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„Ähm... Schuldig?“ Ken sah sich immer wieder nervös um. „Ich will ja nichts gesagt haben, aber hältst du das wirklich für eine gute Idee?“
Auch Crawford mischte sich jetzt ein. Seine Stimme klang allerdings wesentlich ruhiger als Kens. „Dir ist schon klar, dass wir mit diesem Wagen keine Chance haben...“
„Also, ich bin ja eher erstaunt, dass sie uns nicht schon vor ner Viertelstunde eingeholt haben.“, meinte Yohji ohne einen Hauch von Sarkasmus.
„Danke, Yohji. Wenigstens einer, der hier mal meine Qualitäten als Fahrer anerkennt. Gewisse andere Leute sind ja nur am Nörgeln.“, sagte Schuldig mit einem Blick auf seinen Beifahrer, Aya, der finster vor sich her und, nach diesem Satz, finster zu Schuldig blickte. „Ich habe nie gesagt, dass du schlecht fährst, sondern nur, dass du anhalten solltest, wenn dich ein Streifenwagen verfolgt.“
„Wo bleibt denn da der Spaß?“
Ein allgemeines Aufstöhnen ging durch die Truppe, aus dem vereinzelte Sätze herauszuhören waren wie „Warum haben wir ihn nicht in der Wüste gelassen?“ und „Aya, du hast ein zu weiches Herz.“
Diese Behauptung konnte Aya natürlich schwerlich auf sich sitzen lassen. „Was denn? Ihr wolltet doch, dass ich umdrehe." Erst ihn nerven und sich dann beschweren...
„Lass mal, Schatz. Zu mir sind sie auch immer so fies.“
„Klappe! Guck auf die Straße!“
„Ich möchte ja wirklich nur ungern euer kleines Gespräch unterbrechen, aber es sind gerade noch vier davon aufgetaucht.“, wurden sie von einem gelangweilt klingenden Farf unterbrochen.
„Ja. Und ich hab da so eine Ahnung, dass vor uns auch noch welche sind. Blickkontakt in fünf, vier, drei, zwei, eins. Na bitte, was hab ich gesagt?“
Schuldig schnaubte nur genervt. „Kunststück! Yohji, klatsch doch mal für Braddy!“
Genannter Braddy zuckte nur mit den Schultern, dann allerdings zusammen. „Oh nein, Schuldig du fährst hier nicht von der Straße ab! Schuldig!“ Aber in dem Moment war es schon zu spät und das „Lovemobil“ ratterte durch das Tabakfeld abseits des Wegs.
„Für die Zukunft dieser kleinen Verfolgungsjagd seh ich schwarz.“
„Ach, Aya, bist du jetzt auch Orakel?“, frotzelte Schuldig, während er versuchte, das Fahrzeug wenigstens halbwegs auf dem unebenen Untergrund zu lenken und es ihm um all den schönen Tabak leid tat.
„Das ist keine übernatürliche Fähigkeit, sondern gesunder Menschenverstand und jetzt verabschiede dich von deinen Bonny-und-Clyde-Träumen und halt an!“
Und tatsächlich, der Hippiebus rollte langsam aus, vorbei an seltsamen Pflanzen, die zwar mitten im Tabakfeld standen, aber nicht ganz wie Tabak, sondern eher verdächtig aussahen. Ah, natürlich! Sie waren sicher auch der Grund, warum Schuldig überhaupt langsamer geworden war.
„Aya, ziehn wir hierher? So ein Feld will ich auch haben.“
Aya warf ihm von der Seite einen seltsamen Blick zu. „Nicht dein Ernst, oder?“
„Ähm... Nein?“
„Gut.“ Ayas Stimme hatte den anfangs unterschwellig bedrohlichen Klang wieder verloren.
In Wirklichkeit waren die Pflanzen aber nicht der Grund, weshalb Schuldig angehalten hatte. Selbst er konnte bei rasender Fahrt und einer Sichtweite von der Länge der Motorhaube keine illegalen Pflanzen erspähen. Der wahre Grund für den Stop zeigte sich, als Rauchschwaden am Fenster vorbeizogen, die ganz sicher nicht von dem Nichttabak herrührten, sondern von einem Motorschaden.
„Schu, du hast das Auto getötet.“
„Danke, Nagi, das hätt ich allein nie bemerkt!“
„Tja, soviel zum Thema gute, deutsche Wertarbeit.“
„Hey, der Wagen hatte mindestens ein halbes Jahrhundert auf dem Buckel.“
„Wir meinten ja auch dich.“
„Toller Witz.“
„Na ja, was soll man machen?“ Ken sah sich im Fond um. „Also, wer hatte noch mal gewettet, dass Schu die Karre schrottet, wenn wir ihn fahren lassen?“
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„Also, fassen wir noch mal zusammen: Zu schnelles Fahren...“, begann Brad ihre Anklagepunkte aufzuzählen.
