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Sämtliche Inhalte, die direkt oder indirekt mit dem Thema Gesundheit 

im weitesten Sinne zu tun haben, sind ausschließlich als neutrale Information gedacht.
Sie sind keinesfalls im Sinne einer therapeutischen Handlung oder eines 

therapeutischen Vorschlages oder gar als Ersatz eines Arztbesuches zu verstehen.
Bei Zuwiderhandeln wird seitens des HP Betreibers keine Haftung übernommen.
Bei Fragen und Problemen konsultieren Sie bitte 

den Arzt bzw. Apotheker Ihres Vertrauens.

 

 

Kräuterübersicht:

Ackerschachtelhalm Alraune Arnika
Bärlauch Basilikum Baldrian
Beifuss Bibernelle Bittersüß
Bohnenkraut Borretsch Brennessel
Brombeerblätter Dill Ehrenpreis
Frauenmantelkraut Gänsefingerkraut Gundermann
Hagebutte Herzgespann Himbeerblätter
Hirtentäschel Holunder Huflattich
Johanniskraut Kamille Katzenminze
Knoblauch Labkraut, echtes Lavendel
Liebstöckel Lindenblüten Löwenzahn
Mädesüß Majoran Melisse
Odermennig Oregano Petersilie
Pfefferminze Ringelblume Rosmarin
Salbei Sauerampfer Schafgarbe
Schlehen Schöllkraut Spitzwegerich
Tausendgüldenkraut Taubnessel, weiße Thymian
Waldmeister Wiesenknopf Ysop
Zwiebel

Ackerschachtelhalm
Auch Zinnkraut genannt (weil es früher zum Putzen von Zinngeschirr verwendet wurde). Das Zinnkraut hat eine harntreibende Wirkung, ist blutstillend und mineralsalzzuführend. Somit ist es ein ideales Kraut bei Nieren- und Blasenleiden. Es sollte in keiner Teemischung für Blasen- und Nierentee fehlen!

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Alraune

Die Alraune gibt es in verschiedenen Arten, die Herbstblühende ist leichter zu halten als die Frühjahrsblühende.

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Arnika

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Bärlauch


Bärlauch vertreibt den Winterfrust! Seinen Namen verdankt der Bärlauch den alten Germanen. Der Bär - so glaubte man - verleihe seine Kraft und Fruchtbarkeit auch bestimmten Pflanzen, durch deren Verzehr sich der Mensch Bärenkräfte einverleiben könne. Nach entbehrungsreichen Wintern waren die frischen Bärlauchblätter eine willkommene Quelle für Vitamine und zur Entschlackung des Körpers. Der Bärlauch wird im Volksmund auch Hexenzwiebel genannt.
Der Bärlauch wächst gerne in lichten Birkenwäldern und ist weit verbreitet. In den letzten Jahren ist er zu einem "Mode-Kraut" geworden, so dass man ihn inzwischen auch in Gemüseläden und auf Märkten bekommt. Sein nach Knoblauch duftendes Aroma macht ihn in der Kräuterküche zu einem sehr beliebten und würzigem Kraut!

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Baldrian


Auch Katzenkraut genannt, weil der Geruch dieser Pflanze die Katzen magisch anzieht. Gesammelt wird bei diesem Kraut die Wurzel, die man aus der Erde zieht, abschrubbt und dann trocknet. Die feinen Wurzelteile werden dann kleingeschnitten und können als Tee zubereitet werden. Baldrian hat aufgrund seines Alkaloidgehaltes eine beruhigende und krampflösende Wirkung. Anzuwenden bei Schlafstörungen, Migräne, Depressionen, psychischen Störungen, Durchfällen, Darmkrämpfen, Klimakteriumsbeschwerden. In Kissen und Säckchen gefüllt soll man ihn im Haus aufhängen. Für guten Schlaf, als Schutzkraut und zur Reinigung.
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Basilikum


