



![[kein Affe wäre so dumm!]></CENTER><BR>
<DD>Oktober: Da an einen großflächigen U-Boot-Krieg nicht zu denken ist, will die Admiralität mit einem spektakulären <DEL>Himmelfahrtskommando</DEL> Einzeleinsatz wenigstens etwas für die Propaganda tun: Sie beschließt einen Angriff auf die britische Hochseeflotte in Scapa Flow; Prien erhält das Kommando.<BR><BR>
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*Entgegen späteren Darstellungen hat dies nichts damit zu tun, daß im selben Monat Hitler Reichskanzler wurde. Prien hatte sich schon vorher zur Reichsmarine beworben, weil er arbeitslos war. (Allerdings dürfte es ein Märchen sein, daß er aus Verbitterung ob dieser Arbeitlosigkeit der NSDAP beitrat. Das tat er schon 1931, kurz nachdem sie bei den Landtagswahlen in Oldenburg erstmals zur stärksten Partei geworden war, also mutmaßlich aus Opportunismus.) Aus demselben Grund verbrachte er während der Wartezeit bis zur Annahme eine kurze Zeit beim freiwilligen Arbeitsdienst - der keine Erfindung der Nazis war -; dort gab es wenigstens satt zu essen. Ebenfalls entgegen späteren Darstellungen fing Prien bei der Reichsmarine nicht als einfacher Matrose an, sondern als Offiziersanwärter. (Im Juli 1932 war das Segelschulschiff Niobe mit Mann und Maus - darunter fast ein ganzer Jahrgang Kadetten - in der Ostsee abgesoffen. Die Reichsmarine ergänzte daher den Jahrgang 1931 ausnahmsweise um 15 arbeitslose Offiziere der Handelsmarine, zu denen auch Prien zählte.)
**Wiewohl die Wehrmachtsführung erst im Mai offiziell erklärte, daß mit einem Wiederauftauchen Priens wohl nicht mehr zu rechnen sei, muß ihr dies schon im März klar gewesen sein, da seit dem 7.3. keine Funksprüche mehr von U 47 kamen. Die für den 1.4. vorgesehene Beförderung Priens zum Korvettenkapitän wurde nicht mehr ausgesprochen. Dagegen wurden Otto Kretschmer - dem erfolgreichsten U-Boot-Kommandanten des Krieges -, der ein paar Tage später als vermißt gemeldet wurde, noch im Dezember 1941 die Schwerter zum Eichenlaub des Ritterkreuzes verliehen. Selbst wenn inzwischen bekannt war, daß er in britische Gefangenschaft geraten war, mußte man doch davon ausgehen, daß er dort - wie die meisten deutschen U-Boot-Fahrer - weiter zu Wolfgang Lüth zurück zu Sic transit gloria heim zu Von der Wiege bis zur Bahre |