| TAGEBUCH |
| Penang - Malaysia In Malaysia angekommen, hat uns erstmal das Klima niedergestreckt: Es herrscht eine staendige Hitze mit einer Luftfeuchtigkeit um die 90 %! Es ist naemlich gerade Regenzeit hier, das bedeutet mindestens einmal am Tag ein Wolkenbruch. Wir haben uns an die Westkueste gehalten und sind seit knapp einer Woche auf der Insel Penang. Dort haben wir uns bis jetzt mehr auf die Vorzuege der asiatischen Kuche konzentriert :-) (hat da nicht mal irgendwer behauptet, beim Reisen naehme man ab...???) Ja, hier sind naemlich drei verschiedene Nationen vertreten: Chinesen, Inder und Malaysier. Und alle haben ihre eigenen traditionellen Gerichte. Wir essen sehr viel Reis oder Nudeln, oft mit Haehnchen, auf verschiedenste Art zubereited. Auch Meeresfruechte gibt es sehr viele, gestern haben wir einen grossen Korb Muscheln gegessen. Die Milk-Shakes sind, wir ich ja schon gesagt habe koestlich, erst gerade, beim Schreiben, habe ich mir einen Mango-Bananen-Shake gegoennt. In den Strassen hier gibt es etliche Staende, die Essen anbieten. Anfangs waren wir wegen der Hygiene etwas besorgt, aber mittlerweile probiern wir alles durch und man bekommt viel interessantere Dinge zu essen als in den Restaurants. Gut, ausser der Besichtigung eines Berges, den wir faulerweise per Seilbahn erklammen,um von dort die Aussicht auf Georgestown zu geniessen, und der Besichtigung ein oder zwei chinesischer Buddhistentempel und einer Moschee, haben wir noch nicht viel unternommen. Achja, heute haben wir uns Wanderschuhe gekauft, da wir uebermorgen aufbrechen werden, um einen der aeltesten Regenwaelder der Welt, hier in Malaysia zu besuchen. Ausserdem kauften wir uns gestern ein Diktiergeraet, mit dem wir bereits angefangen haben, Geraeusche aufzunehmen. Gerade im Urwald wird dies bestimmt sehr nuetzlich. Ok, ich hoffe wieder dass es euch zu Hause allen sehr gut geht, obwohl ich gehoert habe dass es in Sueddeutschland seit Wochen Schnee hat. Aber der Fruehling ist ja auch nicht mehr fern. Macht es alle gut, Euer Soeren |
| Malaysia (Ich bin zwar jetzt schon in Australien, werde aber jetzt alles nachholen was ich bisher nicht geschrieben habe.) Wir haben uns also in Malaysia aufgemacht, den grossen Nationalpark mit dem Regenwald zu besuchen. Dazu mussten wir erst in die Haupstadt Kuala Lumpur fahren und von dort weiter in ein kleines Dorf nahe des Eingangs zum Nationalpark. Dort buchten wir dann ein Boot, das uns mit 2 anderen Reisenden zur Zentrale des Parkes brachte. Die Fahrt dorthin ging flussaufwaerts und dauerte trotz starkem Motor und hoher Geschwindigkeit ueber 2 Stunden. Der Fluss fuehrte bereits durch den Regenwald, auf beiden Seiten sahen wir die dicht bewachsene Ufer. Wir kamen auch an einer Siedlung von malaysischen Ureinwohnern vorbei. Man kann diese Siedlungen in organsisierten Touren besuchen, was ich aber ablehene, da ich keine Menschen wie in einem Zoo besichtigen moechte. Die Zentrale lag auf der linken Seite des Flusses, von Baeumen umgeben. Auf der rechten Seite war ein kleines Dorf, in dem man Unterkunft finden konnte. Am Flussufer waren mehrere schwimmende Restaurants aufgebaut. Das waren grosse Flosse mit einem Restaurant drauf, die am Ufer angebunden waren. Wir sind uns nicht ganz sicher, warum sie die Restaurants nicht einfach auf das Ufer bauten. Wir gingen also an Land und fanden eine schoene guenstige Unterkunft, ein kleines Holzhaus mit mehreren Raeumen und je einem kleinen Balkon, von de aus man einen schoenen Ausblick auf den Fluss und den gegenueberliegenden Urwald hatte. Bereits kurz nach unserer