Die Energiewende ist gescheitert, das sieht jeder, der Augen und Ohren am Kopf hat und in der Schule Physik und Mathematik nicht abgewählt hat. Eine halbe Billion Euro wurde verschwendet, und Deutschland liegt bei dem Kohlenstoff-Ausstoß pro Kilowattstunde auf dem vorletzten Platz in Europa. Jede deutsche Kilowattstunde stößt achtmal soviel CO² aus wie eine französische. Was nun nur noch die Energiewende zum Endsieg führen kann, sind die berühmt berüchtigten Wunderwaffen. Und zum Glück gibt es die geradezu reihenweise, zumindest in der Energiewende-Propaganda der Hauptstrommedien.
Was haben die grünen Journalisten und Politiker nicht alles schon für Wunderwaffen gegen das Energiewende-Desaster bejubelt. Meist werden die Fake-Energie-Erzeuger oder Fake-Speicher mit dem hochtrabenden Namen von irgendeiner Universität behängt, damit es seriöser aussieht. In Wahrheit sind diese Meldungen nichts als Durchhalte-Propaganda. Die verdeckte Botschaft ist immer: "Macht Euch keine Sorgen, bald wird etwas erfunden, das der Energiewende doch noch zum Endsieg verhilft". Die Wunderwaffen-Erfinder sind meist schlichte Abgreifer von Subventionen. Früher hätte man sie eher als Alchemisten bezeichnet. Die Alchemisten wollten alles Mögliche in Gold umwandeln. Die Energie-Alchemisten versprechen hingegen, alles Mögliche in Strom umzuwandeln. Gold oder Strom - ganz bald, es braucht nur noch etwas mehr Zeit und Geld.
Da war die Solarzelle, die aus Mondlicht Strom herstellen konnte, ein Wiedergänger der Schusterkugel, erfunden von einem Architekten, der offenbar in der Schule die Physik abgewählt hat. André Brößel, der in Barcelona lebt, hat vor Jahren damit begonnen, Solarkugeln zu entwickeln, die nicht nur bei direkter Sonneneinstrahlung, sondern auch bei bewölktem Himmel und sogar bei Mondlicht Strom erzeugen können. Mit einer Crowd-Funding-Kampagne sammelte er das benötigte Start-Kapital von anderen Deppen im Internet ein, um die Kollektoren mit seiner Firma Rawlemon zur Marktreife zu bringen. Laut einschlägiger Zeitungsartikel soll es sogar möglich gewesen sein, bei Mondlicht damit ein Handy zu laden. Man hat nie wieder etwas davon gehört. Das Geld ist leider weg.
Oder Forscher der Stanford Universität haben ein Solarpaneel entwickelt, "welches nachts die vom Paneel abgestrahlten Photonen zur Stromerzeugung nutzt". So jedenfalls Sid Assawaworrarit vom universitären Forscherteam. Dieser Energiefluss ermöglicht es einer "speziellen Apparatur", die Assaworrarit und seine Kollegen entwickelt haben, mit einem handelsüblichen Solarmodul eine "kleine Menge" Strom aus dem geringen Temperaturunterschied zwischen der Umgebungsluft und der Oberfläche des Solarpaneels zu erzeugen. Das Modul muss dazu allerdings mit einem "thermoelektrischen Generator" ausgestattet sein. Dieser sei dafür zuständig, die Wärme, die von der wärmeren Luft zum kühleren Solarmodul fließt, aufzufangen und in Strom umzuwandeln. Es handelt sich zweifelsfrei um einen Durchbruch bei der Erfindung des Perpetuum mobile an der ehrwürdigen Stanford Universität. Ob man damit ein Telefon laden kann, wird eher nicht gesagt. Herr, bitte lass es Hirn über Kalifornien regnen!
