Aktuell  
         Kreuzberger BürgerInnen sagen NEIN zum Vereinnahmungsprojekt
   

> Kreuzberger Bürger gegen Befriedungs- und Vereinnahmungsprojekt des Personenbündnis
Die erste Veranstaltungs-Kostprobe des Personenbündnis "Für einen alternativen 1. Mai" fand am 11.03. um 19:30 in den Räumen des "Familiengarten" / Oranienstraße 34 in Kreuzberg statt. Massenhaft eingeladen hatte das sog. "Bürgerforum 1. Mai" über Flyer in Briefkästen etc. zu einer Diskussion über ihr Konzept des "Alternativen 1. Mai". Die Massen blieben aus, und alle die dennoch dort waren, übten massive Kritik an dem Vorgehen des Personenbündnis (Personenbündnis = Profs, SPD, Grüne, OSI-Studigruppe, Attac und AAB).
Die Seminargruppe des Professer Grottian vom OSI-FU mußte harsche Kritik über sich ergehen lassen, auch der Sprecher des Bündnis - Sascha Kimpel von Attac -, konnte dem Unmut der anwesenden KreuzbergerInnen nichts stichhaltiges entgegensetzen. Zahlreiche VertreterInnen Kreuzberger Initiativen kritisierten dann auch das Projekt als "von oben herab" "arrogant" und "von außen" oktroyiertes Befriedungsprojekt. Den StudentInnen des OSIs wurde auf den Weg mitgegeben, sich doch mal vor Ort mit der Bevölkerung zu unterhalten, sich in den konkreten Initiativen zu erkunden, und sich nicht durch "Bevölkerungsumfragen" und arrogante Behandlung der KreuzbergerInnen als "Zooinsassen" blauäugig in das Befriedungsprojekt einbinden zu lassen. Heiterkeit im Publikum löste aus, daß es für die Mitarbeit der OSI-StudentInnen gar noch Scheine geben soll.

(  >> LINK ZUR SEMINARBESCHREIBUNG:
"Zivilgesellschaftliche Problemlösungsstrategien für den 1. Mai 2002 in Berlin-Kreuzberg - ein wissenschaftliches und politischess Interventionsprojekt " Prof Dr. Grottian)

Auf massiven Nachfragen hin mußte der Sprecher des Personenbündnisses zugeben, daß es keine einzigen haltbaren Zusagen seitens Körtings für ein bullenfreies Kreuzberg gibt, den Anschuldigungen, daß die Anmeldungen des gesamten Arreals in Kreuzberg andere angemeldete Demos verhindern, wie die verbotene 13 Uhr Demo u.a. geplante Aktivitäten, wurde ausgewichen, auch der Vorwurf, daß das Personenbündnis lediglich eine "Alternative ZUM Demoverbot" darstellen soll, wie die verschiedenen Sprecher des P-Bündnisses erklärten, konnte nicht entkräftet werden. Dem Vorwurf, daß Ziel des Bündnisses Kreuzberg "demonstrationsfrei" zu halten wurde nicht stichhaltig entgegengetreten.
Obwohl bereits im Internet Kopien interner Pläne des Personenbündnis für die Veranstaltungen am 1. Mai in Kreuzberg existieren, wissen die VertreterInnen angeblich nichts davon, daß Innensenator Körting, Strieder (SPD - zuständig für "Stadtentwicklung" und "Quartiersmanagement"), Gewerkschaft der Polizei und ähnliche obskure StaatsvertreterInnen ERNSTHAFT VOM PERSONENBÜNDNIS ANGEFRAGT worden sind, am 1. Mai in Kreuzberg ihre Reden zu halten...
Ob das Polizeiorchester auch spielen soll, haben wir noch nicht erfahren...







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