„Mensch, Schuldig, du Idiot, warum hast du nicht einfach angehalten. Den Strafzettel hätten wir doch aus der Portokasse bezahlt.“
„Flucht vor der Polizei...“
Wieder ein kollektives Stöhnen.
„Alkohol im Fahrgastraum...“
„Schuldigs Bierexperiment...“
„Genau.“
„Was war noch?“
„Das Überqueren der Bundesstaatsgrenze mit Minderjährigen...“
„Wie, das ist strafbar?“
„Ja, ja.“ Brad klang fast fröhlich. „Das wird aber fallengelassen, sobald wir die Vormundschaft nachweisen können.“
„Okay, wer hat erzählt, dass wir nicht aus Indiana kommen?“
„Das sind vielleicht Polizisten, aber die sind doch nicht dämlich. Außerdem hat der VW ein Kansas-Nummernschild.“
„Diverse Sicherheitsmängel am Fahrzeug...“
Schuldig setzte zu empörtem Widerspruch an. „Das ist jetzt aber echt nur Schikane. Hast du dir mal die Streifenwagen angeguckt?“
„Ach ja, richtig. Beschädigung von Staatseigentum. Falls es dir nicht aufgefallen ist, die sahen vor ihrer Fahrt durch die Wildnis auch besser aus. Beamtenbeleidigung...“
„Danke, Schu!“
„Tätlicher Angriff...“
„Danke, Farf!“
„Sexuelle Belästigung..“
„Wir hätten ihn aussetzen sollen...“
„Hallo? Wer hat denn da wen belästigt?“
„Sagt mal, könnt ihr mal die Klappe halten, andere Leute wollen ihre Ruhe haben!“, kam es aus der Ausnüchterungszelle nebenan.
„Kennt den einer?“
Schuldig grinste. „Nö, aber der hat grad den schlimmsten Kater seines Lebens.“
„Du sollst deine schlechte Laune nicht immer an anderen auslassen!“ Ein Knurren von Aya ließ sowohl Schuldigs Grinsen als auch die Kopfschmerzen des Typen aus der Zelle nebenan verschwinden. „Irgendwas wegen der Waffen?“
„Nein, dazu haben sie nichts gesagt.“
Aya schüttelte nur ungläubig den Kopf. „Die spinnen doch alle.“
In dem Moment ging die Tür auf und ein Polizist kam herein. „Guten Tag. Ich bin Sergeant Peterson. Ich werde Ihnen jetzt einzeln ein paar Fragen stellen. Wenn Sie dann bitte mitkommen würden...“ etwas unsicher sah Peterson vom einen zum anderen.
Für den Polizisten stand da eine Ansammlung eigenartiger, zum Teil recht grusliger Gestalten. Gut, einige sahen auch ganz harmlos aus. Hauptsächlich die Japaner, bis auf den Kleinsten, der war irgendwie unheimlich... Und der mit den roten Haaren, dieser Blick!
Nun ja, nicht zuletzt, weil er wohl Verständigungsschwierigkeiten fürchtete, fiel seine Wahl erst mal auf Crawford.
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Nach den Befragungen war der Polizist erst mal völlig am Ende mit den Nerven. Den arroganten Typen mit Brille zuerst zu befragen, war schon mal keine gute Idee gewesen. Es stellte sich heraus, dass er der Fahrzeughalter war und angeblich auch der Vormund des kleinen, grusligen Japaners. Er redete eine halbe Stunde sehr höflich und ziemlich bedrohlich auf den armen Mann ein, sagte aber hauptsächlich, dass er eine ganze Reihe sehr guter, sehr teurer Anwälte hätte. Er behauptete, sie wären auf Geschäftsreise. Diese Behauptung hätte Peterson gleich komisch vorkommen müssen, bei dem Hippiebus, aber es fiel ihm erst später auf, als die anderen sieben auch sieben mehr oder weniger unterschiedliche Versionen zur Vorgeschichte lieferten.
Nach dem Amerikaner kam erst mal der kleine, blonde Japaner, der freundlich, aber in für Peterson völlig unverständlichem Englisch von ihrer bisherigen Reise erzählte. Oder auch von der Beerdigung seiner Großmutter, das konnte Peterson nicht sagen.
Durch den Misserfolg nahezu verzweifelt wurde dieser danach mutiger und interviewte den Weißhaarigen mit den Narben. Mit einem für Peterson verständlicheren irischen Akzent, erzählte dieser auch das eine oder andere, griff ihn dann aber mit einem Messer an, das er Gott-weiß-woher hatte.
Dann kam erst mal der Fahrer des Wagens dran. Peterson war zu diesem Zeitpunkt etwas eingeschüchtert, aber noch nicht völlig entmutigt. Der Orangehaarige erzählte ausschweifend von ihrer Tournee durch die Vereinigten Staaten und dass sie eine in Japan berühmte Band wären. Außerdem erwähnte er hin und wieder sein „Kätzchen“, aber Peterson konnte beim besten Willen nicht herausbekommen, wen oder was er damit meinte. Er beschwerte sich auch ausgiebig über die Unterhaltung, das Essen, die Unterbringung und den Service im allgemeinen und zählte dabei amüsiert die Löffel Zucker, die sich Peterson in den Kaffee schüttete, was dieser aber erst bei Nummer siebzehn merkte. Irgendwie konnte er sich des Gefühls nicht erwehren, dass der junge Mann, der ihm da gegenübersaß, etwas damit zu tun hatte.
Auch das Englisch der restlichen Japaner konnte er nicht so besonders gut verstehen, aber er glaubte herausgehört zu haben, dass ihm einer was von Urlaub und der andere was von Studienreise erzählte. Und von Fußball, aber da musste er etwas falsch verstanden haben.
Der Rothaarige und der kleine Gruslige waren etwas besser zu verstehen, aber sie beunruhigten seine nun schon angeschlagenen Nerven (Der Orangehaarige hatte ein Riesentheater gemacht, als er den einen von ihnen mitgenommen hatte.) so sehr, dass er sich nicht allzu lang mit ihnen unterhielt. Vor allem, da der Rothaarige ihm zwar all seine Fragen höflich beantwortete, aber mit einem Blick, als würde er ihn gleich umbringen.
Alles in allem machten sie auf Peterson einen sehr verdächtigen Eindruck, der noch verstärkt wurde, als er bemerkte, dass sie sich untereinander mit anderen Namen ansprachen, als denen, die in ihren Pässen und Ausweisen standen.
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Als Peterson den letzen von ihnen wieder in die Zelle brachte stand Crawford auf und sah Schuldig auffordernd an. „Können wir dann jetzt gehen?“
„Vergesst es! Mit dem Telepathen kann man’s ja machen. Erst bin ich an allem schuld...“
„Du bist ja auch schuld.“
„Darum geht’s doch gar nicht!“, zischte Schuldig zurück. „...Erst bin ich an allem schuld und dann soll ich euch hier raushauen. Immer auf die Telepathen.“
Peterson war etwas verdutzt in der Tür stehen geblieben und versuchte herauszubekommen, worüber die jetzt schon wieder stritten, kam aber nicht ganz mit, was unter anderem daran liegen konnte, dass er kein Japanisch verstand.
„Aya, nun sag doch auch mal was. Es ist dein Spinner!“
Besagter Spinnerbesitzer sah nur kurz auf. Er hatte sich an eine Wand gelehnt und schien mit dem ganzen Theater überhaupt nichts zu tun zu haben. „Was soll ich da machen? Auf mich hört er ja auch nicht.“
„Kannst du ihm nicht irgendwie drohen? Oder guck ihn doch wenigstens mal böse an.“
„Könntet ihr vielleicht aufhören, über mich zu reden, als wenn ich nicht da wäre?“
Aya seufzte und richtete das Wort an Schuldig, der aber schon wieder damit beschäftigt war, Peterson beim in der Nase bohren zu beobachten, was dieser vermutlich nicht ganz aus eigenem Antrieb tat. „Schu, hast du jetzt genug gespielt? Können wir gehen?“
„Aber wenn wir jetzt gehen, verpassen wir das Beste. Er hat doch meine Vorstrafenakte noch gar nicht zu Gesicht bekommen!“
Aya zog eine Augenbraue hoch. „Ja, ja, und er sollte auch unbedingt noch erfahren, dass wir auf dem Flug nach Topeka waren, weil wir ja so noch nicht verdächtig genug sind, nicht wahr?“
„Genau! Wenigstens einer, der mich versteht.“
Der Schuldigversteher überlegte einen Augenblick lang, ob dieser Zustand vielleicht bedenklich wäre, wurde für diesen Gedankengang aber nur böse angeguckt.
„Also was jetzt? Hilfst du uns jetzt raus oder nicht?“ Auf so eine billige Entscheidungsfrage antwortete ein Schuldig nun schon gar nicht, sondern ignorierte sie und beobachtete fasziniert, wie Peterson sich kleine Zöpfchen in die schütteren Haare flocht und dabei „Hänschen Klein“ sang.
„Aya, guck dir das an!“, flüsterte er ehrfürchtig. „Ich hab noch nie einen Menschen gefunden, der sich so leicht beeinflussen lässt.“
„Überwältigend.“ Es dämmerte ihm langsam, dass Schuldig nicht eher gehen würde, bis er sich langweilte und dieser Zustand wahrscheinlich erst erreicht wäre, wenn das halbe Polizeirevier in Trümmern lag oder die Belegschaft reif für die Klapse war, je nach dem, wer schneller war. Schuldig oder die anderen, die schon Nagi und Farf für ihren Ausbruch anheuerten.
Also musste er sich wohl oder übel zu Manipulationen herablassen. /Ja, Schu, spiel ruhig weiter mit dem Polizisten. Wir haben ja jetzt, wo die Zielperson tot ist, mehr als genug Zeit und wenn du die lieber hier verbringen möchtest, als mit mir... woanders.../
Sie waren dann, samt zuvor konfiszierten Gepäck, erstaunlich schnell wieder aus dem Polizeigebäude verschwunden.
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„Wie sollen wir jetzt an ein neues Auto kommen?“
Schweigen.
„Dieses Kaff hier ist so klein, die haben wahrscheinlich nicht mal ne Autovermietung. Also... Irgendjemand ne Idee?“
„Eins klauen?“
„Super, Schuldig. Dann mach mal, wenn du das so gut kannst!“
Angesprochener zuckte nur kurz mit den Schultern, erhob sich von seinem Platz und verließ die Imbissbude, in die sie sich zwecks Planung der weiteren Schritte zurückgezogen hatten. Die anderen sahen ihm staunend hinterher, als die große gläserne Tür hinter ihm zuschwang.
„Der macht das doch jetzt nicht echt, oder?“
„Und warum nicht? Ist doch okay.“
„Wie tief sind wir nur gesunken, dass wir Autos klauen müssen.“
„Och nicht traurig sein! Ist ja gut, Brad...“
„Glaubt ihr, wir können ihn allein losziehen lassen?“, fragte Omi besorgt.
Alle sahen Aya an, der sich bis jetzt nicht an der Diskussion beteiligt hatte. Der brummte nur unverständlich vor sich hin. „Was seht ihr mich da an?“
Allgemeines Schweigen. Aya seufzte resigniert.
„Ist ja schon gut. Ich geh und pass auf, dass er keine Dummheiten macht.“ Und schon hatte auch er den Laden verlassen. Er hatte sowieso nicht vor, Fastfood zu essen, konnte sich einfach nicht dazu überwinden, dieses unförmige, farblose, geschmacksneutrale.. Etwas, das da auf so überaus kulturfreie Weise serviert und konsumiert wurde, als Nahrungsmittel anzuerkennen.
Ob er Schuldig nun vom geplanten Autodiebstahl abhalten sollte oder nicht, war ihm auch nicht so richtig klar. Eigentlich hielt er es ja für eine ganz vernünftige Idee... Immerhin wollte er ja irgendwann mal wieder weg hier. Je früher, desto besser.
Er hatte echt genug von den Staaten. Nicht, dass das zu Beginn der Reise anders gewesen wäre, aber jetzt hatte er Gewissheit darüber erlangt, dass er diesen Ort verabscheute und er hätte wirklich sehr gut darauf verzichten können.
Schuldig hatte natürlich mitbekommen, dass Aya ihm gefolgt war und wartete nun an der nächsten Ecke. ~Nun beschwer dich doch nicht immer nur. Du hast doch erst einen ganz kleinen Teil dieses großartigen Landes der Freiheit, des Patriotismus und des unbeschränkten Rechtes auf die Dummheit des Einzelnen kennen gelernt.~, meinte Schuldig mit einem nun wirklich nur hauchdünnen Anflug von Sarkasmus.
/Also ich denke, wir haben jetzt alles durch. Die Metropolen, die Vororte und die Kleinstädte. Alles gleich furchtbar. Es reicht./
~Wieso? Macht doch Spaß.~
Aya zog nur bezeichnend eine Augenbraue hoch, während er die letzten Meter, die ihn noch von dem Telepathen trennten, überwand. „Und du willst wirklich ein Auto klauen?“
„Na klar. Ist kein Problem. Glaub mir, ich kann das.“
„Ach weißt du, in der Hinsicht hege ich keine Zweifel an dir.“
„Aber in anderer, ja?“ Schuldig war stehen geblieben und stand jetzt vielleicht noch drei Zentimeter von Aya entfernt. Ihre Gesichter berührten sich fast und sie sahen sich eine Weile schweigend in die Augen, Schuldig ungewohnt ernst, Aya mit ausdrucksloser Miene. Dann allerdings schlich sich ein Lächeln auf seine Lippen und ein Leuchten in die violetten Augen. „So ein Unsinn.“
Der sanfte und ernste Klang der ruhigen, tiefen Stimme jagte ein Kribbeln durch Schuldigs Körper. Überrumpelt blieb er einfach nur stehen, als Aya ihn nach diesen Worten küsste, dann einen Schritt zurück trat und weiterging. „Na komm schon, wir brauchen immer noch ein Auto.“
Wieder zurück in die harte Realität gerissen, in der Fahrzeuge nicht einfach aus dem Nichts auftauchten und gewisse Geliebte auf offener Straße nicht weitergingen als Küssen, trottete Schuldig hinterher. „Hey Aya, brennst du mit mir nach Vegas durch?“
„Nein, wieso?“ Aya drehte sich herum, die Augenbrauen hochgezogen, vorsichtig interessiert, worauf Schuldig mit so einer Frage wohl hinaus wollte.
Dieser grinste übers ganze Gesicht, während er Aya mit wenigen Schritten wieder einholte. „Wir könnten heiraten.“
Ayas Augenbrauen wanderten noch höher. „Kein Bedarf.“, grinste er und wollte weitergehen, wurde aber von Schuldig aufgehalten, der sich angepirscht und beide Arme um ihn geschlungen hatte.
„Wie fies!“ Es sollte empört klingen, verfehlte seine Wirkung jedoch knapp, weil es in Ayas Halsbeuge genuschelt wurde. „Also manchmal glaub ich, du nutzt mich nur aus.“
Aya spürte die lächelnden Lippen, wie sie seinen Hals liebkosten und lehnte sich leicht zurück, an den vertrauten Körper hinter sich. „Ach ja? Meinst du das ernst?“ Er legte seinen Kopf auf Schuldigs Schulter und küsste ihn wieder.
Dieser seufzte leicht und lockerte seine Umklammerung etwas. „Ne. Ich weiß auch gar nicht, ob wir in Vegas heiraten könnten, aber wär doch lustig.“
Aya schüttelte nur leise lachend den Kopf.
Plötzlich kam eine schwarze Stretchlimousine mit einem Affenzahn angerauscht und mit quietschenden Reifen direkt vor den beiden zum Stehen. Und zwar wirklich direkt. Die Vorderräder halb auf dem Gehweg der, wohlbemerkt, falschen Straßenseite hatte der Wagen nur einen knappen Meter von ihnen entfernt angehalten. Die undurchsichtig schwarz verspiegelte Fensterscheibe der Beifahrerseite fuhr mit einem hohen Summen herunter. Ein Mann Ende zwanzig mit langem, glatten, schwarzen Haar, weißem Hut mit breitem, schwarzen Band und ebenfalls schwarzem Nadelstreifenanzug kam hinter dem Steuer zum Vorschein. „Ich hab gehört, ihr und eure Freunde suchen ne Mitfahrgelegenheit...“ Auch Stimme und Akzent passten perfekt zum 20er-Jahre-Gangster-Image à la Al Capone, das dieser Mann scheinbar mit Leidenschaft pflegte.
Doch weder Schuldig noch Aya waren von diesem Auftritt besonders beeindruckt. Aya, weil ihn vermutlich nichts mehr wirklich erschüttern konnte, seit er mit Schuldig eine Beziehung hatte und Schuldig, weil seine Gedanken etwa in folgenden Bahnen liefen: „Wenn Fahrzeuge einfach aus dem Nichts auftauchen, dann...“
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In dem Fastfoodschuppen, in dem sich die anderen immer noch mit mehr oder weniger großer Begeisterung aufhielten, war die Stimmung inzwischen leicht angespannt. Das konnte ebenso gut an der miesen Bedienung und dem schlechten Essen liegen, wie an den rund zehn mit Maschinenpistolen bewaffneten, maskierten Männern. Wahrscheinlicher war allerdings letzteres.
Crawford hatte zwar eine Vision gehabt, allerdings zu spät, um sich und die Seinen noch elegant und unauffällig aus der Affäre ziehen zu können. Also saßen sie jetzt zwischen all den völlig aufgelösten und verängstigten Gästen leicht beunruhigt zusammen und versuchten herauszufinden, was zum Henker das Theater eigentlich sollte. Aber Fehlanzeige. Wenn man mal einen Schuldig brauchte, war natürlich grad keiner da.
Das dachten sich wohl auch die Bewaffneten und traten nun mit einem winzigen Papierschnipsel winkend an eben den Tisch, an dem die Leute am wenigsten panisch und somit am ehesten ansprechbar wirkten.
„Haben Sie diesen Mann gesehen?“, fragte einer von ihnen, offensichtlich der Anführer der Bande, und hielt Crawford den Zettel vor die Nase. Es war ein stark gepixeltes, mit einem scheinbar in den letzten Zügen liegenden Drucker aus dem Netz gezogenes Bild, das aber trotz allem Schuldig zeigte. Die Haare waren nun mal unverkennbar.
Mit hochgezogenen Augenbrauen betrachtete Brad eine Weile das Bild, während er überlegte, wie sie mit dem geringsten Aufwand wieder hier raus kämen. Warum konnten das nicht einfach nur Geiselnehmer, Räuber oder seinetwegen auch scheiß Terroristen sein? Was hatte dieser Idiot schon wieder ausgefressen, dass ständig irgendwelche Leute auftauchten und ihn umbringen wollten? Gut, die Frage war rein rhetorisch. Er wollte es gar nicht wissen. Er konnte sich auch so genug gute Gründe vorstellen. Das war aber alles kein Grund gleich gewalttätig zu werden und erst recht keiner, als Killer dermaßen stillos aufzutreten. Gab es in diesem Land denn gar keine Berufsehre mehr? Er fühlte sich ja fast persönlich beleidigt.
Der Typ mit dem Zettel hatte es anscheinend extrem eilig oder besaß einfach nicht das Nervenkostüm für den Job und übergangslos hatte Crawford den Lauf seiner Waffe so etwa in Augenhöhe, was nun auch seinen Geduldsfaden entgültig reißen ließ.
Im nächsten Moment hatte der Anführer des Überfallskommandos eine Kugel im Schädel und kippte zur Seite weg, was die Schusslinie auf drei Weitere frei machte. Auch die anderen Weiß und Schwarz hatten die Situation aufmerksam beobachtet und nutzten das Überraschungsmoment perfekt aus, um auch die restlichen Angreifer zu entwaffnen und in Kämpfe zu verwickeln.
In diesem Moment kamen auch Schuldig und Aya in das Schnellrestaurant gestürmt. Im Nahkampf haushoch überlegen, hatten sie die Maskierten schnell überwältigt und beeilten sich, aus dem Gebäude zu kommen, möglichst, bevor die Polizei auftauchte. Zweimal an ein und demselben Tag verhaftet zu werden, wäre schon ziemlich dämlich gewesen, auch wenn sich, dank Schuldig, keiner von denen noch an sie erinnerte.
Reine Zeitverschwendung, vor allem, da sie ja nun eine Mitfahrgelegenheit hatten, wie Schuldig und Aya den Rest der Gruppe informiert hatten. Der schwarze Wagen parkte auch gut sichtbar vor dem Laden, gleich neben denen des Überfallkommandos.
Crawford gestattete sich an der Tür noch einen Blick zurück. „Amateure!“, meinte er nur verächtlich und war zum ersten Mal bewusst stolz darauf, dass ihr Team nicht nur aus Profis bestand, sondern trotz aller Unstimmigkeiten und Streitereien im Ernstfall perfekt zusammenarbeitete.
Ohne weitere Diskussionen quetschten sie ihre Koffer in den Kofferraum und sich in die schwarze Limousine, die auch tatsächlich groß genug für alle acht plus Fahrer war, und kaum war die Tür zu, fuhren sie los.
Sobald sie sich unter einigem Gemecker über Schuldigs Bekanntschaften wieder halbwegs sortiert hatten, kamen die ersten Fragen, in was für einem Auto sie sich hier eigentlich befanden, wer denn der Typ mit diesem reizenden Fahrstil sei und wohin sie überhaupt fuhren.
„Hey, wehe, es sagt einer was gegen meinen Fahrstil.“ Der Al-Capone-Verschnitt klang gut gelaunt. „Wisst ihr, ich hab mir schon immer gewünscht, mal Fluchtwagenfahrer zu sein.“
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Sie waren unterwegs nach Süden. Der Fahrer hatte sich als Frederic Haze vorgestellt. „Und bitte, kommt nicht auf die Idee, mich Fred zu nennen. Das ist furchtbar.“
Diese Aussage veranlasste Crawford immerhin zu einem verständnisvollen Nicken.
Den anderen war das ziemlich egal, sie wollten eher wissen, warum Frederic in der Kleinstadt aufgetaucht war und scheinbar nach ihnen gesucht hatte, denn sie hatten sich nicht einmal mehr vorstellen müssen, da er die Namen auch so halbwegs zuordnen konnte.
„Blanche hat mich gestern früh angerufen und mir gesagt, ich solle ihren Bruder und seine Bekannten aus diesem Ort abholen und nach New Orleans bringen...“
„Sie kennen Blanche?“, fragte Ken.
„Wieso nach New Orleans?“, wollte Crawford wissen.
„Immer eins nach dem anderen.“
Schuldig gähnte. Wie sehr ihn dieses Gespräch langweilte. Dabei hatte es noch gar nicht richtig angefangen. War ihm doch egal, wo sie hinfuhren. Hauptsache, er war diese maskierten Irren los. Anschläge von seltsamen Unbekannten gingen ihm immer tierisch auf den Geist.
„Also Blanche hab ich vor ein paar Jahren auf irgend so einer Ausstellung kennen gelernt. Oder war es eine Vernissage? Oder nur eine Party?“ Frederic kam echt ins Grübeln. „Na egal, auf jeden Fall hatte es entfernt etwas mit Kunst zu tun. Seitdem hat sie mir dann mehrmals ‚das Leben gerettet’ mit ihren Warnungen und so. Sie ist ja Wahrsagerin, nich?“
Schuldig gähnte noch mal. Wie er schon vermutet hatte. Nichts, was er nicht auch in seinen Gedanken lesen würde.
Nach New Orleans fuhren sie aus dem einfachen Grund, dass Blanche sich sehr über ihren Besuch freuen würde und wo sie ihnen doch nun schon geholfen hätte, indem sie Frederic vorbeischickte...
Der kam übrigens gerade aus Chicago, ob er da lebte oder nicht, wurde nicht so ganz klar, nur dass er Schauspieler war und arbeitslos. Auf die Frage, wie ein arbeitsloser Schauspieler an so ein Auto kam, antwortete er nur irgendwas mit Connections und er hätte es sich von Bekannten geliehen.
So kam es zu einer kleineren Änderung der Route, wirklich winzig. Nur eine Drehung von neunzig Grad nach rechts und schon fuhr man über Nashville und Montgomery an die Golfküste. Na warum nicht? Da war’s auch schön. Außerdem war die Bande ganz froh, mal wieder in einem ordentlichen Auto zu sitzen. Mit Stoßdämpfern und Sitzen und allem.
„Warum habt ihr eigentlich in dem Ort festgesessen?“
Unbehagliche und genervte Blicke, bis man sich dann für die harmloseste Version entschied. „Die Polizei hat unseren Wagen beschlagnahmt. Alkohol im Fahrgastraum...“
Gut, vielleicht nicht ganz glaubwürdig, dass deswegen gleich das Fahrzeug beschlagnahmt wurde, aber egal.
„Der da ist schuld.“ Nagi deutete grinsend auf Schuldig. Die anderen nickten kommentarlos.
„Hey, ich war fast nüchtern, als ich gefahren bin!“ Schwache Verteidigung.
„Ja, aber du warst nun mal so dumm, die ganzen leeren Flaschen rumliegen zu lassen.“
Schuldig zuckte nur mit den Schultern. „Ich weiß gar nicht, was ihr habt. Es ist doch alles gut.“
„Apropos gut. Wer will dich nun schon wieder umbringen?“ Brads Stimme klang eher genervt als auch nur ansatzweise beunruhigt.
Schuldig sah plötzlich nachdenklich drein, schien wirklich schwer zu grübeln. „... Ich bin mir nicht so sicher, aber ich glaube... Aber eigentlich ist das schon ne Ewigkeit her. Ich mein, die können doch unmöglich so nachtragend sein... Obwohl...“
„Komm zu Potte! Spuck’s aus!“
„Ähm... Ich glaub, die Bande nannte sich ‚Verkünder der zwölf Apostel’. Aber ob das jetzt wirklich die waren oder nicht irgendwer anders... Wer weiß?“
Aya konnte nur ungläubig gucken. „Du weißt das nicht genau?“
„Na ja, ich hab n paar Jahre in Amerika gelebt. Da häufen sich die... Differenzen.“
„Hä?“, kam es von einem der acht.
„Ach, das heißt nichts weiter, als dass es kaum eine Organisation gibt, mit der er nicht auf Kriegsfuß steht.“
„Ne, du überschätzt mich, Braddy. Es gibt bestimmt noch ein oder zwei, die haben noch nie von mir gehört.“
„Fantastisch. Wer könnte’s denn sonst noch sein?“
„Hm... Ich denk’ mal, die Regierung nicht, die hat besseres zu tun und ich bin mir nicht sicher, wie sich die Machtverhältnisse in der New Yorker Unterwelt in letzter Zeit verändert haben... Aber natürlich könnte es auch eine Bibliothek sein.“
„Eine Bibliothek? Seit wann schicken die Auftragskiller?“
„Stimmt, eher unwahrscheinlich.“
Aya sah ihn nur entgeistert an. „Manchmal möchte ich wirklich wissen, was in deinem Kopf vorgeht.“
„Ehrlich? Das ist pervers.“, merkte Crawford mit völlig neutraler Stimme an.
„Gut, dann also diese Aposteltypen.“, warf Yohji in dem verzweifelten Versuch, sie wieder zum ursprünglichen Thema zu führen, ein. „Die Frage ist: Wer sind die überhaupt und warum wollen sie dich töten?“
„Na, das ist so ’ne Art Sekte. Hat entfernt irgendwas mit dem Christentum zu tun. Ich hab da mal mitgemacht. Bis ich mitbekommen hab, worum es wirklich geht. Also so ’nen Tag lang. Beten und arbeiten für das Wohl der Gemeinschaft oder ein besseres Leben im Jenseits. Is ja schon so nicht mein Ding, aber es war auch noch ein riesen Schwindel. Dann bin ich aus dem Verein ausgetreten. Fertig.“
„Ich kann nicht wirklich glauben, dass sie dich deshalb verfolgen.“
„Das tun sie auch eher, weil ich noch das eine oder andere von ihren Schwarzkonten mitgenommen hab. Wahrscheinlich glauben sie, ich hätte das Geld noch.“
„Tja, das erklärt wenigstens, warum du bei dem riesen Schwindel nicht mitgemacht hast.“
„Mich interessiert vielmehr, warum du in irgendwelchen Sekten warst.“, merkte Aya mit gefährlich ruhiger Stimme an.
„Hm? Na die üblichen Gründe: Drogen, Orgien und so weiter...“, erklärte Schuldig mit seinem unschuldigsten Blick und schaffte es sogar fast, sein Grinsen zu unterdrücken. „Nein, im Ernst: Ich bin da nur untergetaucht, um möglichst schnell aus Sacramento herauszukommen.“
Aya schien mit dieser Erklärung nicht so ganz zufrieden zu sein. „Von wo du verschwinden musstest, weil...“
„Ähm... Ach ja! Du musst dir vorstellen, da war diese unglaublich angesagte Disco und...“
Die anderen sahen ihn nun halbwegs interessiert an. Sie fanden es immer wieder unterhaltsam zu erfahren, wie Schuldig sich so in Schwierigkeiten bringen konnte. Außer Aya vielleicht, der ihm sowieso unterstellte, dass er sich mindestens die Hälfte dieser haarsträubenden Geschichten nur ausdachte. Andererseits...
„Ich weiß gar nicht, was an dem Laden so toll gewesen sein soll. Soweit ich mich erinnern kann, war die Musik noch schlechter als die Drinks und überhaupt liefen da nur Idioten rum...“, Schuldig schwieg eine Weile, schien ernsthaft darüber nachzudenken, wurde jedoch von Nagi aufgefordert, nicht so viel Mist zu quatschen, sondern mal zum Punkt zu kommen.
„Na ja, auf jeden Fall rempelt mich da so ein blondierter Fatzke an und labert mich deswegen auch noch zu, weil er zu blöd ist, seinen Drink von seinen Klamotten fernzuhalten. Ich krieg langsam Kopfschmerzen von dem Gekreische und sag ihm so nett wie möglich, dass er sich verpissen soll, bevor ich schlechte Laune kriege, er droht mit Klage wegen Schadensersatz für seine toten Edellumpen und ich hau ihm eine rein. Lange Rede, kurzer Sinn, es stellt sich heraus, dass er Sohn eines stinkreichen Politikers oder so ist und sein Ego es nur schwer verkraftet, wenn er eine Prügelei gegen jemanden verliert, der weniger Kreditkarten hat als er.“ Die anderen sahen ihn noch einen Moment an, wandten sich dann aber wieder ihren jeweiligen Beschäftigungen zu.
Nagi spielte weiter mit dem piepsenden Gameboy, was die Batterien hergaben, Omi hörte sozialerweise laut genug seine Musik, dass die anderen auch noch was davon hatten, Crawford besprach mit Frederic die Route und plante dann die Fahrerwechsel, Yohji langweilte sich und versuchte, Brads Aufmerksamkeit auf sich zu lenken, Farf starrte minutenlang Ken an und amüsierte sich königlich, weil es den so schön nervös machte, Ken schrie Farfarello an, er solle gefälligst wieder aus dem Fenster sehen, Frederic drehte den Jazz lauter und Aya lehnte sich zurück und schloss die Augen, um die nicht unerhebliche Geräuschkulisse möglichst gut auszublenden. Schuldig, der neben ihm saß, legte seinen Kopf auf Ayas Schulter und gähnte ausgiebig, bevor er Ayas Hand ergriff und mit dem Daumen leicht über die Handfläche strich. ~Du hast kalte Finger.~
Ein Lächeln huschte kurz über Ayas Züge. /Hat also alles rein therapeutische Zwecke, ja?/
~Klar, was denkst du denn?~
/Hm. Ich glaub dir übrigens kein Wort./
~Och, die Geschichte war doch so schön. Was gefällt dir daran nicht?~
/Gar nichts. Die Geschichte war gut, aber sie war gelogen./
~Na ja, eigentlich hatte ich nur keine Lust, mich mit der Glücksspielbehörde und meinen Gläubigern herumzuärgern.~
/Es ist echt ein Wunder, dass sie dich noch nicht eingebuchtet haben./
~Na jetzt passt du ja auf mich auf.~

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