| TAGEBUCH |
| Kao San Roy Yot Nationalpark, Thailand Am naechsten Morgen trampten wir in ein anderes Dorf innerhalb des Nationalparkes und bestiegen einen Berg, an dessen Spitze sich eine Tropfsteinhoehle befand. Wir mieteten eine grosse Taschenlampe und wanderten auf den Berg. Die Hoehle war echt schoen. Das Beste war, dass wir ganz alleine dort waren. Kein Touristenfuehrer oder ein vorgegebener Pfad. Wir erkundeten die Hoehle also auf eigene Faust. Sie war sehr gross und die Tropfsteine waren so beeindruckend. Spaeter holten wir unsere Rucksaecke ab, die wir im Dorf gelassen hatten und trampten weiter. Wir kamen an der Zentrale des Nationalparkes an. Dort wollten wir eine Nacht bleiben. Aber die Preise sind echt unverschaemt. Wir warteten bis es dunkel war und schlichen auf die Terasse eines der zu vermietenden Bungalows und schliefen dort. Es dauerte eine Weile bis wir einschliefen, da war einmal das schlechte Gewissen in einem Bungalow zu schlafen der uns nicht gehoert, und da waren die vielen fremden Geraeusche, die ein tropischer Wald nachts so hat. Morgends wurden wir um etwa sieben Uhr von Affen geweckt, die mit lautem Knall auf das Dach sprangen. Sie schauten uns neugierig an and jagten sich dann weiter durch die Baeume. Wir standen auf und bestiegen einen ziemlich hohen Berg, um die wunderschoene Aussicht ueber den Park zu geniessen. Es war gut dies frueh morgens zu tun, da die brennende Hitze das sonst eine Tortur werden laesst. Danach gingen wir zum Fruehstueck in die Zentrale des Parkes. Der Kellner des Restaurants entschuldigte sich, dass er uns die Nacht zuvor nicht hier schliefen liess, da sein Chef da war. Er lud uns ein, fuer die naechste Nacht da zu bleiben und der Jubilaeumsparty des Nationalparkes, der 30 Jahre alt wurde, beizuwohnen. Wir hatten eigentlich vorgehabt, den Park zu verlassen, aber wir blieben dann doch noch eine Nacht. Wir waren Gaeste und wurden von vorne bis hinten verwoehnt, mit leckerem Essen und selbstgemachtem Eis. Die Party abends war auch sehr schoen, und wir unterhielten uns mit den ganzen Parkwachtern und Leitern des Parkes, was sehr interessant war. Wir schliefen mit dem Schlafsaecken im Restaurant auf zusammengeschobenen Baenken. Am naechsten Tag nahm uns ein Lastwagen mit zur naechsten STadt, von der aus wir mit dem Bus weiter Richtung Sueden fuhren. Abends nahmen wir das Boot von Sura Thani, das uns in 6 Stunden nach Ko Pha Ngan brachte, eine kleine Insel mit vielen wunderschoenen Sandstraenden und klarem Wasser. Dort mieteten wir uns eine kleine Huette direkt am Meer (2m) und geniessen das Wetter, die Palmen und das Wasser. Vor ein paar Tagen waren wir auf einem "Dschungel Rave", mitten im Wald, wir tantzten bis acht uhr morgends. Seit zwei Tagen haben wir einen Roller gemietet und erkunden die Insel. Gestern kauften wir uns Taucherbrillen und Schnorchel und werden damit heute die Korallenriffe erkunden, die es hier gibt. Ich hoffe ich mache euch nicht zu eifersuechtig, das ist zumindest nicht bezweckt. Ich hoffe es geht euch allen gut und freue mich von euch zu hoeren. Euer Soeren |
| Malaysia, Insel Penang, Stadt: Georgestown 15. Feb 2003 Hallo mal wieder! so, jetzt werde ich mal wieder so richtig ausfuehrlich berichten. Seit meinem letzten Eintrag von der Insel Ko Pha Ngan in Thailand, sind ja wieder einige Tage vergangen. Ich werde also dort anfangen. Wir hatten also in Ko Pha Ngan eine schoene Woche, unsere Huette war sehr abgelegen, mit nur etwa 5 weiteren Huetten um uns herum. Es war also sehr still und wir lernten auch ein paar nette Leute kennen. Unser Badezimmer hatte auch etwas sehr tropisches, jeden Morgen fanden wir ein anderes Tier darin, einen schoenen bunten Frosch, eine grosse Spisnne oder eine der etlichen Eidechsen, die sehr seltsame Geraeusche von