Wahl in Deutschland
Endlich dürfen wir wieder ein Kreuzchen auf ein Blatt Papier machen, darauf haben wir uns ja so lange gefreut! Für alle, die es jetzt schon nicht mehr aushalten können oder erst einmal üben wollen, haben wir hier einen Übungs-Wahlzettel, den Sie sich ausdrucken und vervielfältigen können.
Die nächste Frage ist aber wesentlich komplizierter als die Kreuzchen-Kritzelei:
Worauf kommt es bei einem Politiker an?
In großen Teilen der Bevölkerung ist man noch der Meinung, dass Kompetenz, Ehrlichkeit, Sachverstand und diplomatisches Geschick den idealen Politiker ausmachen. Nach gründlichen Analysen meint die DDM-Redaktion: Das ist alles Unsinn!
Schon vor über einem Jahr zeichnete sich ab, dass es ganz andere Dinge gibt, auf die es ankommt. Erinnern Sie sich noch? Damals verglich Jürgen Trittin (Grüne) Laurenz Mayer (CDU) mit einem Skinhead. Es dauerte nicht lange, und die monatelange Diskussion um Angela Merkels Frisur ging los. Später wurden dann Zweifel an Gerhard Schröders echter Haarfarbe laut, die letztendlich durch eine Expertise seines Friseurs aus der Welt geräumt wurden. Nebenbei gab es immer wieder Haarproben von einigen Prominenten, allerdings aus anderen Gründen, als die Echtheit der Farbe zu beweisen.
All das zeigt: Die Haare sind ein wichtiges Kriterium bei der Wahl unseres neuen Kanzlers! Sehen Sie sich ruhig die Bilder an, und entscheiden Sie selbst: Wer sieht wirklich vertrauenswürdig aus?

Alle drei Herren haben wirklich erstklassige Haare, ob nun echt oder nicht. (Bei der Haushaltspolitik fragt ja auch niemand, ob da etwas schöngefärbt ist oder nicht!) Na gut, Nr.3 ist nur zum Spaß dabei, aber das wissen wir ja schon länger. (Übrigens stimmt es, dass Guido Westerwelle seine Teilnahme an einem Fernsehduell der Kanzlerkandidaten gerichtlich durchsetzen wollte, es stimmt aber nicht, dass er auch den Aussenministerposten gerichtlich für sich einklagen wird...) Aber bevor wir subjektive Vorlieben für eine politische Richtung entscheiden lassen, wer der nächste Kanzler wird, sollten wir eines bedenken:
Schauen wir uns doch mal an, welche Haarfarben unsere obersten Politiker in der Vergangenheit hatten. Dabei fällt eines sofort auf: Blonde Damen und Herren sind drastisch unterrepräsentiert! Das DDM, eine letzte Bastion der absoluten Gleichberechtigung, kann das nicht länger mit ansehen! Deshalb unterstützen wir Edmund Stoiber, den Blonden aus Bayern, denn auch ein Bayer war noch nie Kanzler! Und der letzte, der es versuchte, hatte auch dunkle Haare...
Ja, das DDM findet:
Deutschland ist reif für einen blonden Kanzler! Und wenn Stoiber Kanzler wird, dann gibt es sicher eine Koalition mit der FDP, wo Guido Westerwelle... Nein, das gibt´s doch nicht! Der ist ja auch blond!
(Und jetzt, für alle Freunde der sexistischen Bemerkung, gehobenes Niveau: Zwei blonde Männer können Deutschland mindestens genau so gut regieren wie eine blonde Frau!)
Deshalb ist die einstimmige Meinung in der DDM-Redaktion folgende: Wenn zwei blonde Männer Deutschland regieren, dann kann auch Heino wieder voller Stolz unsere Nationalhymne singen, flankiert von zwei blonden Sängerknaben... Und das muss unbedingt Realität werden! Deshalb unterstützt das DDM ab heute den blonden Eddie aus Bayern, ob der das will oder nicht! Ach ja, es gibt hier noch einen ganz speziellen Link, für Leute, denen es vor gar nichts graust... Und die gute Musik und die clevere Selbst-Vermarktung von Politikern mögen.
Ja, in weniger als zwei Monaten wird es ERNST! Und es ist abzusehen, wie es ausgeht. Willkommen in der Show-Republik, Showdown inclusive, und wir wissen: Das Show-Business kennt keine Gnade! Ob Roter Rächer oder Schwarzer Schlächter, das sollten wir nicht dem Zufall überlassen...Und bei aller Kritik an Stoibers sonstigen Qualitäten sollte man ein gewichtiges Argument nicht vergessen: Alle wirklich großen Schurken der Weltgeschichte hatten dunkle Haare (sowie meistens einen Schnurrbart - weswegen ein Kanzler Möllemann undenkbar wäre, selbst mit 81% - Schöne Grüße ins sumpfige Rheinland!) Also wird der blonde Eddie, jene Lichtgestalt aus dem Süden, all unsere Probleme lösen. Was denn auch sonst?