US-Biermarke "BUD LIGHT" weiter im Fall

Bill Gates kauft sich mit Millionen bei Mutterkonzern ein

von Jack Phillips & Susan Berg (Epoch Times, 07. September 2023)

Bilder, Anmerkungen & ergänzende Links: Nikolas Dikigoros

Bill Gates hat in den vergangenen Tagen Aktien des Mutterkonzerns Anheuser-Busch im Wert von 95 Millionen US-Dollar gekauft, wie mehrere amerikanische Medien berichteten. Was ist der Grund?

Seit Monaten befindet sich der angeschlagene Konzern Anheuser-Busch der angeschlagenen amerikanischen Biermarke Bud Light in der Krise. Das Unternehmen hat seit März 15% an Wert verloren.

Das Ganze begann, als der Konzern die Traditionsbiermarke Bud Light eine Werbepartnerschaft mit dem Trans-Influencer Dylan Mulvaney eingegangen war.

Und in Amerika, wo Bud Light zuvor seine Marktstellung als beliebtestes Bier gefestigt hatte, ging schnell ein Boykott gegen die bekannte Marke los. Der Musiker Kid Rock benutzte verärgert Bud-Light-Dosen für Schießübungen. Der Boykott verbreitete sich wie ein Lauffeuer, bis die Verkaufszahlen von Anheuser-Busch dramatisch absanken – seine führende Stellung im Biermarkt war binnen weniger Monate dahin.

Während sich viele Anleger von der Aktie fern hielten, schlug Bill Gates nun zu. Insgesamt kaufte der Multimilliardär 1,7 Millionen Aktienanteile im Wert von 95 Millionen US-Dollar. (Anm. Dikigoros: Gemeint ist wohl "zum Preis von". Wieviel die wert sind, wird sich noch zeigen :-)

Weshalb kaufte Gates die Anheuser-Aktien?

Gates hat sich bisher weder zu Bud Light, dem Boykott noch zu Anheuser-Busch geäußert. Auch der Bierriese hat bisher noch keine Stellungnahme abgegeben. Der Microsoft-Gründer ist nach eigenen Angaben zwar „kein großer Biertrinker“, dennoch erwarb er Anfang des Jahres bereits Aktien der Heineken Holding im Wert von etwa 1 Milliarde US-Dollar, wie Reuters berichtete. (Anm. Dikigoros: Ein Grund mehr, die Produkte von A.-B. und H.H. zu boykottieren!)

Die Morgan Stanley-Analystin Sarah Simon sieht neue Wachstumschancen für den Konzern bereits im kommenden Jahr. Die Aktivitäten des Konzerns in Schwellenländern würde die Verluste in den USA eindämmen, sagte Simon nach Angaben von „TipRanks“. Bud Light ist international aktiv und konnte den Skandal durch Preiserhöhungen, vor allem in den Schwellenländern, auffangen. (Anm. Dikigoros: Wie bitte? Das wäre das erste Mal, daß sich ein Absatzeinbruch durch Preiserhöhungen auffangen ließe* :-)

Was, wenn der rückläufige Trend so weitergeht?

Seit dem Boykott ist der Absatz von Bud Light wöchentlich gesunken. Die amerikanische Niederlassung von Anheuser-Busch bestätigte vor einigen Wochen, dass sie rund 300 Mitarbeiter entlassen werde. Bis zum 13. August sank der Umsatz von Bud Light im Vergleich zum Vorjahr um 28,1%. Auch der Absatz ging um 28% zurück, wie aus Daten von Evercore ISI und Circana hervorgeht. (Anm. Dikigoros: Soviel zu der Behauptung, der Absatzrückgang sei durch eine Preiserhöhung "aufgefangen" worden!)

„Die anhaltende Schwäche wirft die Frage auf, ob Anheuser-Busch InBev und/oder seine Vertriebshändler signifikante strukturelle Änderungen vornehmen müssen, um ihre Kostenbasis zu reduzieren, wenn sich die Trends in den nächsten Monaten nicht verbessern“, schrieb Robert Ottenstein, Analyst bei Evercore ISI laut „Stock News“.

