem Material sind Unfälle so gut wie ausgeschlossen. Noch aber leben Hausbewohner gefährlich und machen sich keine Gedanken darüber, dass ihre Elektroinstallation nur auf 110 Volt ausgerichtet ist und über keine Schutzleiter - Erdung verfügt", warnt Gerhard Laub.
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