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Schweine, Rinder, Menschen

Erinnern wir uns: Einst gab es eine Zeit, in der alle friedlich miteinander gelebt haben, eine Zeit, in der das Gras noch grün und der Himmel noch blau war...

Aber seit der Steinzeit haben wir uns enorm weiterentwickelt. Wir haben riesige Löcher in die Erde gestanzt, um Kohle, Öl und Uran zu fördern. Wir haben Wälder gerodet, um daraus Ackerland zu machen, das Ackerland zugepflastert, um Städte zu bauen, und die Städte verfallen lassen, so dass letztendlich nichts als Wüste blieb. Aber das reichte noch nicht. Wir entdeckten so wundervolle Dinge wie die Gentechnik, und ab diesem Datum war gar nichts mehr vor uns sicher. Zuerst kamen die Pflanzen dran. Dann - wir sind gerade dabei - die Tiere. Irgendwann werden wir auch am Menschen experimentieren. Das muss so sein, denn wir alle wollen doch Geld verdienen. Na gut, man kann Krankheiten heilen, die vorher unheilbar waren. Aber letztendlich stehen große Konzerne hinter diesen Entwicklungen, und nicht etwa Wohltäter der Menschheit.

Aber im Moment dreht sich alles um BSE und Hormone oder Antibiotika im Schweinefleisch. Das haben wir nun von der Profitmaximierung. Rinder und Schweine müssen, verseucht oder nicht, entsorgt werden. Respekt vor dem Leben? Nun ja, es sind ja nur Tiere.

Was sollte uns daran stören?

Ja, ich frage, WAS SOLLTE uns daran stören. Keine Idee?

So hat es immer angefangen. Menschen sehen, wohin es geht, aber sie sehen nicht das Ziel. Wie denn auch? Dabei sind wir bereits mitten in dieser Entwicklung. Mit Pflanzen und Tieren wird man sich nämlich nicht begnügen. Der Mensch ist das Ziel. Auch Menschen sind nützlich oder schädlich, und leider sind wir nicht so konsequent wie wir sein sollten, wenn es um das Aussortieren der schädlichen Menschen geht.

Ein BSE-Rind wird notgeschlachtet. Ein alter Hund wird eingeschläfert. Ein Mensch, der zu alt oder zu unflexibel für den Arbeitsmarkt ist, sollte genau so behandelt werden! Aber er wird es nicht. Man macht ihn zum staatlich subventionierten Bettler. Jeder Mensch hat das Bedürfnis, sich selbst durch seine eigene Arbeit ernähren zu wollen. Menschen wollen etwas für die Gemeinschaft tun, in der sie leben. Aber wenn man sie nicht mehr lässt?

Ist es wirklich human, Menschen zu lagern, sie mit allem Notwendigen zu versorgen, aber ihnen nichts zu geben, was dem Leben wirklich einen Sinn verleiht? Ist es in Ordnung, Arbeitslose als "menschlichen Sondermüll" so lange in bürokratischen Labyrinthen einzulagern, bis sich das Problem von selbst erledigt? Ist es in Ordnung, sich in Zukunft gerade dort zu bedienen, wo Menschen zufällig gerade in größeren Mengen im gewünschten Alter und der gewünschten Qualifikation verfügbar sind? Wo wird das enden? Wird der Mensch der Zukunft nur noch eine Ware sein? Wird er global hin- und hergeschoben, gentechnisch "verbessert", kulturell entwurzelt, konsumsüchtig und kritiklos sein? Ja, warum nicht. Wenn wir alle so wären, könnte die Welt viel besser aussehen. Es würde viel mehr Geld verdient werden, wir hätten mehr Konsum, mehr Umweltverschmutzung, natürlich auch mehr Umweltschutz, mehr Geld (soviel, wie wir drucken können!), mehr Waren (und mehr Müll...), mehr Nahrung, mehr Hungernde, mehr Frieden (denn nur im Frieden kann die Wirtschaft wachsen), mehr Krieg (denn nur ein Krieg sorgt für Profit), viel mehr glückliche Menschen, und natürlich auch viel mehr dumme Menschen, denn nur ein Idiot würde sich in so einer Welt wohlfühlen. Aber vielleicht ist das ja auch gut und richtig so.

Und was tun wir mit den Menschen, die 50 und schwervermittelbar sind, den Kranken, den Unter- oder Überqualifizierten, dem menschlichen Müll, den unsere kranke Gesellschaft erzeugt (Drogenabhängige, Alkoholiker...) - WAS TUN WIR MIT DENEN? Richtig - Euthanasie! Und die ganzen Hungerleider in der dritten Welt? Gentechnisch ausmerzen! Da gibt es bestimmt bald die passenden Möglichkeiten! Und diese ewig Gestrigen, die behaupten, dass ein Mensch auch Werte braucht, die sich nicht finanziell messen lassen, z.B. Kultur? Das sind Rassisten! Weg damit!

Heute sperrt man Menschen ein, die einen Obdachlosen totschlagen. Was für eine Welt! Morgen wird man Obdachlose in Massen einschläfern, und alle werden sich darüber freuen - vielleicht sogar die Obdachlosen selbst!

DENN WENN WIR ALLE eines Tages glücklich sein wollen, MÜSSEN wir unangenehme Dinge tun. Überflüssige Rinder und Schweine sind erst der Anfang. Das Ziel ist der Mensch. Also, zielstrebig zum großen Ziel, weg mit den Schlechten, damit die Guten sich wohlfühlen können. Und wenn jeder Gute ein Dutzend Schlechte umbringen muss, ich bin mir sicher, es wird sich lohnen! Es ist für eine bessere Zukunft! Und wenn die Guten dann mit blutverschmierten Händen auf einem Berg von Leichen stehen, dann bin ich mir auch sicher, dass sie sich dabei wohlfühlen.

Heute sagt man, dass es Dinge gibt, die sein müssen. Morgen wird man das auch sagen, nur sehr viel lauter. Und man wird sich darauf berufen, was heute war. HEUTE wird die Zukunft hergestellt.

In diesem Sinne: Keine Gnade! - Zwei Worte, die die Geschichte der Menschheit begleiten.

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