| TAGEBUCH |
| -->Nationalpark Taman Negara, Thailand Als wir das Gebiet nach etwa einer Woche verliessen, fuhren wir nach Melakka, was nicht mehr so weit von Singapore entfernt war. Denn von dort hatten wir in ein paar Tagen unseren Flug nach Bali. Melakka war nichts Besonderes und wir freuten uns nur dass es dort mal wieder richtige Kaufhaeuser gab, ganz nach westlichem Standard :-) Und wir gingen einmal ins Kino. Dort war es durch die Klimaanlage so kalt, dass wir vor Filmbeginn nochmal ins Hotel rannten um uns lange Klamotten zu holen. Es ist uns total unverstaendlich wie die Leute hier Klimaanlagen benutzen. Auch im Bus sind sie regelmaessig zu kalt eingestellt. Da muss man sich nicht wundern, wenn man bald einen dicken Schnupfen hat, so wie es mir dann letztendlich auch passierte. Einen Tag vo unserem Flug nahmen wir einen Bus nach Singapore, da wir dort wegen der hohen Preise nur eine Nacht verbringen wollten. Als wir ankamen, liefen wir ewig durch die Stadt, bis wir eine guenstige Unterkunft fanden. Nachdem wir eingecheckt hatten, wollte ich nur kurz bei der Fluggesellschaft anrufen um unseren Flug fuer den naechsten Tag zu bestaetigen. Es stellte sich heraus, dass das Flugdatum geaendert worden war. Wir flogen noch am gleichen Abend! Es war 4 Uhr und wir mussten um 5 Uhr am Flughafen einchecken. Also hiess das, schnell wieder aus dem Hotel auschecken, in die U-Bahn, zum Flughafen, wieder einchecken und ab nach Bali. Es lief alles perfekt und ich war eigentlich froh dass es so gekommen war. Ich hatte keine besondere Lust, mich in Singapore aufzuhalten. Der Flug war ausgesprochen schoen, da alles so schnell und ueberraschend kam, und das Essen waehrend des Fluges war richtig lecker und wir tranken Rotwein dazu, den wir schon vermisst hatten, da es in Asien kaum welchen gibt. |
| Bali 01.03 -15.03.03 Die ersten paar Tage verbrachten wir in Bali an einem sehr touristenreichen Ort, ganz in der Naehe wo die Bombe im Oktober hochgegangen war. Es war deshalb auch in ganz Bali verhaeltnismaessig ruhig, was die Zahl der Touristen anging. Das bedeutete aber auch, dass die Menschen, die dort fast ausschliesslich vom Tourismus leben, am verzweifeln waren. Sie versuchten mit allen Mitteln, den wenigen Touristen etwas zu verkaufen, oder sonst irgendwie an ihr Geld zu kommen. (Gottseidank auf den legalen Wegen). Wir machten einen Auflug in den Norden der Insel, wo wir einen Vulkan besteigen wollten. Die Fahrt dorthin zeigte uns die wunderschoene Landschaft von Bali. Alles ist sehr gruen und frisch, vor allem die Reisterrassen sehen phantastisch aus. Der Aufstieg auf den Vulkan erwies sich als etwas schwierig, da die Einwohner der umliegenden Doerfer uns dazu zwingen wollten, fuer viel Geld einen Fuehrer zu bezahlen, der uns nach oben fuehrt. Das wollten wir aber auf keinen Fall, da der Berg nicht sonderlich schwierig war. Wir fanden also nach langer Zeit einen Aufstieg wo uns keiner auflauerte und bestiegen mit zwei anderen Leuten den Berg. Die Aussicht war klasse, der Vulkan befand sich wiederum in dem Krater eines riesigen, alten Vulkans, und am Fuss des Berges war ein grosser See. An vielen Stellen drangen heisse Daempfe aus dem Berg heraus, in denen man sogar Eier kochen kann. Die folgende Woche verbrachten wir in Ubud, einer Stadt, die als