*Das betraf aber nicht nur die Niederlande, sondern auch das Tsarenreich, Italien und Großbritannien, wo Fokker vergeblich um Aufträge nachsuchte. Der einzige Staat, der seines bahnbrechenden Jungfernflugs jemals gedachte, war die Bimbo-Republik Burundi, die am 100. Jahrestag eine Briefmarke zu 3.000 Pupis Francs herausgab.

(B. war einst deutsche, später belgische Kolonie. Seit der Unabhängigkeit 1972 hauen Hutsi und Tutsi einander öfters mal kräftig auf die Mutzi - eine von vielen Folgen der ach-so-segensreichen "Dekoloniesierung" :-)
**Nach dem Krieg behaupten einige Mitarbeiter der Fokker-Werke, nicht Fokker, sondern sie selber hätten diese Verbesserungen vorgenommen. Das läßt sich zwar weder beweisen noch widerlegen, ist aber auch juristisch unbeachtlich, da Erfindungen, die von Mitarbeitern eines Betriebs während ihrer Tätigkeit dortselbst gemacht werden, in dessen Eigentum fallen. Aber ein jüdischer unabhängiger Möchtegern-Erfinder namens HalsabSchneider, der noch vor Garros eine entfernt ähnliche Konstruktion zum Patent angemeldet hatte, besitzt die Chuzpe, Fokker wegen Verletzung desselben zu verklagen. Dummdeutsche Richter - die wie fast alle Juristen von komplizierter Technik null Ahnung haben (Dikigoros darf das schreiben; er zieht sich diesen Schuh auch selber an :-) - verurteilen Fokker tatsächlich zu Schadenersatz. Er ignoriert das Fehlurteil, zahlt keinen Pfennig und setzt nie wieder einen Fuß auf deutschen Boden - so vergrault gewinnt man "Fachkräfte" und macht sich Freunde in aller Welt!
Zur Ehrenrettung der Richter: Die Schuld lag natürlich in erster Linie beim Reichspatentamt, das Schneiders Mist - der gar nicht funktionierte - unbesehen ungetestet in die Patentrolle eingetragen hatte. Hauptsache, Anmelde- und Prüfungsgebühr waren gezahlt - was sollte man denn sonst noch prüfen?! Kein Sesselpupser Patentamtsschimmel hätte doch gewagt, sich etwa selber ans Steuer einer solchen Maschine zu setzen und auszuprobieren, ob die Kugeln tatsächlich nicht vom Propeller abprallten und ihn töteten (bzw. das Flugzeug zum Absturz brachten, was auf das gleiche hinaus gelaufen wäre). Stempel drauf und fertig!
***Was ist ein "Kriegsverbrecher"? Und warum diskutiert Dikigoros diese Frage nicht auf seiner Webseite über Wilhelm II? Ganz einfach: weil sie dort quasi im luftleeren Raum hängen würde. Es bedarf doch eines Vergleichs zwischen dem, der eine Waffe, mit der "Kriegsverbrechen" begangen werden, erfindet bzw. herstellt, dem, der ihren Einsatz befiehlt - sei es von ganz oben oder als vorletztes Glied in der Befehlskette - und dem letzten, der sie [aus]führt (und den im Zweifelsfall die Hunde beißen Richter verurteilen).
- Ist der Erfinder des Flugzeugs ein Verbrecher? Gegenfrage: Ist der Erfinder des Küchenmessers ein Verbrecher? Oder wird er es, wenn jemand damit einen Mord begeht? Eben. Aber ist nicht derjenige, der auf die Idee kommt, aus einem Flugzeug zu schießen oder Bomben abzuwerfen und diese Idee dann auch eigenhändig in die Tat umsetzt, ein Verbrecher? (Dikigoros formuliert das mit Absicht so umständlich, denn sonst könnte sich der Erfinder der Atombombe ja damit heraus reden, daß er nicht ahnen konnte, wozu sie einmal verwendet werden sollte, und der Pilot, der sie abwarf, damit, daß er mangels Fachkenntnissen nicht wissen konnte, was er damit anrichtete.) [...]
"Befehlsnotstand"? Das glaubt Ihr doch selber nicht! In allen Kriegen haben sich - das ist völlig unbestritten - die Leute förmlich darum gerissen, zur Luftwaffe zu kommen und dort Kampfflieger oder Bomber zu werden, vor allem im Ersten Weltkrieg, als es noch keine wirksame FlAK gab. (Dikigoros erinnert sich noch, wie man ihm beim Kreiswehrersatzamt verächtlich ins Gesicht sagte: "Wat, zur Luftwaffe wollnse? Sie sind doch Brillenträger, da könnse aber keen Pilot werden!")
- [...]
- Es läuft also alles darauf hinaus, daß man tunlichst denjenigen, der "ganz oben" sitzt, zur Rechenschaft ziehen sollte. Aber wann und wofür? Auf diese Frage wird heute meist die heuchlerische Antwort gegeben: "Denjenigen, der einen Krieg anfängt." Aber das ist Blödsinn, denn erstens gibt es keinen wirklichen Unterschied zwischen "Angriffs-" und "Verteidigungskriegen", und zweitens fängt nicht immer derjenige einen Krieg an, der den ersten Schuß abgibt. Nein, die ehrliche Antwort ist viel einfacher, nämlich: "Denjenigen, der einen Krieg verliert." Ihr findet das cynisch? Dann darf Euch Dikigoros mit der Aussage überraschen, daß auch er diese Ansicht teilt und sie überhaupt nicht cynisch findet. Er ist nämlich der Meinung, daß man Kriege nur führen darf - egal ob als "Angreifer" oder als "Verteidiger" -, wenn man sie auch gewinnen kann. "Krieg ist die Fortsetzung der Diplomatie mit anderen Mitteln" sagte mal ein preußischer Militär und Diplomat [...]
****Ausnahmeweise faßt Dikigoros das - wenig spektakuläre - Nachleben in einer Fußnote zusammen:
- 1957 wird in den Niederlanden ein Dokumentarfilm mit dem Titel "De Vliegende Hollander" gedreht; Fokker wird von Ton Kuyl gespielt.
- 1970 wird Fokker in die "International Air and Space Hall of Fame" aufgenommen.
- 1980 wird Fokker in die "National Aviation Hall of Fame" aufgenommen. Die Volksrepublik Nordkorea legt zu diesem Anlaß eine Briefmarke auf, die sie jedoch nicht in Verkehr bringt. (Sie ist offenbar nur für den Verkauf an
dumme Sammler im Valuta-Ausland gedacht :-)

- 1997 und 2014 (75. zum Todestag) verfaßt der Flame Marc Dierikx Fokker-Biografien, die auch ins Englische - nicht aber ins Deutsche - übersetzt werden.

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