In Europa wird seit Monaten darüber gesprochen, die Ostsee für russische Schiffe zu sperren. Das wird testweise bereits umgesetzt und parallel dazu spielen die baltischen Staaten eine wichtige Rolle dabei, Russland zu einem Krieg zu provozieren.In den letzten Tagen wurde die Rolle der baltischen Staaten, vor allem Estlands, bei dem Versuch, die Friedensgespräche zwischen den USA und Russland zu stören, immer deutlicher. Die Falken in Europa, die sich in einer "Koalition der Willigen" gegen Russland zusammenschließen und Truppen in die Ukraine schicken wollen, sind nicht an einem Frieden in der Ukraine, sondern an einer Eskalation des Krieges gegen Russland interessiert. Ihr Ziel ist es, Russland dauerhaft zu schwächen oder am besten als Staat zu zerschlagen, was auch offen gesagt wird. Frieden in der Ukraine wäre da kontraproduktiv. Das ist nicht etwa meine bösartige Unterstellung, das wird offen gesagt, wofür ich ein paar Beispiele zeigen muss, bevor wir zum eigentlichen Thema kommen, nämlich wie konkret die Kriegsvorbereitungen der Europäer in der Ostsee bereits sind. "Frieden ist gefährlicher als Krieg"Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen war Ende Februar in Kiew. Da sagte sie, dass eine friedliche Beilegung des Konflikts in der Ukraine gefährlicher als ein Krieg sein könnte. Weiter sagte sie, es sei natürlich, dass viele Menschen eine friedliche Lösung oder einen Waffenstillstand bevorzugen würden, trotzdem wäre ein Frieden in der Ukraine tatsächlich gefährlicher als der aktuelle Krieg. Als Begründung sagte Frederiksen, die US-Regierung von Donald Trump schaffe Unsicherheit in Bezug auf die NATO, die EU und den Konflikt in der Ukraine. Außerdem zweifle sie daran, dass der russische Präsident Wladimir Putin für ein Friedensabkommen sei. Daher forderte die dänische Ministerpräsidentin die europäischen Staaten auf, die "selbst auferlegten" roten Linien aufzuheben, "bevor es zu spät ist". Das war die klare Aufforderung, der Ukraine zu erlauben, Ziele tief in Russland anzugreifen und die dazu nötigen Waffen, wie z.B. die deutschen "Taurus"-Marschflugkörper, zu schicken. Wie wir gleich sehen werden, dürfte sie aber noch weit mehr gefordert haben. Widerspruch hat sie dafür aus Europa keinen bekommen. Im Gegenteil, die "Koalition der Willigen", die Frankreich und Großbritannien gegründet haben, spricht davon, Truppen in die Ukraine zu schicken. Inzwischen ist dabei auch offen nicht mehr von "Friedenstruppen", sondern von "Unterstürzungstruppen" die Rede. Es wird also sehr offen über einen heißen Krieg der Europäer gegen Russland gesprochen, auch wenn die deutschen Medien ihre Leser damit möglichst nicht behelligen. Und auch die baltischen Länder sind gegen einen Waffenstillstand in der Ukraine. In einem Gespräch mit der Financial Times haben der estnische Verteidigungsminister Hanno Pevkur und die litauische Verteidigungsministerin Dovilė Šakalienė Ende März behauptet, ein Waffenstillstand in der Ukraine würde die Sicherheitsbedrohung für die baltischen Staaten drastisch erhöhen. Daher, so die logische Folge, muss der Krieg in der Ukraine weitergehen. Allerdings zeigt das Verhalten vor allem Estlands, dass es kaum um eine angebliche Sicherheitsbedrohung durch Russland geht, denn Estland provoziert selbst massiv zum Krieg gegen Russland. Dass Estland und andere europäische Staaten für die Fortsetzung des Krieges in der Ukraine sind, hat nur den Grund, dass man Russland schwächen will, bevor man selbst zuschlägt. Wie man den Krieg provozieren willKommen wir also zu der Rolle der baltischen Staaten dabei. In den letzten Tagen habe ich dazu in einem Artikel mit der Überschrift "Ukraine-Krieg – Mit welchem Trick Paris und London Europa in einen Krieg mit Russland ziehen wollen" erklärt, mit welchen Tricks die Kriegstreiber in Europa offenbar versuchen, die Friedensverhandlungen zwischen Russland und den USA zu stören und den Krieg auf andere Staaten in Europa auszudehnen. Der Trick besteht darin, die baltischen Staaten Truppen in die Ukraine schicken zu lassen, die dort in Kampfhandlungen mit der russischen Armee verwickelt werden, was die baltischen Staaten, die lange Landgrenzen mit Russland haben, zu Kriegsparteien machen würde. Wenn Russland dann militärische Ziele in diesen Ländern angreifen