sich geben. Die Milchshakes sind einfach koestlich hier und ich habe das ganze Menue rauf und runter durchprobiert. So, nach einer Woche hatten wir also wieder Lust auf etwas Bewegung. Wir buchten die Nachtfaehre und kamen um 5 Uhr Morgends wieder am Festland an. Da wir zu der Zeit noch nicht wussten, wo wir als naechstes hinwollten, gingen wir ersteinmal fruehstuecken. Dort lernten wir zwei Tauchlehrer kennen, die auf dem Weg zur anderen Kueste Thailands, der Westkueste, waren. Sie schwaermten von dem kristallklaren Wasser um die Similian Islands, die in den Top Ten der besten Tauchplaetze der Welt rangieren. Wir beschlossen uns also dorthin mitzugehen, die Firma fuer die sie arbeiteten, boten unter anderem auch Tagesausfluege zum Schnorcheln an. Die Similian Islands sind eine Inselgruppe ca. 60 km vom Festland ( der Stadt Khao Lak) entfernt. Dort fuhren wir also hin und buchten nach zwei Tagen einen Tagesausflug zu den Inseln. Frueh morgends ging es los, per Schnellboot waren wir in 1.5 h dort. Bei der Ankunft in der Bucht, wurde schon klar dass uns nicht zu viel versprochen worden war: der Strand hatte Sand, der war so weiss und pulvrig, wie ich es noch nie gesehen hatte. Wenn man darauf laeuft, fuehlt es sich an wie Mehl. Das Wasser war so klar, dass man schon von weit draussen auf den Boden sehen konnte. Wir zogen also zuegig unsere Taucherbrillen, Schwimmflossen und Schnorchel an und los ging es. Einfach phantastisch. Wir waren umringt von Schwaermen bunter Fische, alle Groessen, alle Farben, manche hatten alle Farben eines Regenbogens und schwammen einem direkt vor der Nase herum. Schwaerme gelb-schwarz gestreifter Fische huschen an einem vorbei wenn man zu nahe kommt, und je genauer man hinsieht, desto mehr verschiedene Arten konnte man entdecken. Die Sicht unter Wasser hatte die unglaubliche Weite von 30m! Glaubt mir, es fuehlt sich an wie in einem riesigen Aquarium. Wir schwammen weiter heraus und ich konnte es nicht fassen, da schwammen zwei etwa sechzig cm grosse Meeresschildkroeten direkt vor mir! Sie waren wunderschoen, leicht gelblich in der Farbe. Amandine entdeckte dann auch noch zwei kleine Haie! Sie waren wirklch nur kleinn, Riffhaie heissen sie, ca. 80cm lang, aber sie sahen exakt wie die grossen aus, wirklich beeindruckend. Vor allem, weil wir so nah heran konnten, ohne sie zu erschrecken. Ausserdem tauchten wir noch sehr tief und fanden eine Moraene, die ihren Kopf aus einer Hoehle am Boden hervorstreckte, und ihr grosses Maul angsteinfloessend auf und zu klappte wenn man zu nahe kam. Da laesst man die Haende gerne von weg! Der Tag war absolut spitze, wir waren viele Stunden im Wasser und als wir abends nach Hause fuhren, waren wir total erschoepft. Als ich abends die Augen zu machte, sah ich immernoch alle diese wunderschoenen Fische :-) Wir bekamen ausserdem einen Geheimtip, den wir dann zu unserem naechsten Ziel machten. Eine Kueste etwas suedlicher in Thailand, aber auch an der Westkueste, nahe der Stadt Krabi. Auf dem Weg trafen wir ein Maedchen aus Deutschland, die sich zu uns gesellte. Wir mussten zu dieser Kueste ca. eine halbe Stunde mit einem dieser bekannten thailaendischen "Longtail" Boote fahren, dann einen Strand durchqueren, nochmal ein Stueck per Boot und dann noch ein Stueck laufen...es war also echt ein Geheimtip :-) Die Landschaft war absolut atemberaubend. Ueberall standen grosse, bewachsene Felsbloecke. Wir machten einen Tagesausflug zu einem erloschenen Vulkan, an dessen Boden sich jetzt Wasser befindet. Der Abstieg war sehr steil und es waren Seile angebracht, an denen man sich herabhangeln musste. Wir haben das trotz Sandalen ganz gut gemeistert. Wir blieben hier allerdings nur zwei Tage, da unser Visum fuer Thailand ablief, und wir also weiter nach Malaysia mussten.....--> |