| Die Suhler Spedition Leypold hat
beim Amtsgericht Meiningen Insolvenzantrag gestellt. Ein Sprecher
des Gerichts best�tigte am Mittwoch einen entsprechenden Bericht
der Zeitung "Freies Wort". Zum vorl�ufigen
Insolvenzverwalter wurde die Erfurter Rechtsanwaltskanzlei Wutzke
und F�rster bestellt. Das Transportunternehmen mit mehreren
Einzelgesellschaften besch�ftigt rund 200 Mitarbeiter. Die Firma
bef�rdert europaweit Sammel- und Sonderg�ter, ist aber auch in den
Gesch�ftsbereichen Kurier- und Expressdienst t�tig.
Der Landesverband Th�ringen des Verkehrsgewerbes (LTV) sieht in
der Insolvenz ein weiteres Beispiel f�r die schlechte
Mittelstandspolitik der Bundesregierung. "Im vergangenen Jahr
haben sich 400 Transportunternehmen im Freistaat vom Markt
verabschiedet. 2002 wird diese Zahl bedeutend h�her sein",
sagte der LTV- Hauptgesch�ftsf�hrer Ulrich Hoffmann in Erfurt. Die
Bundesregierung lasse Speditionen im Vergleich mit Subventionen in
anderen europ�ischen L�ndern im Regen stehen. Der Chef der Leypold-Gruppe,
Ingo Leypold, hatte in einem Gespr�ch mit MDR 1 Radio Th�ringen
dagegen den Banken die Schuld an der Krise des Unternehmens gegeben.
Die Firma selbst sei gesund.
Der 127 Jahre alte Traditionsbetrieb hatte im Jahr 2000 f�r
Aufsehen gesorgt. Damals erlie� das Landesverwaltungsamt auf
Initiative der Industrie- und Handelskammer (IHK) S�dth�ringen ein
Ausbildungsverbot f�r zwei Firmen der Unternehmensgruppe. Die
Spedition & Logistik Leypold GmbH und die Logistik International
Leypold GmbH hatten gegen das Jugendarbeitsschutzgesetz und
Vorschriften des Berufsbildungsgesetzes versto�en. Dem Unternehmen
wurde damals zur Last gelegt, rund 15 Lehrlinge zu
ausbildungsfremden Arbeiten herangezogen zu haben und nicht f�r den
Besuch der Berufsschule freizustellen. Die Jugendlichen setzten ihre
Ausbildung in anderen Betrieben fort. Das Meininger
Verwaltungsgericht hatte diesen Beschluss best�tigt und einen
Widerspruch des Unternehmens gegen das Verbot zur�ckgewiesen.
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