würde, in denen wiederum Truppen aus anderen NATO-Staaten (darunter Deutschland) stationiert sind, wäre die Gefahr groß, dass auch diese Truppen – und damit ihre Herkunftsländer – in den Krieg hineingezogen werden. Die baltischen Länder sind der ideale Ort, um eine Eskalation zu provozieren und Europa in den Krieg gegen Russland hineinzuziehen. Und als wäre genau das das Ziel, plant Estland ein Gesetz, das es den estnischen Streitkräften erlauben soll, zivile russische Schiffe ohne Vorwarnung anzugreifen. Außerdem hat Estland am Freitag ein Schiff gekapert, das auf dem Weg zu einem russischen Hafen war. Man muss Russland nicht mögen, aber das Verhalten Estlands gegenüber Russland ist eindeutig aggressiv, so verhält sich nur ein Land, das um jeden Preis einen Krieg provozieren will. Estland hat selbst keine nennenswerten Streitkräfte, aber Estland setzt natürlich darauf, dass NATO und EU Estland im Falle einer bewaffneten Konfrontation mit Russland zur Seite springen werden. Und zumindest in Europa scheint es dafür eine Bereitschaft zu geben, wie die "Koalition der Willigen" zeigt. Nachdem ich über all das geschrieben habe, ist mir aufgefallen, dass es im Verhalten Estlands eine sich seit Monaten abzeichnende chronologische Linie gibt, die darauf abzielt, Russland zu einem Krieg zu provozieren. Was wir gerade erleben, kam de facto mit Ansage und scheint von langer Hand geplant zu sein. Die KriegsvorbereitungenAm 17. September 2024 veröffentlichte die Estnische Nationale Rundfunk- und Fernsehanstalt (ERR) ein Interview mit dem estnischen General Vahur Karus, der die vereinigten Militärstäbe des Landes leitet. Darin sprach er sehr offen über die Kriegsvorbereitungen gegen Russland und vor allem über die Rolle Estlands dabei. Unter anderem sagte er:
Er sprach damit offen davon, dass die estnischen Streitkräfte "als Erste bestimmte Dinge" tun sollten. Es ging also nicht mehr um die Reaktion auf einen etwaigen russischen Angriff, sondern um einen Angriff der NATO durch die Hände der Esten auf Russland. An anderer Stelle hat er das in dem Interview auch ganz explizit gesagt. In dem Interview kam er auf das Beispiel des Sechs-Tage-Krieges, den Israel im Jahre 1967 vom Zaun gebrochen hat. Damals hat Israel sein Nachbarland Ägypten "präventiv" angegriffen, was der estnische General Karus so kommentierte: In dem Interview blieb offen, mit welchen "Mitteln" Estland in Russlands Staatsgebiet eindringen und gegen "bestimmte Ziele" zuschlagen würde. Bei dem Thema blieb der General wolkig, und es könnten sowohl Spezialeinheiten gemeint sein als auch Raketen, die Estland seit einiger Zeit verstärkt anschafft. Darunter sind die Mehrfachraketenwerfer des Typs HIMARS aus US-Fertigung, die Raketen mit bis zu 300 km Reichweite verschießen können. Wichtig ist auch, dass Estland kürzlich Seeziel-Lenkraketen vom Typ Blue Spear aus israelisch-singapurischer Fertigung erhalten hat, mit denen Estland nun Schiffe in bis zu 300 km Reichweite angreifen kann. Die Ostsee blockierenImmer mehr europäische Politiker sagen inzwischen offen, dass sie die Ostsee für russische Schiffe sperren wollen. Dazu sind die Blue Spear-Raketen ein sehr gut geeignetes Instrument. Praktisch am gleichen Tag, an dem das Interview des estnischen Generals veröffentlicht wurde, gab auch dessen Untergebener Generalmajor Andrus Merilo, der Befehlshaber der estnischen Streitkräfte, in einem Interview mit Helsingin Sanomat bekannt, dass die finnischen und estnischen Militärkommandos beabsichtigen, Pläne dafür zu konkretisieren, wie sie die Aktivitäten der russischen Baltischen Flotte in der Ostsee "notfalls" und in einer "Extremsituation" unterbinden könnten. Die Versuche, die Ostsee für russische Schiffe zu blockieren, haben bereits schrittweise begonnen. Offenbar testen die Europäer aus, wie weit sie gehen können. Mitte März hat Deutschland einen Tanker mit russischem Öl beschlagnahmt und am Freitag hat wieder Estland einen Tanker gekapert, der auf dem Weg zum russischen Ölverladehafen Ust-Luga bei St. Petersburg war. Begleitet werden diese völkerrechtswidrigen Akte der Piraterie von der entsprechenden Propaganda über Russlands sogenannte "Schattenflotte", mit der Russland "trotz der Sanktionen der EU" weiterhin Öl exportiert - was für eine Frechheit von Russland!
