Große Erfolge zweier »Zwillinge«!    

Meister Beppo war Bauchredner. Dies bedeutet, dass dass Meister Beppo seine Puppe so sprechen ließ, als käme die Stimme aus dessen Mund. Doch es war immer er, der sprach. So ergab sich immer eine sehr spaßige Unterhaltung.

Das Publikum war ganz hingerissen; es sah wie gebannt auf die beiden, wenn sie sich unterhielten. Sie waren tupfengleich angezogen!

Vor lauter Zuschauen und Kichern vergaß einmal ein kleines Mädchen ganz, dass es eine Eiskrem in der Hand hielt und besudelte damit sein Kleid. Man putzte nach der Vorstellung dem Kind die Flecken von dem Eis weg.

Vor lauter Zuhören und Lachen fiel einem Herrn einmal sein Toupet zu Boden. Er bemerkte es bis zur Pause gar nicht. Man setzte dem Herrn sein Toupet in der Pause wieder auf.

Manchmal standen Meister Beppo und Ruperto in einem Regen besonderer Art. Dann regnete es Blumen und Konfetti, als sich die beiden verabschiedeten. Sie wurden in vielen Ortschaften sehr berühmt, denn die Kinder liebten sie sehr - aber auch die Erwachsenen!

Meister Beppo betrachtete sich einmal im Spiegel: Sein Bart war weiß geworden, und auf dem Kopf war nicht ein einziges Haar mehr! «Oh weh!» rief er da aus, «ich bin alt geworden und hab’s gar nicht gemerkt! – Ohne auch nur einen Tag Urlaub!» Und er dachte darüber nach, sich ein bisschen Ferien zu gönnen.

Er ergriff den Koffer, worinnen Rupert gewöhnlich lag, seine Puppe, mit der er immer arbeitete, und marschierte mit ihm nach Hause. Sie kamen am Nachmittag an.

Meister Beppo verwahrte sein Kostüm, mit dem er auftrat, in einer Truhe – dabei seufzte er ein wenig vor Wehmut. Später zog er sich weite Hosen, ein gelb-blau-gestreiftes Hemd an und setzte sich einen großen Strohhut auf.

Die Sperlinge hatten die Tomaten angepickt, und die Äpfel, die schon angefangen hatten, sich rot zu färben, und außerdem noch die Erbsen, die sich schon in ihren Hülsen regten – wenn es nicht etwas gab, was sie daran hinderte.

Meister Beppo zog die Puppe aus dem Koffer und sagte zu ihm: «Von jetzt an wirst du mir als Vogelscheuche dienen,» und pflanzte ihn mitten in dem Gemüsegarten auf, ehe er schlafen ging.

Die Puppe war wütend! «Einem berühmten Künstler wie mir . . . mir so etwas anzutun!» lamentierte er. Chusco, der Hund von nebenan, fing an, fröhlich zu bellen, um ihm zu zeigen, dass er sein Freund sein wollte. «Weg mit dir, Chusco!» schrie er missgelaunt. Ruperto wurde jetzt sehr unsympathisch und übellaunig.

 Nächstes Abenteuer . . .

Sie hören von A. Skrjabin: Prélude Cis pour la main gauche


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