Kapitel 4 - Auf nach Hogwarts

 

 

Zoe White wurde von einem leisen Klopfen geweckt. Zuerst dachte sie daran sich wieder im Bett umzudrehen und weiterzuschlafen, doch mit einmal wurde Zoe es klar dass heute der erste Schultag war.

 

Schnell sprang sie auf und lief die Treppe hinunter und st�rmte in die K�che. Ihre Mutter sa� am Tisch und bl�tterte in der Zeitung. Zoe sagte schnell guten Morgen, nahm sich einen Bagel und lief wieder die Treppe hinauf in das Badezimmer.

 

Als sie fertigangezogen war und die letzten Sachen noch schnell in ihren Koffer geworfen hatte, lief sie noch schnell aus dem Haus um zum f�nf Minuten entfernten Strand zu laufen und sich vom Meer zu verabschieden, das sie so sehr vermissen wird. Nachdem sie ein paar Minuten still gestanden hatte lief sie schnell wieder nach Hause.

 

Seit Zoes Vater die Familie verlassen, um irgendein junges blondes M�dchen zu heiraten, ging es immer mehr bergab. Zoe und ihre Mutter mussten in eine kleine Wohnung umziehen und das Auto verkaufen.

 

So fuhren die beide mit dem Zug nach London.

 

W�hrend der Zugfahrt beobachtete Maggie White ihre Tochter. Zoe wird bald 15 Jahre alt und doch war sie f�r ihr Alter ziemlich klein und zierlich schlank. Sie hatte kurzes dunkelblondes Harr, das immer in allen m�glichen Richtungen abstand. Unter ihren Stirnfransen glitzerten ihre smaragdgr�nen Augen hervor und Zoes Mund hatte immer ein freches Grinsen auf Lager.

 

Vor dem Gleis 9 � verabschiedete sich Zoe von ihrer Mutter und versprach (wie immer) brav zu sein und immer flei�ig zu lernen. Dann holte Zoe tief Luft und rannte durch die Absperrung geradewegs zu dem Gleis.

Hinter der Mauer angekommen sah sie sofort ihre Freunde, Justin, Susan, Hanna und Ernie, zu denen sie auch gleich lief. Da ihr Gep�ckwagen anscheinend aber einen Defekt hatte, steuerte sie woanders hin und fuhr einem gro�en Schwarzhaarigen Jungen hinein.

 

Sie erkannte sofort das es Harry Potter, der in ihrem Jahrgang, aus Gryffindor war, sofort entschuldigte sie sich und lief dann schnell mit ihren Wagen zu den Hufflepuffs.

 

Harry sch�ttelte den Kopf und fragte: �Wer war denn die?�

 

Hermine antwortete darauf: �Harry, das ist Zoe White aus Hufflepuff. Sie ist mit uns seit f�nf Jahren in Kr�uterkunde!�

 

Harry dachte angestrengt nach, konnte sich aber nicht erinnern sie jemals gesehen zu haben.

Darum fragte er Ron ob er sie kennt. Doch als er zu Ron schaut sah er dass dieser Rot angelaufen war und Zoe hinterher starrte.

 

Harry musste erst schreien bevor Ron wahrnahm dass man mit ihm sprach. Entgeistert sagte er zu Harry:

� Das ist Zoe White, (Hermine rollte mit den Augen) ihre Mum ist eine Jugendfreundin von meiner Mum. Ich habe fr�her sehr oft mit ihr gespielt. Doch als sie nach Eastbourne gezogen ist und sie eine Hufflepuff wurde habe ich eigentlich nichts mehr mit ihr zu tun gehabt. Die hat sich ja pr�chtig entwickelt!�

 

Harry, Hermine und Ginny lachten sich fast tot �ber diese Aussage doch Ron nahm nicht viel davon wahr.

 

Als der Zug ein Signal loslie� kam Mrs. Weasley , umarmte ihre Kinder, Harry und Hermine und w�nschte ihnen ein sch�nes Schuljahr. Als der Zug losfuhr winkte sie noch war dann aber bald verschwunden.

 

Die vier suchten sich ein leeres Abteil doch leider war alles schon besetzt au�er...

 

...einem.

 

Ganz vorne bei der Lok fanden sie Platz. Doch in diesem sa� schon ein anderer Junge.

