Harry Potter und die Erbschaft der
Großen Vier
Kapitel 1 – Der Alptraum
Im Ligusterweg Nummer 4 hörte man keinen Mucks aus den verschlossenen Fenstern, was aber nicht erstaunlich war da es schon lang nach Mitternacht war. Nur hinter einem Fenster konnte man, wenn man sehr gute Augen hat, einen kleinen Lichtschimmer wahrnehmen. Hinter diesem Fenster lag der mittlerweile schon 15jährige Harry Potter und schrieb mit einer Taschenlampe zwischen die Zähne geklemmt, seine Hausaufgaben. Dies musste er bei Nacht tun denn am Tag halste ihn Tante Petunia so viel arbeit auf den Hals, dass er keine Zeit für andere Dinge hatte.
Sechs ganze Wochen war er nun schon bei den Dursleys und fragte sich jeden Tag aufs Neue warum er nicht zu seinem Freund Ron Weasley durfte. Dumbledore hatte ihm Ende letzten Schuljahres erklärt er wäre bei den Dursleys besser aufgehoben, was Harry aber nicht ganz verstand. Er vermisste seine Schule Hogwarts sehr und würde sich sogar freuen wenn er einmal seinen verhassten Zaubertränkelehrer Snape sehen könnte.
Harry wollte gerade seine Schulsachen wegpacken als auf einmal seine Schneeeule Hedwig durchs Fenster flatterte. Sie hatte wohl ihre Eulenfreundin Errol besucht, die, die Hauseule der Weasleys ist, da sie einen Brief von Ron an Harry im Schnabel hatte. Harrys Herz machte einen kleinen Hüpfer, da er schon so lange nichts mehr von seinen Freunden gehört hatte, auch nicht von Hermine was Harry irgendwie besonders traurig machte. Hedwig klapperte mit dem Schnabel was bedeutet dass sie Hunger hat.
„Tut mir leid Hedwig ich habe leider nichts du musst dir schon selber eine Maus fangen“
sagte Harry zu ihr und strich ihr einmal sanft mit der Hand über die Federn.
Sie kniff ihm zutraulich in den Finger und flog wieder das Fenster hinaus, nicht ohne vorher einen Schluck Wasser getrunken zu haben. Harry sah ihr eine Weile nach und dachte dass Hedwig im Moment die einzige ist die bei seinen Anblick nicht gleich zum keifen anfängt. Dann bemerkte er wieder den Brief in seiner Hand und riss ihn schnell auf.
Hi Harry,
Mum
hat Dumbledore endlich überreden können, du kannst morgen zu uns kommen. Da wir
ja kein Auto mehr haben holen Dad und ich dich zu Hause mit dem Taxi ab. Mum
hat mich schon eindringlich gebeten Dad von diesem Muggel Taxifahrer abzulenken
den sonst wird uns dieser noch raushauen weil Dad die
unmöglichsten Fragen über Muggelsachen stellen wird.
Warte morgen pünktlich um 12Uhr vor deiner Haustür.
Mit
den besten Grüßen
Ron
PS:
Hermine ist seit gestern hier bei uns und hat die ganze Zeit damit angegeben
das sie in den Sommerferien für ein paar
Tage Krumm besucht hat, also wirklich, soviel ist an dem auch nicht dran.
Harry musste bei den letzten Satz grinsen.
Er hatte schon längst bemerkt das Ron eine heimliche Schwäche für Hermine hat, auch wenn Ron dies nicht zugeben will. Aber auch Harry musste sich eingestehen dass Hermine, seit sie die langen Vorderzähne losgeworden ist und langsam eine wirklich anschauliche Figur bekommen hat, sehr hübsch und liebenswert ist.
Harry legte den Brief auf seine Schreibtisch, holte seinen großen Koffer unter dem Bett hervor und fing an seine wenigen Kleider hineinzuwerfen. Darauf kamen die Schulsachen und ein paar Bücher über Quidditch. Er schloss den Koffer, schob ihn zur Tür, legte den Feuerblitz neben den Koffer und stellte Hedwigs Käfig darauf. Dann löschte er das Licht und legte sich ins Bett, wobei er in wenigen Sekunden auch schon eingeschlafen war.
Als er am nächsten Tag erwachte, wusste er aber nichts mehr von dem schrecklichen Traum den er hatte.
Harry
stand in einem alten und verlassenem Haus auf einen
Hügel und blickte aus einem zerbrochenen Fenster im zweiten Stock. Etwas an der
Gegend kam ihm sehr bekannt vor. Er blickte auf einen Friedhof am Fuße des
Hügels, der etwas abseits des Dorfes lag. Blitzartig wurde ihm bewusst dass er
schon einmal hier war. Am Ende des Trimagischen Tunieres als er und Cedric Diggory das Turnier zusammen
gewonnen hatten und mittels eines Portschlüssel zu Voldemort gekommen sind.
Voldemort tötete darauf Cedric und duellierte sich mit Harry, der im letzten
Moment noch fliehen konnte.
Als
Harry so dastand bekam er es mit der Angst zu tun.
War dies ein Traum oder war es die Wirklichkeit?
Leise
schlich Harry zur Tür und ging auf Zehenspitzen hinaus und die Treppe hinunter.
Gerade als er die Küche durchquerte, hörte er hinter sich ein leises Zischen.
Harry
drehte sich schnell und voll Angst um, den er wusste wen er sehen würde. Dort
im Türrahmen stand Voldemort und zu seinen Füßen lag eine Schlange. Voldemort
grinste und sagte leise:
„
Ich krieg dich schon noch Potter, hab keine Angst. Dumbledore kann dich nicht
ewig beschützen“
Dann
lachte er laut auf und seine Schlange kam auf Harry zugekrochen
und sprang in an.