Im Zeichen der Krise:
200.000 Insolvenzen in Europa
Im Jahr 2001 ist die Zahl der Insolvenzen in Westeuropa weiter
gestiegen. Nachdem sich die Insolvenzsituation zum Ende der
neunziger Jahre leicht entspannt hatte, ist nun im zweiten Jahr in
Folge ein Zugang bei den Pleiten zu verzeichnen. Insgesamt wurden
199.500 F�lle gez�hlt � gegen�ber dem Jahr 2000 eine Steigerung
um 5,9 Prozent (2000: 188.460 Insolvenzf�lle).
Der Zuwachs bei den Gesamtinsolvenzen ist in fast allen L�ndern
des europ�ischen Wirtschaftsraumes zu registrieren. Den h�chsten
Anstieg m�ssen die Niederlande mit einer Steigerungsrate von 49,1
Prozent hinnehmen. Steigende Insolvenzzahlen sind in folgenden L�nder
festzuhalten: D�nemark (34,2 Prozent), Irland (33,1 Prozent),
Luxemburg (26,0 Prozent), Deutschland (18,7
Prozent), Schweden (9,7 Prozent), Portugal (6,9 Prozent),
Griechenland (6,9 Prozent), Belgien (2,9 Prozent), Gro�britannien
(2,0 Prozent), Italien (1,3 Prozent) und Norwegen (0,5 Prozent).
Nur f�nf L�nder weisen im Vergleich
zum Jahr 2000 weniger Insolvenzen auf: Spanien
(minus 7,0 Prozent), Finnland (minus 3,7 Prozent),
Frankreich (minus 3,3 Prozent), Schweiz (minus 1,9 Prozent) und �sterreich
(minus 1,4 Prozent).
Durch den Anstieg bei den Insolvenzzahlen haben wieder mehr
Menschen in Europa ihren Arbeitsplatz verloren. W�hrend im Jahr
2000 insgesamt 1,1 Mio. Menschen im Zuge einer Insolvenz arbeitslos
wurden, waren es im abgelaufenen Jahr 1,4 Mio. Menschen, die durch
den Zusammenbruch eines Unternehmens ihren Job verloren haben.
Den gr��ten Anteil am Insolvenzgeschehen hat weiterhin der
Dienstleistungssektor � 37,8 Prozent aller Unternehmenspleiten
sind diesem Bereich zuzuordnen (2000: 46,5 Prozent). Deutlich mehr
Pleiten sind im Baugewerbe zu verzeichnen � gegen�ber dem
vorvergangenen Jahr stieg hier die Zahl der Insolvenzen um 6,2
Prozentpunkte auf aktuell 20,4 Prozent. W�hrend sich der
Insolvenzanteil des Handels kaum ver�ndert hat (28,0 Prozent), ist
die Zahl der Insolvenzen im Verarbeitenden Gewerbe um 2,7
Prozentpunkte auf 13,8 Prozent angewachsen.
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