Konservative Politiker unterstützen Boykott

Der Skandal veranlasste auch eine Reihe von konservativen Politikern, sich zu dem Fall zu äußern, darunter Donald Trump. Er warf dem Unternehmen vor, sich dem Druck der Linksradikalen zu beugen. „Es ist Zeit, die Linksradikalen mit ihren eigenen Waffen zu schlagen“, schrieb der Ex-Präsident auf seiner Social Media-Plattform Truth Social im Mai. „Geld spricht – Heuser-Busch hat das jetzt verstanden.“

Der Gouverneur von Florida, Ron DeSantis, forderte unterdessen den Pensionsfondsverwalter des Bundesstaats auf, rechtliche Schritte gegen Anheuser-Busch einzuleiten. Das Unternehmen habe versäumt, das „Problem zu beheben und seine Beziehung zu Millionen unzufriedenen amerikanischen Verbrauchern zu reparieren, was dem [State Board of Administration] und anderen Aktionären finanziell schaden wird“, so der Gouverneur. (Anm.: Dikigoros kennt sich zwar in florida'schem Recht nicht aus, aber er sähe dafür keine Rechtsgrundlage. De Santis hat jedoch etwas anderes, viel wichtigeres getan: Er hat dem woken LGBT-Konzern, zu dem die Disney Inc. unter jüdischem Management geworden ist, die Steuerfreiheit entzogen - eines Boykottaufrufs bedurfte es da gar nicht, denn niemand schickte seine Kinder mehr in die Neuverfilmung alter Kassenschlager wie "Cinderella", "Snow White" und "The Little Mermaid" mit dunkelhäutigen Transen in den Titelrollen; und den Kanal "Disney+" - den man besser "Disney-" genannt hätte -, auf dem jene Schundstreifen gezeigt wurden, wollte eh niemand abonnieren.)

Boykott war nur der Anfang

Der Boykott von Bud Light war der Auftakt einer massiven Protestwelle auch gegen andere Marken wie dem Einzelhandelsriesen Target wegen seiner pro-LGBT-Haltung. Im Mai nahm Target an Kinder gerichtete LGBT-Artikel aus den Regalen, nachdem es zu einem von den sozialen Medien unterstützten Boykott des Unternehmens gekommen war.

Einige Analysten sagten kürzlich, dass aufgrund der jüngsten Boykott-Erfolge mit Sicherheit weitere folgen werden. „In einem überparteilichen Umfeld ist es leicht, Emotionen zu entfachen“, sagte Maurice Schweitzer, Professor an der Wharton School of Business der University of Pennsylvania, Ende August gegenüber ABC News. „Die Menschen warten nur darauf, ihre Energie in eine bestimmte Richtung zu lenken“.


*Nachtrag zur Anmerkung: Knapp zweieinhalb Jahre nach Erscheinen dieses Artikels versuchte Anheuser-Busch tatsächlich, die Plörre auch den blöden Gerries anzudrehen - allerdings nicht in den blauen Dosen mit dem Konterfei der Transe D.M., sondern in den traditionellen rot-silbernen Dosen, die Dikigoros noch dunkel von seinem ersten USA-Aufenthalt in den 1970er Jahren zu erinnern glaubt. Allerdings erinnert er sich auch, daß die Dose damals im Supermarkt - so etwas gab es damals in Texas schon - einen Quarter, d.h. 25 Ct. kostete. Bei der Markteinführung in Germany sollte die 0,33-l-Dose dagegen schlappe 1.29 T€uros zzgl. Pfand kosten. (Wenn das geklappt hätte, wäre die Rechnung von A.-B. vielleicht aufgegangen, denn die Dummdeutschen sind ja bekanntlich große Biertrinker, wiewohl der Konsum in den letzten Jahren, wenn man den Statistiken glauben darf, etwas zurück gegangen sein soll - übrigens aus gutem Grund.) Wer beschreibt sein Erstaunen, als er nur wenige Wochen später den Prospekt einer hiesigen Supermarktkette durchblätterte und dort das neueste Bud-Sonderangebot sah: 41% (einundvierzig Prozent) Rabatt auf den Einführungspreis! Irgendwie scheint das Konzept mit der Preiserhöhung im Ausland zum Ausgleich von Umsatzeinbußen im Inland doch nicht ganz aufgegangen zu sein; und es würde ihn nicht wundern, wenn es das Zeug bald wieder zum 50 Jahre älteren Preis gäbe - auch diesseits des großen Teichs. Er selber hätte zwar nichts davon - er trinkt ja schon lange keinen Alkohol mehr -; aber er nimmt wohlwollend zur Kenntnis, daß der Boykott offenbar auch im alten Europa greift. Darauf erhebt er seine Teetasse - prosit!


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