TAGEBUCH
--> Neuseeland
Auf der Nordinsel Neuseelands angekommen trampten wir zum See Taupo, der etwa in der Mitte der Nordinsel liegt. Dort machten Amandine und ich beide einen Fallschirmsprung aus einem Flugzeug  mit 45 Sekunden freiem Fall. Es ist einmalig wie ihr euch sicher vorstellen koennt...Als wir im Flieger sassen wurde Amandine immger gruener im Gesicht und ich sah sicher nicht besser aus :-)  Nach dem Rausspringen ist aber alles nur noch fantastisch, denn es ist einfach Wahnsinn wenn man mit 200 km/h auf die Erde zurast.  Als wir unten waren, waeren wir am liebsten gleich nochmal hoch.
Das war es dann so ziemlich mit Neuseeland, wir trampten bis Auckland und nahmen unseren Flieger , nach Suedamerika. Die erste Haelfte unserer Reise war bereits vorbei.

Suedamerika,
Santiago de Chile


Wir landeten in Santiago und buchten ein nicht gerade beeindruckendes Zimmer ohne Fenster. Wir erholten uns ein wenig von der Zeitumstellung. Eines Abends als wir in eine Disco gingen, lernten wir ein sehr nettes chilenisches Paerchen kennen, die uns am naechsten Tag die ganze Staadt zeigten. Wir sahen auch den Palast, der vor dreissig Jahren, beim Militaercoup bombardiert worden war und in dem Praesident Allende Selbstmord beging.  Spaeter luden uns die zwei zu sich nach Hause zum Essen ein. Wir blieben ungefaehr eine Woche in Santiago. Dann entschlossen Amandine und ich uns dazu, Suedamerika getrennt voneinander zu bereisen. Sie wollte Freiwilligenarbeit machen und ich wollte einen Spanischkurs besuchen. Daher buchte ich ein Busticket nach Argentinien und Amandine ein Busticket in den Norden von Chile.

Argentinien
Mendoza


Wir verabschiedeten uns und ich fuhr zuerst nach Mendoza in Argentinien. Dies ist die Hauptstadt eines der bekanntesten argentinischen Weinanbaugebiete. Daher ging ich zu mehreren Winzern um deren Wein zu kosten und natuerlich ein paar Flaschen zu kaufen. Ich lernte hier sehr nette Leute kennen, die ich spaeter in Buenos Aires wiedertraf.

Buenos Aires
Nach nur 3 Tagen fuhr ich nach Buenos Aires, wo mir jemand eine Herberge empfohlen hatte in der ich fuer die naechsten 2 1/2 Monate bleiben sollte...Die Besitzer der Herberge, 5 Freunde im Alter von ca. 30 Jahren sorgten fuer eine so familiaere Atmosphaere, dass man sich einfach wohlfuehlen musste. Ich buchte einen Spanischkurs fuer zunaechst zwei Wochen, je 4.5 Stunden am Tag. Nebenbei wurde es auch nie langweilig. Buenos Aires ist einfach eine Wahnsinnsstadt, in der es egal ist, welcher Wochentag gerade ist, wir gingen jeden Abend aus, sei es zu Konzerten, Ausstellungen, Bars, Tango-Tanzkurs, Theater, Oper, ... tagsueber war auch immer was los, da gab es Maerkte in den Strassen, Leute, die kleine Tango-shows machen, Strassenmusikanten und viele Demonstrationen, speziell wegen der Wirtschaftskrise in der das Land immernoch steckt. Die Banken dort sind alle verbarrikadiert mit Holz und Blech, denn immernoch ziehen jeden Tag zur Mittagszeit eine Gruppe von Menschen durch die Strassen und demonstrieren vor den Banken.
Manchmal kommt es dabei auch zu Randalen. Daher hat jede Bank seine bewaffneten  Schutzmaenner. Der Grund fuer diese Demonstrationen liegt darin, dass die Banken waherend der Wirtschaftskrise, als sich der Wert des Peso drittelte, kein Geld mehr auszahlten. Viele Menschen verloren fast ihre gesamten Ersparnisse. Sie mussten hilflos zusehen, wie sich der Wert ihres Erspartem drittelte..
Ich buchte zwei Wochen mehr Spanischunterricht und blieb auch danach noch viel laenger als geplant. Einmal besuchte ich fuer ein paar Tage das angrenzende Land Uruguay, wo ich allerdings nichts besonderes sah ausser einer alten Kolonialstasdt. Da ich schon zwei Monate in Suedamerika verbracht hatte und eigentlich am Ende der drei Monate in Quito in Ecuador sein musste, entschloss ich mich, nun endlich loszureisen in Richtung Ecuador. Stellt euch die riesigen Entfernungen vor, allein Brazilien ist so gross wie Australien...Ich setzte mich in den Bus und fuhr ueber Nacht etwas in den Norden Argentiniens. Dort traf ich dann aber eine Freundin aus Buenos Aires. Zusammen erkundeten wir ein wenig die Gegend und ritten auch mit Pferden einen Tag lang durch die argentinische Steppe.. Dann entschlossen wir uns, in den Anden zum Snowboarden zu gehen. Dazu mussten wir allerdings  wieder ganz in den Sueden Argentiniens :-))  Wir verbrachten also eine Woche mit snowboarden in den Anden. Die Aussicht von den Bergen war atemberraubend. Damit ich dann noch rechtzeitig nach Quito kam, kaufte ich einen Flug von Buenos Aires nach Quito, verbrachte dort nur eine Nacht und musste dann weiter mit dem Flieger nach Panama. Schade, denn die Stadt Quito sah auf den ersten Blick sehr schoen aus. Viele Frauen tragen dort wirklich die traditionelle, farbige Tracht, die man so oft auf Photos sieht. Naja, eines ist eh klar, ich muss eines Tages zurueckkommen um mir Brasilien und die restlichen Laender anzuschauen :-)
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