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In dieser Studie werden die Wachstumseigenschaften und N�hrelementvorrr�te von vier erwachsenen, gesunden Bergmischwald(BMW) -best�nden mit vier jungen, stark besch�digten Fichtenreinbest�nden auf ehemaligen Kahlschlagsfl�chen in den Bayerischen Kalkalpen verglichen. Der Bergmischwald und die Fichtenreinbest�nde wachsen auf Rendzic leptosols (Mull und Moder Rendzinas) und Eutric Leptosols (rein organische Auflage �ber Dolomite Fels) und liegen auf s�d-exponierten Abh�ngen mit hoher Neigung in dem ehemaligen Forstamt Kreuth (Langenau), sowie im Hoheitsbereich des Forstamts Schliersee (Kloo-Aschau-Tal). Der Wuchs der Fichtenbest�nde ist sehr schwach und betr�gt nur bis zu 0,5 mm im Jahr, w�hrend das durchschnittlichen Wachstum des BMW Bestandes j�hrlich rund 1 mm in den letzten 100 Jahren betr�gt. Die Fichtenbest�nde sind im Durchschnitt zwischen 46 und 103 Jahre alt und zeigen h�here Verlichtung, Chlorosis, Mortalit�t, langsames Wachstum und eine dichte Rasenschicht. Die BMW Fl�chen demgegen�ber sind viel �lter (im Durchschnitt zwischen 122 und 236 Jahre alt) und es herrscht wesentlich weniger Verlichtung, Chlorosis und Mortalit�t. Zus�tzlich ist die Humus Auflage des Fichtenbestandes ganz degradiert und sehr d�nn, w�hrend der BMW eine dichte Humusauflage besitzt die �ber eine sowohl h�here Wasserspeicher Kapazit�t als auch N�hrelement Verf�gbarkeit verf�gt. Eine dichte Humusauflage in diesem Gebiet ist insbesondere sehr wichtig, weil der Boden hier sehr d�nn und n�hrstoffarm ist. Nach den Kahlschl�gen wurden die Fichtenbest�nde erfolgreich eingef�hrt, jedoch 30 bis 40 Jahre nach der Pflanzung nahm das Wachstum dramatisch ab und au�er f�r ein paar B�ume gibt es keine Hoffnung auf Erholung des Bestandes. Nadelproben zeigen Stickstoff- und Phosphormangel in den BMW- und Fichtenbest�nden, was belegt durch vergleichbare Forschungsergebnisse nicht au�ergew�hnlich f�r dieses Gebiet ist. Jedoch weisen die Fichten der degradierten Standorte signifikant kleinere Nadeln als die Nadeln in dem BMW auf und stellen einen Konzentrationseffekt dar was bedeutet, dass die Nadeln in den Fichtenbest�nden wesentlich n�hrstoff�rmer sind. Das Hydrologische Modell BROOK90 im Zusammenhang mit Wetterdateien vom Forstamt Kreuth hat bereits seit 1938 mit einem niedrigen Transpiration/Potentielle Transpiration Verh�ltnis gerechnet (d.h. trockene Jahre). Das Modell ist mit Bodendateien aus den Versuchfl�chen parametrisiert. Errechnete durchschnittlich trockenere Jahre f�r die BMW- und Fichtenbest�nde sind 1947, 1959 und 1976; ein negativer Einfluss auf das Wachstum f�r jede Versuchsfl�che in diesen Jahren wurde durch die Versuchsergebnisse best�tigt. Es gab keinen signifikanten Unterschied zwischen Trockenstress in den BMW- und Fichtenbest�nden. Daraus wird ersichtlich, dass die Wasserspeicherkapazit�t der zwei Waldarten in dieser Studie vergleichbar ist. Hieraus ergibt sich als ein Ergebnis dieser Studie, dass die Wuchsdepression der Fichtenbest�nde auf ehemaligen Kahlschlagsstandorten nicht aufgrund von Trockenstre� (auch bei Frosttrocknis und wenig Niederschlag), schlechter genetischer Vorraussetzungen oder Pathogenen, sondern das Wachstum aufgrund chronischen N�hrstoffmangels wegen Humus Degradierung limitiert ist. Nach dem Kahlschlag konnten die verpflanzten Fichten erfolgreich eingef�hrt werden, weil sie anfangs ein sehr gutes Wachstumssubstrat (eine dichte Humus Auflage) aus dem ehemaligen BMW besessen haben. Deswegen wurde ein starkes jugendliches Wachstum f�r die Fichtenbest�nde gemessen. Die Ergebnisse dieser Studie best�tigen, dass die "Kritische Phase" in welcher die N�hrstoffverf�gbarkeit stark reduziert ist zu Wuchsdepression, sowie h�herer Mortalit�t, Verlichtung, und Chlorosis in den Fichtenreinbest�nden f�hrt. Deswegen wird empfohlen auf stark ansteigenden(steilen), s�dexponierten, Hauptdolomite(�berwiegend Dolomite) Standorten die Nutzung der Best�nde durch Kahlschl�ge aufzuheben(zu beenden, stoppen), um weitere Bodensch�den und Humusschwund zu vermeiden. Statt dem Kahlschlagsverfahren sollte die Forstpraxis ein nachhaltiges Ernteverfahren wie z.B. einen leichten Schirmschlag w�hlen oder auf die Plenterwaldnutzung umstellen, um die Zukunft und Gesundheit des Schutzwalds in den Bayerischen Kalkalpen zu gew�hrleisten. |
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