Ankunft sahen wir nicht weit von unserer Huette entfernt eine grosse schwarze Schlange. Sie war etwa 1.5 Meter lang und die Dorfbewohner meinten laessig dass es wohl eine schwarze, spuckende Cobra gewesen sei....! Ich muss dazu sagen, dass ich das nicht unbedingt glaube, da die Leute meiner Meinung nach auch Angst vor den Schlangen haben und deshalb gleich vom schlimmsten ausgehen. Naja, ich habe mich jedenfalls gefreut endlich eine Schlange gesehen zu haben, da ich schon in Thailand immer Ausschau gehalten hatte :-) Fuer den Abend buchten wir uns gleich einen Fuehrer der uns fuer eine Nachtwanderung in den Urwald nahm. Das war ziemlich spannend, denn es gibt in diesem Urwald alles moegliche an Tieren, sogar ein paar Tiger und Elephanten (obwohl man sich zu den Gluecklichen zaehlen darf, wenn man einen Tiger oder Elephanten sieht) Ich ziehe es ehrlich gesagt trotzdem vor, keinem zu begegnen, zumindest keinem Tiger. Wir sahen auch keine, aber dafuer eine Menge kleiner Tiere, z.B. Termiten, die in riesigen Bahnen ueber den Weg wanderten, bewacht von ihren "Soldaten", die von der gleichen Rasse sind, aber ganz anders, viel groesser und gepanzert, aussehen. Wir sahen Insekten, die wie Stoecke, oder ein zusammengerolltes Blatt aussahen. Man konnte sie nur erkennen, da sie Beine hatten, die sie jedoch anlegten, sobald man sie beruehrte. Dann waren ihre "Verkleidung" perfekt. Wir sahen ausserdem einen riesigen, schwarzen Skorpion, der von Kopf bis Schwanz, so lang und sogar breiter als meine Hand war. Unser Fuehrer kannte sich aus und lockte in aus einem Loch im Boden, indem er mit einem Stock im Laub raschelte. Skorpione warten so normalerweise auf ihrer Beute. Der Stachel und die grossen Zangen waren absolut beeindruckend. Diese Skorpione sind aber "normalerweise" nicht toedlich, aber es kommt wohl doch manchmal vor...Wir gingen weiter und sahen kleine Pilze, die im Dunkeln leuchteten. Die einzigen groesseren Tiere die wir sahen, war eine spezielle Rehart, die sehr klein waren und die wir aus der Entfernung trotz der starken Taschenlampe nicht sehr gut sehen konnten. Ausserdem hat Amandine noch Bekanntschaft mit einem Blutegel gemacht, der sich eine schoene Ader an ihrem Fuss ausgesucht hatte :-) Am naechsten Tag gingen wir auf eigene Faust auf einem der markierten Wanderwege zu einer Haengebruecke, die im Urwald aufgebaut ist. Sie ist 400 Meter lang und fuehrt seine Besucher in 25 Meter Hoehe durch die Baumkronen der gewaltigen Urwaldriesen. Das war eine ganz schoen wackelige Angelegenheit und ich moechte wetten es war hoeher als angegeben (wahrscheinlich war es die Angst die es doppelt so hoch erscheinen lies :-) Auf dem Weg sahen wir wieder zwei Schlangen, die sich sehr nahe am Wegrand entlangschlaengelten. Einde der beiden sah ziemlich angsteinfloessend aus mit ihrer giftgruenen Farbe. Ausserdem war sie gerade auf der Jagd nach einer Ratte, die dann nach dem Angriff etwas wackelig aus dem Gebuesch lief. In den folgenden Tagen machten wir noch mehrere Wanderungen durch den Wald, immer ohne Fuehrer, da diese sehr teuer waren. Wir sahen trotzdem genuegend Tiere, z.B. riesige (2Meter) lange Echsen, die aussahen wie Ueberbleibsel aus der Urzeit. Die Woche die wir dort verbrachten machte uns beiden sehr Spass, vor allem weil es mal etwas ganz anderes war als Strand. In unserem Zimmer hatten wir leider, wie sich rausstellte Bettwanzen, die mich total zerstachen. Ich hatte ueber 200 Stiche am Koerper!! Das Jucken war eine Tortur..Amandine hatte dann das gleiche ein paar Tage spaeter, sie hatte allein ueber 20 Stiche an einem Ohr!! |