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Kurzbiographie Franz Jochen Herfert

Zunächst Medizin-, dann Musikstudium (Komposition und Klavier) in Stuttgart und Paris. Kompositionen für alle Gattungen inklusive elektronischer Musik. 
Einige wichtige Uraufführungen:
1990 Uraufführung von "Oeg-Su" durch das  SWF Symphonieorchester (Dir. Lothar Zagrosek) 1991 Uraufführung des Orchesterstücks "Nituok-Sa" bei den Donaueschinger Musiktagen (Dir. M.Gielen), 1992  Uraufführung von "Reztiyou" für Stimme und live-Elektronik beim Festival "Presence" in Paris, 1994 Uraufführung von "Kanaguri" für Stimme und live-Elektronik , 1996 Uraufführung des abendfüllenden Orchesterwerks "Tich-Do" durch das HR-Symphonieorchester (Dir. Lucas Vis), 1998 Aufführung des Musikkontinuums "Halle der 25 Töne" in Paris, 2000 Aufführung von "Naiukha" für Stimme und Klavier beim New Hampshire Music Festival USA, 2003 Uraufführung von "Gandiyan" für Orchester, live-Elektronik und Synthesizer in Stuttgart  (Staatsorchester Stuttgart, Dir.Lothar Zagrosek). 2009 Uraufführung des "Requiem" für Orchester, Männerchor und Mezzosopran in Tokyo (Tokyo Symphony Orchestra, Dir.R.Numajiri) , 2012 Uraufführung des Musikdramas "Ne Naprasno" nach "Archipel GULAG" von A. Solschenizyn in St.Petersburg (Dir. F.Lednev); 2014 Uraufführung von "Power to the People" für Orchester und Kammerchor in Augsburg, 2015 Uraufführung von (.... Kantate der Frohen Botschaft) für Chor, Solisten, Orgel, Synthesizer, Schlagzeug und Klavier in Tübingen, 2017 Uraufführung von "Quartets" für Orchester in Augsburg; 2018 Uraufführung von "Vertreibung/ Flucht/Hoffnung" für Vokalquarett,Violine und Synthesizer in Aix en Provence, von "futuristic piece" für Ensemble in St.Petersburg. 2019 Uraufführung der Orchesterstücke "Orchraga" und (....verwegen) in Augsburg. 

Portraitsendungen (Deutschlandsender-Kultur bzw. SFB).  

Entwicklung einer neuen, funktionsbezogenen Analysemethode als interdisziplinärer Ansatz unter Einbezug der Kybernetik; Präsentation dieser Methode u.a. bei den Darmstädter Sommerkursen als "main lecturer" in Form von Analysekursen 1988-94. Publikationen hierzu u.a. in der Reihe "Musikkonzepte". Auch kompositionstechnische Anwendung dieses Ansatzes, um nämlich den musikalischen Satz in der Zeit voranzutreiben: Verwendung von Akkorden, die auf der "Relativitätstheorie der Dissonanz" beruhen, von verschiedenen rhythmischen Komplexitätsgraden,  von dynamischen Wirkungsgefügen etc. Ästhetisches Ziel ist eine Musik, in der melodische Führung, harmonische Gestaltung und rhythmische Lebendigkeit im Vordergrund stehen, die aber gleichzeitig "sonale Musik" ist, weil auch moderne klangliche Möglichkeiten, nicht in einem akademischen, sondern einem funktionalen Kontext eingesetzt, eine tragende Rolle spielen. 
Auftreten auch als Pianist, vornehmlich eigener Werke, als live-Elektronik- sowie als Synthesizer-Performer an seinem Synthesizerkollektiv mit eigens dafür von ihm geschaffenen Werken. In letzter Zeit auch Dirigent des von ihm ins Leben gerufenen International Music Ensemble Augsburg, welches seine "spezielle" Orchestermusik (eigentlich Solistenensembles in Orchesterstärke) aufführt. 

Dozent für zeitgenössische Klaviermusik und Musik und Computer an der Universität Augsburg; Professor für Musiktheorie und Komposition an der Kirchenmusikhochschule in Tübingen

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