Am Leichenstrand
Sonne, Palmen, Verwesungsgeruch
ich weiß nicht, wie kam ich hier her?
Im warmen Sande hier liege ich
und neben mir rauschet das Meer.
Meine Genossen sind tote Leiber
ganz aufgebläht und verfärbt.
Süßlich geschwängert ist die Luft
Am Kopf eine Wunde schmerzt.
In der Ferne steigt Rauch in die Luft
Feuerschein flackert hinauf
Ich stehe auf, mache mich auf den Weg
über die Toten ich lauf.
Nur wenige Menschen treffe ich an,
Flammen aus Haufen von Holz.
Sie verbrennen die Toten in Massen
Keine Reste von Stolz.
Und da treffe ich weiße M�nner
Sie nehmen mich an die Hand
und sie setzen mich in ein Flugzeug
schicken mich in ein fernes Land.
Sie sagen, dies sei meine Heimat
doch die Kälte und das Nass
sind nicht das, was mir tut gefallen
sondern Sand und auch grünes Gras.
Durch die grauen Städte ich wandle,
gehöre ich denn hier her?
Ich will heim zum Leichenstrande,
zu den Toten und zum Meer!
In dem Einkaufszentrum plötzlich,
packt mich dann der Wahn:
Ich raste aus, schlage um mich
mit der Kraft von einhundert Mann.
In der Bauabteilung ein Hammer
ich schlag auf die Menschen ein
Es bersten Schädel, es spritzt das Blut
Bald Leichen, wie einst daheim!
Auf dem Stapel die Sandsäcke liegen
ich schütte den Inhalt aus
Gedärme aus Leichen, das Blut färbt ihn rot
Ich fühle mich wieder zu Haus.
Ich lege mich zwischen die Toten
hinein in den weichen Sand.
Security, Bullen sind mir jetzt egal,
ich bin wieder daheim, am Leichenstrand!
Erik Hart