Dass die
Sanktionen völkerrechtswidrig sind, verschweigen die westlichen Medien natürlich. Die Ostsee ist Russlands wohl wichtigster Exportweg für alle möglichen Güter, vor allem Öl, in alle Welt. Die Ostsee nach und nach für Handelsschiffe zu blockieren, die russische Waren transportieren, soll Russland finanziell und wirtschaftlich treffen. Aufgrund dieser Gefahr ist es nicht ausgeschlossen, dass Russland dazu übergehen könnte, Handelsschiffe mit russischen Kriegsschiffen durch die Ostsee zu eskortieren, was wiederum die Möglichkeiten der Europäer erhöhen würde, einen Zwischenfall zu provozieren. Vor diesem Hintergrund erscheint die neue NATO-Basis in Rostock, die im letzten Herbst eröffnet wurde, in einem ganz neuen Licht. Hinzu kommt, dass die Eröffnung der NATO-Basis auf dem Gebiet der ehemaligen DDR ein klarer Bruch des 2+4-Vertrags ist. Viel deutlicher hätten die deutsche Bundesregierung und die NATO Russland den Mittelfinger nicht zeigen können. Diese NATO-Basis hat die Aufgabe, die Ostsee militärisch zu überwachen, sie passt also exakt zu all den anderen Meldungen der letzten Zeit über die Sperrung der Ostsee für russische Schiffe und Schiffe, die mit Russland Handel treiben wollen. Offensichtlich soll das von der NATO-Basis in Rostock aus kommandiert werden. Kriegsvorbereitende PropagandaDie Öffentlichkeit im Westen wird von den westlichen Medien ohnehin massiv auf einen möglichen Krieg mit Russland vorbereitet. Aber eine besondere Rolle spielt dabei die Ostsee, denn jeder Schaden an einem Seekabel in der Ostsee wird von den Medien neuerdings als russische Sabotage präsentiert, dabei sind solche Schäden ganz alltäglich und normal. Aufgrund der gehäuften Meldungen über solche Kabelschäden, die früher einfach passiert sind und kein Thema für die Medien waren, hat die BBC im Oktober 2024 in einem Artikel mitgeteilt, dass pro Jahr 150 bis 200 solche Kabelschäden vorkommen. Es ist also vollkommen normal, dass solche Kabel beschädigt werden, und in der Ostsee gibt es keinerlei Auffälligkeiten. Und die Washington Post berichtete im Januar, dass es bei den Kabelschäden in der Ostsee keine Hinweise auf Sabotage gibt. Alle Details zu den Artikeln von BBC und Washington Post finden Sie hier. Das hindert aber weder die deutschen Medien noch die Regierungen einiger europäischer Staaten daran, weiterhin mit dem Finger auf Russland zu zeigen. Die eben genannten aktuellen Fälle von Piraterie durch europäische Staaten waren übrigens nicht die ersten. Schon im Dezember 2024 wurde das chinesische Trockenfrachtschiff Yi Peng 3 in der Ostsee gekapert, dessen Kapitän und Besatzung die Beschädigung von Internetkabeln im Auftrag des russischen Geheimdienstes vorgeworfen wurde. Die auffälligste Provokation als Teil der Vorbereitung der öffentlichen Meinung in Europa auf einen Krieg mit Russland war jedoch die Beschädigung des unterirdischen Energiekabels "Estlink 2" zwischen Estland und Finnland. Für die Beschädigung des Kabels wurde das Schiff "Eagle S" verantwortlich gemacht, das 35.000 Tonnen Benzin von Russland nach Ägypten transportierte. Das Schiff wurde im Konvoi nach Finnland gebracht, und westliche Medien verbreiteten die Behauptung, dass sich an Bord "Spionageausrüstung" befinde, was sich später natürlich nicht bestätigt hat. Darüber, dass all diese Vorwürfe gegen Russland, es habe etwas mit der Beschädigung der Kabel in der Ostsee zu tun, sich hinterher als unwahr herausgestellt haben, berichten die europäischen Medien natürlich nicht, oder bestenfalls irgendwo im Kleingedruckten. Sie sollen die anti-russische Stimmung schüren, um die Öffentlichkeit in Europa auf einen Krieg mit Russland einstimmen; dabei würde die Wahrheit nur stören. Die europäischen Regierungen nehmen die Kabelschäden jedoch als Vorwand, um der Öffentlichkeit die verstärkte Überwachung der Ostsee zu erklären. Das bedeutet, die Regierungen belügen die Menschen, und die Medien helfen dabei fleißig mit, um eine Kriegsstimmung gegen Russland zu erzeugen. Kurz und gut: Wenn man all die Meldungen der letzten Monate als Ganzes betrachtet, dann muss man zu dem Schluss kommen, dass gewisse europäische Regierungen sich in der Ostsee aktiv darauf vorbereiten, einen Krieg gegen Russland zu provozieren. Und die Meldungen der letzten Tage über die Entsendung von Soldaten aus den baltischen Staaten in die Ukraine dürften Teil dieser Bemühungen sein, mit denen man endlich eine Situation schaffen will, in der Russland auf all das militärisch reagiert, um seine - objektiv bedrohte - Sicherheit in der Ostsee zu schützen, denn westliche Kriegstreiber reden ja auch schon offen davon, die russische Enklave Kaliningrad zu blockieren. LESERPOST
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