 

Draco Malfoy rollte genervt mit den Augen als Ginny fragte ob die Pl�tze noch frei w�ren und sagte: �Hey Kinder ich sagte zwar das wir unseren Streit begraben sollen doch deswegen bracht ihr mir nicht nachlaufen.�

 

Harry sagte darauf etwas w�tend: �Ich w�rde lieber irgendwo anders sitzen nur leider ist nirgends ein Abteil frei also k�nnten wir uns bitte setzten?�

 

Malfoy murmelte darauf ein leises �Ja von mir aus�

 

Harry, Ron, Hermine und Ginny machten es sich bequem. Mit der Zeit kamen auch Neville, Dean und Seamus vorbei. Hermine sa� mit einem Buch etwas abseits am Fenster. Gegen�ber von Malfoy. Sie blickte auf und sah zu ihm hin�ber. Ihr war bisher noch nicht aufgefallen wie h�bsch Malfoy war. Obwohl, dachte sie sich, h�bsch nicht richtig das passende Wort war. eher sch�n. Seine blonden Haare waren fast wei� und seine blasse Haut war so rein, viele M�dchen t�ten sterben um so eine Haut zu haben. Malfoy hatte ein spitzes Gesicht und im Moment hingen ihm ein paar Haarstr�hnen ins Gesicht. Das was Hermine aber am meisten faszinierte waren Malfoys Augen. Sie erinnerten an das Meer. Hermine hatte noch nie so sch�ne blaue Augen gesehen. Sie hatte Malfoy selten lachen gesehen. H�chstens wenn er sich �ber sie lustig machte. Dann sah sie zu Harry. Eigentlich war Harry das genaue Gegenteil. Die sch�nen gr�nen Augen und das rabenschwarze Haar, das immer so aussah als h�tte Harry noch nie etwas von Schere und Kamm geh�rt. Er hatte auch eine helle Haut aber sie war bei weiten nicht so blass wie Malfoys. Hermine mochte an Harry aber am liebsten das L�cheln. Er hatte fast immer ein L�cheln auf den Lippen. Wenn er lachte, lachten seine Augen mit. Sie blickte wieder zu Malfoy und sah dass er sie grinsend ansah. Sie versuchte hochm�tig zu blicken aber es gelang ihr nicht so ganz. Schlie�lich wurde sie leicht rot. Sie fragte Malfoy nach einer Weile schnippisch:

 

�Was ist?�

 

Malfoys Grinsen wurde noch breiter: �Och, gar nichts.�

 

Hermine mochte dieses einf�ltige Grinsen nicht. �Wenn nichts ist, dann Grins auch nicht so bl�d.�

 

Darauf schaute Malfoy ganz ernst aber irgendwie konnte sie in seinen Augen sehen dass er noch innerlich h�chst belustigt war. Er sagte nur:

 

�Potter sieht heute einfach entz�ckend aus nicht wahr?�

 

Hermine starrte ihn einen Augenblick an. Malfoy sah wie sie knallrot anlief und ihr Blick immer w�tender wurde. Er sah nach links wo sich Potter mit Ron unterhielt. Dann auf den Boden. Schlie�lich wagte er es wieder Hermine anzusehen. Er l�chelte verlegen. Hermine konnte sich nicht l�nger beherrschen. Der ganze Zorn den sie schon seit der zweiten Klasse f�r Malfoy empfand stieg in ihr hoch. Sie hasste ihn daf�r dass er sie als Schlammblut bezeichnet hatte. Sie war die ewigen Kr�nkungen satt. Sie br�llte so laut los dass die n�her gelegenen Abteile ihre Worte sehr gut verstanden.

 

�Du miese dreckige Ratte, du kommst dich wohl besonders gut vor h�h? Grins mich ja nicht an, grins mich ja nicht so bl�d selbstgef�llig an. Ich warne dich, wenn du es wagst mich noch einmal zu bel�stigen dann...�

 

Harry der das ganze voll komisch fand musste lachen. Draco hatte sich in die Ecke gedr�ckt und sah Hermine �ngstlich an und Hermine die eigentlich immer sanft und ausgeglichen war br�llte sich die Seele aus dem Leib. Ron starrte Hermine nur mit offenem Mund an.

 

Als Hermine geendet hatte holte sie erst mal tief Luft und sagte: �So, das w�r mal gesagt.�

 

Dann begann sie lautstark zu lachen als sie Malfoy so in die Ecke gedr�ckt sah, wie ein �ngstliches Frettchen. Harry und Ron kamen zu ihr hin�ber und Ron schlug ihr auf die Schulter. �Gut gemacht Hermine, dem hast du es ja mal richtig deine Meinung gesagt.�

Ihr tat es nicht leid das sie das gesagt hatte. Doch jetzt war sie mit Malfoy irgendwie im reinen. Sie hasste ihn nicht mehr. Doch mochte sie ihn noch immer nicht leiden. Sie sah ihn lachend an und sage:

 

�Hey h�r mal, ich hab das vielleicht ein bisschen zu heftig gesagt aber es lag mir schon so lange im Magen. Ich musste es mal los werden. Du hast dich ja bei uns entschuldigt und obwohl wir uns nicht m�gen und ich dich schon gar nicht, keine Angst, und du nat�rlich mich � als Schlammblut � auch nicht magst will ich dir doch sagen, wenn du mal Probleme in der Schule oder so, lass es mich wissen.�

 

Malfoy sah Hermine verdutzt an. Er war verlegen. Er hatte nie Freunde und f�r Hermine, Harry und Ron war es etwas v�llig normales dass man mit seinen Problemen zu seinen Freunden gehen konnte. Malfoy aber hatte niemals irgendwen mit den er �ber sich reden konnte. Seine Eltern liebten ihn nicht. Sein Vater wollte nicht dass er geliebt wird. Er wohnte in einem riesigen d�steren feuchten Schloss. Au�er einem Bett, einem Schrank und einem Schreibtisch war in seinem Zimmer nichts drin. Licht gab es keines au�er einem Halter f�r eine Kerze �ber der T�r und einem Fenster mit Gittern davor. Von der Decke hingen noch blutige Handschellen. Er hatte als Kleinkind immer Alptr�ume davon bekommen aber mit der Zeit hatte er sich an sie gew�hnt. Wenn Hermine alle diese Sachen gewusst h�tte w�re sie sicher geschockt gewesen. Sie liebte ihre Eltern und daher konnte sie sich nicht vorstellen wie es ist wenn man f�r keinen Menschen so etwas wie Liebe empfindet.

 

Er r�usperte sich und sagte nur: ��hem, ja, also... ich.�

 

In dem Moment hallte eine Stimme durch den Zug:

 

�In f�nf Minuten kommen wir in Hogwarts an. Bitte lassen sie ihr Gep�ck im Zug, es wird f�r sie zur Schule gebracht.�

 

Harry, Ron, Hermine und Malfoy zogen sich schnell ihre Hogwartsumh�nge an und traten dann auf den Gang hinaus. Viele ihrer Mitsch�ler warteten bis der Zug stehen blieb. Die j�ngeren Sch�ler liefen aufgeregt hin und her aber die Erstkl�ssler standen still in irgendwelchen Ecken gedr�ckt und sahen alle ein bisschen blass um die Nase aus. Der Zug kam endlich zu stehen und die Sch�ler str�mten hinaus.

 

Sie konnten Hagrid sehen der alle anderen �berragte. Sie versuchten so schnell wie m�glich durch die schwatzende Sch�lermenge zu kommen. Hermine fiel Hagrid als erste um den Hals.

Nach ihr kamen auch Harry und Ron dran. Hagrid war so erfreut sie zu sehen. Bei Harry dr�ckte er ein bisschen zu fest zu denn Harry kam es so vor als h�tte Hagrid ihm gerade alle Knochen gebrochen. Es waren auch viele andere Sch�ler hinzugekommen um Hagrid zu begr��en. Obwohl Hagrid fast immer nur gef�hrliche Gesch�pfe in den Unterricht mitnahm war er bei den Sch�lern ( au�er den Slytherins ) sehr beliebt. Er lud Harry, Ron und Hermine ein dass sie in n�chster Zeit bei seiner H�tte vorbeischauen sollen um eine Tasse Tee zu trinken. Sie versprachen hoch und heilig so schnell wie m�glich zu kommen. Er sagte nun er m�sse mit die Erstkl�ssler zusammen trommeln und �ber den See fahren. Mit einem freundlichen Zwinkern verlie� er sie.

 

Sie nahmen eine Kutsche und fuhren Richtung Schloss. In der Kutsche fantasierten Ron und Harry schon �ber das Essen. Sie hatten beide einen solchen Hunger. Ron sagte:

 

�Ich verstehe nicht dass Erwachsene nie so einen Hunger haben. Ich k�nnte die ganze Zeit Kekse, oder sonst etwas essen.�

 

Harrynickte und erz�hlte: �Du kennst doch meine Tante Petunia. Die h�lt die meiste Zeit Di�t dabei ist sie sowieso schon so d�nn wie ein Skelett. Manchmal isst sie eine Woche lang nur Krautsuppe und sie regt sich �ber jedes Gramm auf dass sie zugenommen hat. Mein Onkel und Dudley dagegen stopfen nur alles so in sich rein als w�ren sie Schweine. In den Ferien habe ich beobachtet wie Dudley vor lauter Gier sogar das Papier bei der Schokolade mitgegessen hat.�

 

Hermine und Ron verzogen das Gesicht und fingen gleichzeitig zum Lachen an.

Ron japste noch Luftschnappend:

 

�Ein Hoch auf den Hunger!�

 

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