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Kreditvergabe: Mehr Sicherheit, weniger Risiko

Banken sind zur�ckhaltend bei Kreditvergabe

Zusammen mit 16 Fach- und Regionalverb�nden der Wirtschaft hat die Kreditanstalt f�r Wiederaufbau (KfW) eine breitfl�chige Befragung von Unternehmen aller Gr��enklassen, Branchen, Rechtsformen und Regionen zu ihrer Bankverbindung, ihren Kreditbedingungen und ihren Finanzierungsgewohnheiten vorgenommen.

 

Ziel ist, N�heres zu diesen Problemkreisen und zu aktuellen Entwicklungen festzustellen, vor allem aber herauszufinden, in welchem Ma�e die strukturellen �nderungen auf den Finanzm�rkten zu einem Wandel der Unternehmensfinanzierung gef�hrt haben.

Die zehn wichtigsten Ergebnisse der Untersuchung lauten:

1. Die Finanzierungsbedingungen haben sich f�r viele Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr noch einmal deutlich verschlechtert: F�r 45 Prozent (Vorjahr 32 Prozent) der befragten Unternehmen ist die Kreditaufnahme schwieriger geworden. Rund ein Drittel von ihnen hat Probleme, �berhaupt noch einen Kredit zu erhalten. Immerhin einem Achtel der Unternehmen ist in den letzten drei Jahren die Bankverbindung gek�ndigt oder eine K�ndigung angedroht worden.

2. Die Banken sind risikobewusster als fr�her. Sie dringen verst�rkt auf Transparenz, sowohl in Bezug auf das Unternehmen insgesamt als auch auf das Vorhaben, das kreditfinanziert werden soll, und sie verlangen mehr Sicherheiten � vor allem von kleineren Unternehmen.

3. Bei den kurzfristigen Betriebsmittel- und Umsatzfinanzierungen deutet sich zaghaft eine gewisse Entspannung an: Der Anteil der Unternehmen, die eine Verl�ngerung ihrer Kreditlinie erhalten haben, ist gr��er als der Anteil derer, die eine K�rzung hinnehmen mussten, und er w�chst.

4. Auch bei der Investitionsfinanzierung zeigt sich der Wandel an den Finanzm�rkten und das gestiegene Risikobewusstsein der Banken: Fast einem F�nftel der Unternehmen wurde der gew�nschte Investitionskredit verweigert. Erstmals f�hrt eine zu niedrige Eigenkapitalquote die Liste der Ablehnungsgr�nde an.

5. Etwa ein Viertel der befragten Unternehmen haben im vergangenen Jahr F�rdermittel beantragt. Wichtigste Quelle waren KfW/DtA-F�rderkredite, daneben B�rgschaften und Zulagen/ Zusch�sse.

6. Die Kreditinstitute informieren gut �ber F�rderm�glichkeiten; sie sind f�r viele Unternehmen die Hauptinformationsquelle. Kleinere und ostdeutsche Unternehmen beschaffen sich Informationen �ber F�rderm�glichkeiten aber eher bei Beratern und F�rderbanken.

7. Die Unternehmen sind �ber die Kriterien f�r die Bonit�tseinstufung durch ihre Bank heute deutlich besser informiert als noch vor einem Jahr. Fast drei F�nftel aller Unternehmen sind die Kriterien bekannt (Vorjahr 51 Prozent). Die Mehrheit der Unternehmen (60 Prozent) ist mit ihrer Bonit�tseinstufung zufrieden.

8. Nach wie vor ist die Innenfinanzierung mit Abstand die bedeutendste Finanzierungsquelle. Auch kurz- und langfristige Bankkredite sind weiterhin besonders wichtig. Daneben werden aber auch Leasing und Beteiligungsfinanzierung an Bedeutung gewinnen. Ein direkter Gang an den Kapitalmarkt kommt bisher nur f�r wenige Unternehmen in Frage.

9. Mehr als die H�lfte der Unternehmen strebt eine Erh�hung der Eigenkapitalquote an. Als Mittel dazu steht an vorderster Stelle die st�rkere Einbehaltung von Gewinnen; nicht wenige Unternehmen wollen auch Beteiligungskapital aufnehmen, aber m�glichst ohne die unternehmerische Leitung zu teilen und ohne dass ihre Eigentumsanteile an Dritte weiterverkauft werden.

10. In den f�nf Jahren vor der Befragung hat in 20 Prozent der Unternehmen bereits eine Nachfolge stattgefunden. Aber die Nachfolgewelle strebt ihrem H�hepunkt erst noch zu: In den n�chsten f�nf Jahren bed�rfen 30 Prozent der Unternehmen einer Nachfolgel�sung. Mit der �bernahme eines Unternehmens sind vor allem steuerliche, Liquidit�ts- und Finanzierungs- sowie auch rechtliche Probleme verbunden. F�r die kommenden Jahre wird mit gr��eren Problemen gerechnet als in der Vergangenheit.

Alternativen zum Bankkredit pr�fen

Die diesj�hrige Befragung zeigt deutlich, dass der Wandel auf den Finanzm�rkten in vollem Gange ist und immer mehr Unternehmen Probleme haben, ben�tigte Finanzierungen zu erhalten. Dies erfordert von allen Akteuren Anpassungen, und diese sind in vollem Gange. Die Unternehmen m�ssen Alternativen zum Bankkredit (Leasing, Factoring, Anleihen) vorurteilsfrei pr�fen und vor allem ihr Eigenkapital st�rken.

Viele m�ssen die Unternehmenssteuerung professionalisieren und den Banken gegen�ber mehr Offenheit zeigen. Vor allem m�ssen sie das Rating als Chance verstehen, um Schwachstellen zu identifizieren und abzustellen. Dies stellt auch die Kreditinstitute vor neue Herausforderungen: Sie ben�tigen Rating-Kompetenz und m�ssen diese den Unternehmen im Sinne eines Unternehmensberaters zur Verf�gung stellen.

Gerade wenn die Finanzierungsbedingungen schwieriger werden, sind auch die F�rderinstitutionen verst�rkt gefragt. Die klassischen F�rderinstrumente m�ssen auf den Pr�fstand und zukunftsf�hig weiterentwickelt werden. Daneben gilt es, die Rahmenbedingungen f�r die Mittelstandsfinanzierung durch den Einsatz innovativer Finanzierungsinstrumente zu verbessern und dem Mittelstand neue Finanzierungsalternativen zu erschlie�en.

Die KfW hat fr�hzeitig auf diese Herausforderungen reagiert. Durch Globaldarlehen und Verbriefungen wird die Kreditvergabebereitschaft von Banken und Sparkassen erh�ht, und im Rahmen der Mittelstandsbank wird das F�rderangebot konsequent dem sich wandelnden Finanzierungsbedarf der Unternehmen angepasst. ( Quelle DVZ)

 

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