Da schimmerte am Energiewende-Wunderwaffenhimmel die Fassade, die aus Kunststofffransen durch Windrascheln Strom erzeugt auf. Die recht ansehnliche junge Südafrikanerin Charlotte Slingsby hat ein Verfahren erfunden, das "Hausfassaden zu Kraftwerken macht". Ihre Plastikfransen erzeugen mit einem "raffinierten Effekt" Strom. Das Stromerzeugungsmaterial, es raschelt, ist biegsam und extrem leicht. Alles Eigenschaften, die man nicht unbedingt einem Kraftwerk zuschreiben würde. Doch "Moya", ein transparenter Vorhang aus Plastik und Elektronik, ist genau das - ein kleines Kraftwerk für den Hausgebrauch, das Wind durch elektrostatische Aufladung in Strom umwandelt. Das funktioniert ungefähr so, als wenn sich ein Kunststoffhemd durch die Bewegung auflädt. Damit soll dann das Haus mit Strom versorgt werden. Wann der große Durchbruch erfolgt? Hier heißt es nur: bald. Und bald ist längst passé, ohne dass man wieder etwas davon gehört hätte.
Dann wurde der grandiose Fernseher erfunden, der Strom erzeugt. Erfunden von dem Erfinder Maxwell Chikumbutso, der schon durch die Erfindung eines Elektroautos Furore gemacht hatte, welches nicht aufgeladen zu werden brauchte. Die Erfindung führte zu nichts weiter als einer Blamage der allzu leichtgläubigen und man muss leider sagen, auch naturwissenschaftlich völlig ungebildeten Journalisten, die das in den Medien bejubelten. Die Journalisten waren aber nicht nur von der Erfindung überzeugt - sie übernahmen sogar freudig die Erzählung, wonach die "revolutionäre Erfindung" sich nur deshalb nicht durchgesetzt habe, weil sie aus Afrika stamme und Erfindungen von dort durch alte weiße Kolonialisten entweder gestohlen oder unterdrückt würden.
Lernen Journalisten aus solchen Blamagen? Natürlich nicht. Ein grüner Hauptmann von Köpenick sahnte 100.000 Dollar Preisgeld ab:
Da wollten die deutschen Grünen nicht zurückstehen und überreichten dem genialen "Erfinder" aus Sierra Leone ihren Preis, den "Green-Tech-Award". Er wurde von der internationalen grünen Blase so hochgejubelt, dass er sogar dem Papst seine Aufwartung machen konnte.
Leider hatte der grüne Hauptmann von Köpenick nichts weiter erfunden als die Umsetzung seiner bahnbrechenden Erfindung in die Praxis.
In der Pressemitteilung des Greentech-Festivals betreffs der Preisverleihung hieß es zur Begründung der Vergabe des Green Awards an Jeremia Thoronka:
Die Preisverleihung war ein Schaulaufen der grünen Blase:
Wahrscheinlich wollte der Bahnchef das junge Genie für seinen Konzern gewinnen - da hätte er hingepasst.
Eine 55-köpfige Jury hatte die Preisträger ausgewählt, und keiner kam auf die Idee, dass man mit piezoelektrischen Quellen niemals so viel Strom erzeugen könnte, dass man "mehrere Schulen und Haushalte in Gemeinden mit kostenlosem Strom versorgen könnte". In einem Video war davon die Rede, dass es 150 Haushalte mit 1.500 Menschen und 15 Schulen mit mehr als 9.000 Schülern seien. Es gab und gibt keinen Nachweis, dass das hochgelobte Projekt überhaupt existiert.
Die Pressemitteilung des Green-Tech-Festivals tönt wohlgegendert:
Bei Dr. Habeck wundert mich gar nichts mehr, aber die Boston Consulting Group fällt auf so einen Schwindel rein? Man mag es nicht glauben.
Alexander Wendt hat dazu einen aufschlussreichen Artikel auf Tichys Einblick veröffentlicht.
Am 22. Juni 2023 veröffentlichte das "Green-Tech-Festival" dann doch eine schmallippige Stellungnahme zu dem Skandal mit einer äußerst fadenscheinigen Ausrede:
In einfache Sprache übersetzt, heißt das: "Das Projekt existiert nicht. Wir haben das nicht gemerkt. Aber Jeremiah ist bei den Grünen sehr berühmt, obwohl er ein Betrüger ist. Er klingt so begeistert, dass andere auch so etwas machen möchten. Und es hätte ja sein können. Wir fanden ihn sehr sympathisch."
