Zum Zensurangriff auf www.dunklekunst.de
(23.3.05 / 16.3.05) Am 16.3. wurde die Wohnung des Betreibers der Webseite "Dunkle Kunst",
Stefan Voigt, durchsucht und Computer und anderes beschlagnahmt. Der Vorwurf:
"Jugendgefährdende" Inhalte und "Gewaltpornografie". Der Betreiber hatte die
kritischen Inhalte mit einem Persocheck gegen Zugriffe von Minderjährigen
geschützt, was den Behörden aber nicht genug war.
Meine Stellungnahme hierzu:
Eine Gefährdung von Kindern und Jugendlichen durch Horrortexte, -filme oder
Computerspiele ist bisher nirgendwo bewiesen worden. Wenn es überhaupt eines
"Jugendschutzes" im Medienbereich bedarf, muss der auf Nutzerseite (z.B. durch Eltern)
statt finden und darf nicht Erwachsene behindern. Die Behinderung von Erwachsenen ist
aber offenbar Absicht, um eine allgemeine Zensur zu bewirken, denn gerade Hobbyschreiber
können sich aufwändige Schutzsysteme nicht leisten, und viele potenzielle Leser
wollen nicht erst mal Geld bezahlen (mit oft unsicheren Methoden im zwielichtigen Milieu der
Pornobranche), sich Zusatzhardware kaufen oder ihren Namen im Zusammenhang mit
"jugendgefährdenden" Inhalten preis geben. In einem freien Staat muss jeder machen
können, was er will, so lange er niemanden verletzt oder ihm sonstwie schadet. Eine
gesetzliche Festlegung auf irgend welche spießbürgerlichen Normen oder
Sexualmoral-Vorstellungen darf es nicht geben!
Ein Verbrechen findet entweder real oder gar nicht statt, und somit dürfen Darstellungen
von Gewalt und Verbrechen in Filmen, Geschichten, Computerspielen usw. auch nicht
Gegenstand von Strafverfolgung sein, außer, sie sind echt passiert!
Ich meine, Hobbyautoren, Film-, Musik- und Spielefans müssen sich gegen diese
faschistoiden Zensurattacken wehren! Demos, politische Veranstaltungen sprengen (mit
Worten, Pfiffen, Plakaten usw.... ;-), Zensoren und Zensurhetzer an ihren Wohnorten aufsuchen.
Wenn dabei auch mal kleine Sachschäden entstehen... - nicht o.k., aber andererseits
fügen uns die Zensoren ja auch Schaden zu und greifen unsere Grund- und
Freiheitsrechte an. Behörden wie die BPjM oder "jugendschutz.net", die den
"Jugendschutz" als Zensurvorwand missbrauchen, oder Staatsanwaltschaften, die rein fiktive
Horrormedien verfolgen, müssen endlich aus Deutschland verschwinden! Wer die
Sachen nicht sehen will, braucht sie nicht zu sehen, aber Zensur und Verbote sind faschistoid!
Stefan Voigt von Dunkle Kunst gebühren Respekt und Hilfe angesichts der
Unterdrückungsmaßnahme! Und wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht!