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Zeit und Ort

Sie tauchten in der Geschichtsschreibung zum ersten mal im 6ten Jahrhundert vor Christus auf und verschwanden bis heute nicht ganz. Ihre Gebiete waren Frankreich, West- und Süddeutschland, die Schweiz, die britischen Inseln, der Südwesten von Portugal und Spanien, der Süden von Italien und der nördliche Balkan. Später, in der Zeit der Römer waren die Kelten auf Großbritannien beschränkt, vor allem prägte diese Kultur Irland und Schottland.

Spirale

Die Entstehung der keltischen Kultur

Die Enstehung der keltischen Kultur ist im Augenblick stark umstritten. Es gibt zwei hauptsächliche Theorien. Die erste geht von einer Enstehung um ca. 750 vor Christus im Bereich der sogenannten westlichen Hallstattkultur aus. Zu dieser Zeit entstehen große Höhensiedlungen, häufig als "Fürstensitze" bezeichnet, die auf eine verstärkte Strukturierung der Gesellschaft und ein erhöhtes Repräsentationsbedürfnis der herrschenden Schicht oder der ganzen Bevölkerung hinweisen. Gleichzeitig werden auch besonders reiche Gräber unter Riesengrabhügeln angelegt, die of als Fürstengräber interpretiert werden, und in denen sich Mitglieder der Oberschicht bestatten ließen. Noch während dieser Zeitspanne kommt es auch zu einem verstärkten Kontakt mit dem Mittelmeerraum, vor allem durch die Gründung der griechischen Kolonie Massalia um 680 v.Chr. Von Massalia aus das Rhonetal hinauf findet nun ein Handel mit mediterranen Luxusgütern statt, die auf den Fürstensitzen und in den Fürstengräbern als Funde auftauchen und die darauf hindeuten, daß diese mediterranen Güter zumindest zum Teil auch als Statussymbole für diese herrschende Schicht dienten. Noch in diese Periode, die bis ca. 450 v.Chr. dauert, fallen auch die ersten historischen Nachrichten über Kelten. So berichtet uns Herodot, der große griechische Geograph des 6. Jhdts. v.Chr., daß im Hinterland von Massalia Völker lebten, die sich selbst als Kelten bezeichneten. Er spricht auch davon, daß sie an den Quellen der Donau, nahe einer Stadt namens Pyrene wohnen. Die zweite, ältere Theorie geht davon aus, daß sich die keltische Kultur erst entwickelte, nachdem die Hallstattkultur zu Ende war. Sie geht davon aus daß die keltischen Stämme, die bei Herodot erwähnt werden entweder eine spätere Interpolation darstellen, oder aber daß es sich dabei um den "Eigennamen" der Stämme handelt, diese aber erst später das entwickelten was allgemein unter keltischer Kultur verstanden wird. Diese Entwicklung setzen die Anhänger der zweiten These um 450 v.Chr., am Beginn der sogenannten Latenekultur, an. Zu dieser Zeit werden die meisten der "Fürstensitze" der Hallstattkultur niedergebrannt und auch die Sitte, "Fürstengräber" anzulegen, hört auf. Viele Forscher nehmen hier eine "soziale Revolution" an, die die vorkeltische Gesellschaft in eine keltische umwandelte, und gleichzeitig damit die Enstehung einer Kunstform, die die charakteristischen Elemente keltischer Kunst festlegt, die bis heute erhalten blieben. Diese Entwicklung findet vermutlich zuerst im Bereich zwischen Mitteldeutschland, Westböhmen, Westösterreich, Süddeutschland, der Ostschweiz und dem östlichen Frankreich statt.

(Text von: http://members.ping.at//brennos/index.htm )

 

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