Aber der Skandal über die Unwissenheit und Leichtgläubigkeit der ganzen grünen "Green-Tech-Award"-Blase fand nicht den Weg in die Hauptstrommedien. So können sie weiter dilettieren und brauchen sich nicht vor einer informierten Öffentlichkeit zu fürchten.
Und nun ist es abermals wieder soweit. Diesmal werden wieder Wissenschaftler der Chalmers University of Technology in Schweden bemüht. Ich selbst habe dort viele Jahre Gastvorlesungen für die auszubildenden Kernphysiker gehalten. Seit vier Jahren existiert der Lehrgang aber nicht mehr. Die neuen Wissenschaftler an der Chalmers haben angeblich eine innovative Lösung gefunden, wie ein großes Problem der Erneuerbaren gelöst wird:
Der Autor des Jubelartikels gibt zwar zu, dass die Karbonbatterien in puncto Leistung noch nicht mit herkömmlichen Lithium-Ionen-Akkus mithalten können, dafür sind sie aber sehr leicht. Auch wenn man die Carbon-Batterien nicht mit den Li-Ionen-Akkus vergleichen kann, solche Batterie-Rotoren wird es genauso wenig geben wie ein Elektrofahrrad, das seine Energie im Karbonrahmen speichern kann.
Ein großes Problem der Energiewende gelöst? Dieser Wunderwaffen-Artikel spielt in puncto Physik in der gleichen Liga wie Annalenas Tiefkühlhähnchen zur Stromerzeugung. Deshalb gibt der Artikel auch keinerlei Zahlen bekannt, z.B. wie viel Strom kann pro Kilogramm in der Carbon-Batterie gespeichert werden? Mit Sicherheit jedoch nicht genug. Das sind höchstens "Laborspeicher", von denen wir nie wieder etwas hören werden. Es sei denn, sie tauchen im Spielzeug-Elektrobaukasten für Kinder neben dem stromerzeugenden Apfel auf.
Die grünen Journalisten und Politiker haben keine Ahnung von den Größenordnungen, über die sie sprechen und schreiben. Da werden Giga-, Mega- und Kilowatt nur so durch die Luft jongliert. Weil in ihrem Kopf keine Ordnung über Größen herrscht, weder physikalische noch ökonomische Größen. So entstehen der Größenwahn und die Machbarkeitsphantasien der Energiewender.
Aber vielleicht können ja die Windräder bald ein weiteres Problem der Landschaftszerstörung durch die Energiewende lösen, indem sie mit Hilfe der in ihren Rotoren gespeicherten Energie wie Hubschrauber von allein zu ihren Standorten fliegen. Oder sie wandeln den gespeicherten Strom in Drehbewegung ihrer Flügel um und treiben so die Windparks bei Windstille an.
Liebe Energiewende-Skeptiker, die nächste Wunderwaffe zur endgültigen Rettung der Energiewende kommt bestimmt. Alles wird gut. Sagte Herr Dr. Habeck doch jüngst:
Er sagte dies im Angesicht der Tatsache, dass die "Erneuerbaren" zwar fast 50% des Stroms erzeugen - meist dann, wenn er nicht gebraucht wird -, aber erst weniger als 17% der benötigten Primärenergie. Das ist etwa so, als würde ein Marathon-Läufer bei der 5-Kilometer-Marke jubeln: "Hurra, ich bin auf der Zielgeraden", obwohl er noch 37 km vor sich hat. Und für die, welche noch nie einen Marathon probiert haben: Die letzten 5 Kilometer sind die schwersten.
Manfred Haferburg wurde 1948 in Querfurt geboren. Er studierte an der TU Dresden Kernenergetik und machte eine Blitzkarriere im damalig größten AKW der DDR in Greifswald. Wegen des frechen Absingens von Biermannliedern sowie einiger unbedachter Äußerungen beim Karneval wurde er zum feindlich-negativen Element der DDR ernannt und verbrachte folgerichtig einige Zeit unter der Obhut der Stasi in Hohenschönhausen. Nach der Wende kümmerte er sich für eine internationale Organisation um die Sicherheitskultur von Atomkraftwerken weltweit und hat so viele AKWs von innen gesehen wie kaum ein anderer.
