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Über 10000 Betriebe von der Flut betroffen

70 000 Stellen gefährdet – Ökonomen fordern rasche Hilfe

BERLIN – Mehr als 10 000 Betriebe sind in Ostdeutschland nach Schätzungen der Industrie- und Handelskammern durch die Hochwasserkatastrophe gefährdet. Laut einer Umfrage sind allein in der Region Dresden 7000 Unternehmen betroffen. In der Mehrzahl handele es sich um Kleinbetriebe, aber auch große Handelshäuser steckten in Schwierigkeiten.

Ein Karstadt-Kaufhaus müsse mindestens vier Wochen schließen, da Keller und Erdgeschoss komplett überflutet worden seien, hieß es. In der Region Leipzig sind nach Angaben der dortigen IHK 1350 Unternehmen überflutet, in Halle-Dessau, Chemnitz und in der Prignitz meldeten sich jeweils rund 1000 Firmen in Not. Hinzu kommen nach ersten Hochrechnungen etwa 7000 betroffene Betriebe im Handwerk.

„Solidarität nutzen“
Nach Schätzungen des Zentralverbandes könnten bis zu 70 000 Arbeitsplätze gefährdet sein. Ökonomen forderten auf Grund der vorgelegten Zahlen rasche Hilfe für die Unternehmen. „Das Geld muss jetzt schnell fließen, solange das Gefühl der Solidarität noch da ist“, sagte der Chef des Instituts für Wirtschaftsforschung in Halle, Rüdiger Pohl.

Probleme gibt es auch noch immer mit der Verkehrsanbindung, vor allem bei der Bahn. Zwar wurde die Strecke von Halle über Dessau nach Berlin inzwischen wieder für den Zugverkehr freigegeben, die ICE-Linie München–Berlin endet jedoch bis auf weiteres in Leipzig.

 

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