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Kriegsangst treibt an, Öl immer teurer

Die anhaltenden Kriegsangst lässt den Kurs des Euro und den Ölpreis immer weiter steigen. Am Freitagmorgen notierte die europäische Gemeinschaftswährung bei 1,0378 US-Dollar. Die US-Währung war damit 0,9631 Euro wert. Der Ölpreis erreichte Londoner Handel den höchsten Stand seit dem 11. September 2001. Ein Barrel der Ölsorte Brent (159 Liter) kostet nun 30,95 Dollar.

Händler verwiesen erneut auf die sich zuspitzenden Krisen im Irak und in Nordkorea. Die Kriegsangst laste schwer auf der US-Währung und den Ölpreisen, hieß es. Börsianer sehen die Wahrscheinlichkeit eines Krieges gegen den Irak mittlerweile bei 100 Prozent.

Auf dem New Yorker Parkett gehen Spekulationen über einen Angriff der USA gegen den Irak kurz nach dem 27. Januar um. Dies ist der Stichtag für den Bericht der UNO-Waffeninspekteure an den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen. Israelische Geheimdienste halten einen US-Angriff Anfang Februar für wahrscheinlich

Auch die Wiederaufnahme des Atomprogramms durch Nordkorea und die Drohung des US-Verteidigungsministers Donald Rumsfeld bereitet Sorgen. Rumsfeld hatte zuvor erklärt, dass die USA durchaus fähig seien, gleichzeitig zwei Kriege zu führen und zu gewinnen.

Doch nicht nur die Kriegsangst treibt den Ölpreis derzeit in die Höhe. Auch der fortdauernde Generalstreik im Ölexportland Venezuela macht das Öl immer teurer. Der seit dem 2. Dezember andauernde Streik hat die dortige Produktion auf 200.000 Barrel pro Tag von mehr als drei Mio. im November sinken lassen. Vor einigen Tagen hatten OPEC-Mitglieder dafür plädiert, eventuell entstehende Versorgungslücken auszugleichen. Über die Frage, wann dieser Zeitpunkt erreicht ist, ist man sich indes innerhalb der OPEC nicht einig.

Ein Ende dieser Aufwärtsspirale ist nach Ansicht von Analysten noch nicht abzusehen. Angesichts des Streiks in Venezuela und der Kriegsgefahr im Irak sei noch Platz für einen Ölpreis von bis zu 35 Dollar pro Barrel, heißt es.

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