Gunther Laudahn (27.06.2024)
Die Grünen wollen gar nicht, daß es funktioniert. In ihrer Welt ist die Industrie böse und das Paradies nur ohne Firmen und Technik möglich [...]
M. Posselt (27.06.2024)
[...] Leider ist auch die naturwissenschaftliche Forschung immer mehr von politischer Gleichschaltung betroffen, es locken ja Forschungsgelder. Da wird schnell aus einer Eintagsfliege ein Elefant. Ich kenne das aus eigener Berufserfahrung und habe mich - so es ging - aus solcher Propagandawissenschaft stets herausgehalten. Die jungen Leute sind heute immer mehr darauf angewiesen, mitzumachen, damit es ihrer Karriere nicht schadet.
Emil.Meins (27.06.2024)
Vor einigen Jahren wurde berichtet, man habe eine neue Speichertechnologie entdeckt, die herkömmliche Festplatten ersetzen könne: auf einer Rolle Tesafilm (!) könne man mit entsprechender Technik riesige Datenmengen speichern. Alles stand mit offenem Mund staunend da, aber leider klappten dann irgendwann alle den Mund zu, weil nur die Mücken reinflogen, und man hörte nie wieder etwas davon. Aber wenigstens hatte es kostenlose Werbung für Tesafilm gegeben. Auch wenn alle paar Monate eine neue, "revolutionäre" Batterie entdeckt wird, oft im Stile der Zitrone, in die man 2 Elektroden steckt und damit ein Lämpchen zum Glimmen bringt (besonders beliebt bei TV Kinderkanälen oder wissenschaftlichen Leuchten wie Hirschhausen oder dem Duo Hoecker/Boning), ist das meist nur Grundlagenforschung, die irgendeine neue Batteriekomponente untersucht, von einer Marktreife aber Lichtjahre entfernt ist. Trotzdem melden sich dann immer begeisterte Kommentatoren zu Wort, die jeden Kritiker als wissenschafts-und fortschrittsfeindlich und rückwärtsgewandt abqualifizieren, obwohl bei ihnen selbst außer blinder Begeisterung und Gläubigkeit nicht viel vorhanden ist. Und argumentiert wird dann mit dem alten Spruch von der Pferdekutsche, mit der wir immer noch fahren würden, weil man auch Eisenbahn und KFZ zuerst abgelehnt hätte, oder mit der Teflonpfanne als Ergebnis der Raumfahrt. Das Beste im Artikel ist die Aufzählung der Geistesgrößen, die bei der Preisverleihung an den genialen afrikanischen Stromerzeuger dabei waren. Da war doch die Creme de la creme der deutschen Intelligenz versammelt, mit dem Superstar Habeck als Krönung. Ein Land mit solchen "Stars" kann eigentlich nur untergehen. Demnächst werde ich mich schwarz anmalen und auch eine revolutionäre Erfindung präsentieren, und der Lebensabend ist gesichert!
janblank (27.06.2024)
Natürlich wird die grüne Deppenpolitik scheitern. Und ich gehe jede Wette ein, dass der Rest der grünen Existenzberechtigung sich darin erschöpft, eine neue "Dolchstoßlegende" zu erfinden. Sozusagen: Wir waren schon am Gewinnen , da kamen die bösen alten Boomer, die AfD und alle üblichen Verdächtigen und haben uns den Sieg kaputt gemacht [...] Unsere letzte Hoffnung: Robert Habeck.
Karl Emagne (27.06.2024)
[...] Die Energiewende kann genauso vor die Wand fahren wie
Merkels Flüchtlingssommer oder
Lauterbachs Spritzkampagne,
und die Propagandamaschine hat schon ihre rechtsradikalen Verursacher gefunden. Läuft wie geschmiert.