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Hemmnis
für den Export, Spaniens Transporteuere protestieren gegen
die Mautgebühren in Deutschland und Frankreich
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Spanische Lastwagen an der Grenze zu
Frankreich: Neue Mautgebühren im
Nachbarland und in Deutschland würden
Exporte verteuern
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Deutschland führt am 1. September eine
Mautgebühr für Lastwagen auf den Autobahnen ein.
Frankreich hat angekündigt, eine zusätzliche Maut 2006 zu
erheben. In Spanien haben diese Vorhaben einen Sturm der
Entrüstung ausgelöst. Von den Transportunternehmern über
die Gewerkschaften bis zu Wirtschaftsminister Rodrigo Rato
sind sich alle einig: Die Maut-Pläne behindern den freien
Warenverkehr und verzerren den Wettbewerb. Spaniens Exporte
gelangen fast nur über den Fernstraßenweg nach Nord- und
Osteuropa.
Nach Zahlen aus dem
Wirtschaftsministerium betreffen die Gebühren 60 Prozent
der 1,6 Millionen jährlichen Lastwagenfahrten ins Ausland.
10,5 Millionen Tonnen an Exportwaren würden teurer. Der
Spediteursverband CETM schätzt, dass allein die Pläne
Frankreichs die Transportkosten um 20 Prozent erhöhen und
den Sektor gut 220 Millionen Euro pro Jahr kosten werden.
Der Verband der freischaffenden
Spediteure Fenadismer fügt hinzu, dass die deutsche Maut
vergleichbar zu Buche schlage. So werde sich ein Kilo
Bananen etwa um 14 Cent verteuern, ohne dass die Erhöhung
an die Kunden weitergegeben werden könne.
Vor diesem Hintergrund kündigte das
Kabinett Initiativen auf allen Ebenen an. Rato selbst will
beim EU-Ministertreffen am 5. Juni Einspruch einlegen. Die
spanischen EU-Abgeordneten werden sich bei der nächsten
Sitzung der Transportkommission am 11. Juni über die Maut-Pläne
beschweren.
Zudem schaltete sich EU-Kommissarin
Loyola de Palacio ein. Wie sie betonte, müsse die
Kommission die Pläne bewilligen. Man werde keinesfalls
dulden, dass Frankreich auf seinen gebührenpflichtigen
Autobahnen eine neue zweite Abgabe kassiert. Gegen die
deutschen Pläne gab es keine Einwände. Die Bundesrepublik,
so die Kommissarin, beschränke sich auf eine einzige
Mautgebühr.
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