kulturelle Hauptstadt Balis gilt. Dort goennten wir uns zur Abwechslung mal ein schoenes Hotel mit Swimming Pool, und Fruehstueck das morgens auf den Balkon gebracht wurde. Wir verbrachten viel Zeit mit einkaufen :-), da es dort wirklich schoene Handarbeit gibt. Vor allem aber Holzschnitzereien, die leider meistens zu gross und schwer sind. Ausserdem lernten wir eine irische Familie kennen, die in de Bungalow neben uns wohnte und mit denen wir oefters Essen gingen. An einem Tag machten wir eine Wanderung durch die Reisterrassen. Die Landschaft ist wundervoll. Am Ende kamen wir noch in den taeglichen Platzregen und kamen pitschnass nach Hause :-) Die letzten Tage in Bali verbrachten wir am Strand. Wir mieteten Bodyboards, das sind Styroporplatten, die etwas aerodynamisch geformt sind. Mit denen wirft man sich geschickt in die Wellen, die einen dann zuruck zum Ufer tragen. Es macht super Spass und am Ende ist man totmuede. Uns wurde gesagt dass Bali als eine der Topgegenden fuers Wellensurfen gilt. Die Wellen waren auch echt gut. Dann war es auch schon an der Zeit, ein Tag auf den ich mich schon gefreut hatte: unser naechster Flug, zurueck in die Zivilisation, in eine Kultur die uns vertraut ist, unser Flug nach Australien. |
| Australien 25.03.03 Wir kamen vor 10 Tagen in Sydney an, flogen aber gleich weiter nach Brisbane. Hier hoffen wir naemlich, einen Freund zu finden, den wir in Irland kennengelernt hatten. Wir blieben zuerst einige Tage in Brisbane und genossen es, einfach mal wieder in einer westlichen Stadt zu sein. Einer Stadt, wo man uns nicht schon von weitem als Touristen erkennt und auf uns zustuermt, um uns etwas zu verkaufen. Wir haben zwar hier verhaeltnismaessig viel weniger Geld als in Asien, aber wenn man dafuer in Ruhe gelassen wird, ist das auf jeden Fall etwas wert. Hier muessen wir wieder selber kochen, was wir in den letzten 4 Monaten nicht einmal mussten. Dort hatten wir 3x am Tag im Restaurant gegessen. Es ist schoen, es jetzt mehr schaetzen zu koennen, sich selbst eine Mahlzeit zubereiten zu muessen. So wie man es gerne mag, und was man gerne mag. Seit ein paar Tagen sind wir in einer Stadt 2h noerdlich von Brisbane, wo wir die alte Adresse unseres Freundes besucht haben. Er wohnt nicht mehr dort. Wir fragten die Nachbarn und die jetzigen Bewohner, fanden aber nicht viel heraus. Wir werden jedoch noch nicht aufgeben und haben noch ein paar Ideen wie wir ihn noch finden koennten. Die Herberge hier ist sehr familiaer, die Besitzer haben erst vor 3 Wochen gewechselt und geben sich sehr viel Muehe. Wir koennen kostenlos Surfbretter, Kayaks und Bodyboards ausleihen. Wir haben bereits mit den Kayaks den Fluss erkundet und mit dem Bodyboards die australischen Wellen unsicher gemacht. Wir bleiben wahrscheinlich noch ein wenig hier, da wir ausserdem in der Herberge sehr nette Leute kennengelernt haben. Wir haben uebrigens wieder ein paar Photos gescannt und hochgeladen. Ich weiss ihr haettet gerne mehr davon, aber wir schicken sie immer regelmaessig nach Hause. Wenn sich dann mal wieder die Moeglichkeit zum Scannen bietet, d.h. ein Internet Cafe das einen scanner besitzt, haben wir meistens nur einen oder zwei entwickelte Filme. Ich hoffe sie gefallen euch trotzdem und hoffe euch geht es allen gut, bis bald Euer Soeren |