Dieses aromatisch duftende Kraut hat eine leichte Wirkung bei Magenbeschwerden und Blähungen. Außerdem gilt er als milchbildend und kann als Tee in der Stillzeit getrunken werden. Er ist aber mehr als Küchenkraut zu empfehlen. In der italienischen Küche ist es sehr beliebt. Ich benutze Basilikum für Salate, Tomatensoßen und in meiner Pesto. 
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Beifuss
Auch wilder Wermut genannt. Er ist der kleine Bruder des Wermuts und hat ähnliche Wirkung in abgeschwächter Form (ist aber dafür weit eher trinkbar als Wermut, bei dem es einem doch ganz böse schüttelt!). Seine Bitterstoffe sind galletreibend, fiebersenkend und krampflösend. Er wird deshalb bei Verdauungsstörungen und Menstruationsbeschwerden angewandt. Schon im Mittelalter wurde er als Gewürz für fette Speisen verwendet. Ich nehme ihn zur Füllung (als getrocknetes Bündel) für meinen Gänsebraten. Beifuss galt auch als Schutzkraut: "Wer Beifuss bei sich trägt, ist sicher vor Gift, wilden Tieren und Sonnenstich" - na, dann kann ja nix mehr passieren :-). Ein anderer Volksglaube sagt, man solle Beifuss auf Reisen in einem Säckchen bei sich tragen, das würde einen beschützen. Beifuss-Räucherungen werden heute auch wieder in der Geburtsheilkunde eingesetzt, wenn sich das Kind im Mutterleib drehen soll, werden bestimmte gymnastische Übungen empfohlen und Beifussräucherungen über dem Bauch. Angeblich soll der Geruch des Beifusses das Baby dazu bewegen, sich von alleine zu drehen.
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Bibernelle
Auch Pimpinella genannt. Im Mittelalter wurde ihr Wunderheilung gegen Cholera und die Pest zugeschrieben. "Esset Knoblauch und Bibernell, dann sterbet ihr nicht so schnell". Sie hat zwar wundheilende und hustenstillende Eigenschaften, wird aber heute mehr als Würzkraut verwendet.

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Bittersüß

Bittersüß wurde schon im Mittelalter gegen Hautkrankheiten eingesetzt, da es Cortisonähnliche Inhaltsstoffe besitzt. Dadurch besitzt es entzündungshemmende Eigenschaften und lindert auch akute und chronische Schmerzen recht rasch. Nur äußerlich anwenden!!!

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Bohnenkraut


Bohnenkraut wurde vom Schwarzen Meer in unsere Region gebracht. Als Heilpflanze spielt es heute keine so große Rolle mehr. Obwohl es durchaus bei Husten als Tee zu nutzen ist. Es wird heute vielmehr gerne als Gewürzkraut für deftige Speisen, wie Bratkartoffeln, Bauernfrühstück, Bohneneintopf etc., genommen. Durch seinen würzig-aromatischen, bitterscharfen Geschmack rundet es diese Speisen ideal ab.

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Borretsch


Auch Borretsch ist ein Kraut, das mehr in der Küche als in der Naturheilkunde Verwendung findet. Allerdings müssen seine stacheligen und haarigen Blätter sehr klein geschnitten werden. Das aus ihm gewonnene Borretschöl ist als Heilmittel in Salben und Lotionen für Neurodermitiskranke zu empfehlen. Borretschblätter riechen nach Gurken, schmecken leicht und erfrischend gurkenähnlich und ganz leicht zusammenziehend. Das frische Kraut eignet sich für frische Salate aller Art, in Dips und Mayonaisen und Kräuterbutter, für "Grüne Soße", ältere Blätter zu Mangold oder Spinat gegeben verbessern Geschmack und Farbe. Die essbaren Blüten sind eine hübsche Dekoration in Salaten, und sommerlichen Getränken. Besonders hübsch sind in Eiswürfel eingefrorene Blüten.

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Brennessel


Die Berührung mit ihr bleibt jedem unvergessen. Das Brennen und Jucken wird von der Ameisensäure ausgelöst. Seit altersher wurde die Brennessel zur Behandlung von rheumatischen Beschwerden benutzt. Das Peitschen der Haut hat eine durchblutungsfördernde Wirkung und wurde schon im Mittelalter gegen Rheuma angewandt. Übrigens soll diese Methode auch eine potenzsteigernde Wirkung haben :-)Und auch dem Brennesselsamen wird eine aphrodisierende Wirkung zugeschrieben.  Als Tee hat die Brennessel eine blutreinigende und harntreibende Wirkung. Eine enorme Wirkung auf die (Haar-) Gesundheit haben auch die Fruchtstände der Brennessel, wenn sie verspeist werden.
Diese Wirkung machten sich früher sogar Pferdehändler zu nutze, denn ins Futter gemischt verliehen die Früchte den Pferden ein seidig glänzendes Fell und es wird behauptet, dass auf diese Weise sogar noch aus dem klapprigsten Gaul ein feuriges Ross wurde, - zumindest für den Augenblick  ;-)
Für europäische Kräuterhexen ist die Brennessel eine äußerst wertvolle Begleiterin und unverzichtbar.
Sie umgibt uns überall, sogar in Großstädten gedeiht sie üppig und mit ihr erobert sich die Wildnis in Hinterhöfen, an Straßenrändern, in noch so gepflegten Parks und Vorgärten neue Räume zurück. Sie wächst, ob erwünscht oder nicht, das ist ihr egal und sie hält ihre Bastionen mit enormer Vitalität und Ausdauer.

Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen.
Das gilt besonders für die Brennessel, da sie eine wertvolle Nahrungspflanze ist.
Und nach dem Motto “Du bist, was Du ißt” verleibt sich Kräuterhexe ja besonders gern Nahrung ein, die sie auf allen Ebenen, d.h. sowohl in praktisch ernährungsphysiologischer Hinsicht wie auch die magische Arbeit betreffend rundum optimal unterstützt und versorgt.

Also, wenn wir diesen Spruch jetzt mal wörtlich nehmen, würde ich, wenn ich die Wahl hätte selbstverständlich lieber zu einer Brennesselpflanze, als zu einer Vitaminpille oder einem Hamburger werden. Auch eine genmanipulierte Tomate wäre nicht mein Traumberuf! Hi hi ? - Das nur mal so als kleine magisch- philosophische Betrachtung am Rande, (für alle, die gerne was missverstehen: mit “Hamburger” sind natürlich NICHT die Einwohner von Hamburg gemeint! ;-))

siehe dazu auch Rezepte !

 

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Brombeerblätter
Getrocknete Brombeerblätter werden als Tee verarbeitet. Sie helfen bei verstärkten Regelblutungen (ähnlich wie der Himbeerblättertee). Außerdem ist der Tee blutreinigend und gefäßverengend. Auch bei Durchfall anzuwenden.
Aus den wunderbaren Früchen können wir herrlichen Brombeergelee zubereiten. Der auch gemischt mit Holunder sehr gut schmeckt!
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Dill


Ein altes Sprichwort sagt: "Ich hab' Senf und Dill, mein Mann muss tun, was ich will". Am Hochzeitstag sollte die Frau Senf- und Dillsamen auf die Sachen des Mannes streuen und diesen Satz dazu sprechen :-). Dill soll auch vor bösen Hexen schützen und vor Gewitter. Man kann Dill auch über die Haustür hängen, dann sorgt er dafür, dass keiner, der es böse meint, das Haus betritt. Als Badezusatz soll Dill unwiderstehlich machen ... aber er kann auch einfach in den Gurkensalat gegeben werden. Dill hat einen leicht flüchtigen appetitlich, holzigen Duft mit frischer Brise" und einen kräftig würzigen erfrischenden Geschmack. Für Dillsuppe, feine Soßen, frische Salate (besonders Gurken), Tofu - und Fischsalate, Fischsuppen, Kochfisch, zu Tomaten, Quark, zum Einlegen von Gurken, zu Mayonaisen, Dips, Kräuterbutter, Kräutersenf und Kräuteressigen eignet er sich besonders gut. Dill wirkt blähungstreibend und wohltuend entspannend auf Magen und Darm, appetitanregend und verdauungsfördernd. In der Volksmedizin werden Dillfrüchte außerdem zur Anregung der Milchbildung verwendet.

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Ehrenpreis


Auch Männertreu genannt, weil schon bei leichter Berührung die Blüten abfallen. Wegen dieser Empfindlichkeit wurde es auch als Mittel für Menschen von sensiblem Gemüt angesehen. Trotzdem war es im Mittelalter als Wundermittel gepriesen und ihm wurden eine Vielzahl von Wirkungen zugeschrieben. Heute ist Ehrenpreis ein wenig in den Hintergrund gedrängt worden. Anzuwenden bei Husten, Nervosität, Altersjucken, Rheuma und Gicht. Sein Tee hat verdauungsfördernde, hustenstillende und blutreinigende Wirkung.
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Frauenmantelkraut


Wird auch Muttergottesmantel genannt und ist mit religiösen Vorstellungen verbunden. Das Frauenmantelkraut wird, wie sein Name schon sagt, hauptsächlich zur Behandlung von Frauenleiden angewandt. Ist aber auch einzusetzen bei Durchfall und bei Muskel- und Gliederschmerzen. Der Name Alchemilla hat folgenden Ursprung: Der Frauenmantel gehört zu den wenigen Pflanzenarten, die aktiv Wasser abgeben können (man nennt diesen Vorgang "Guttation"). Dadurch bilden sich sowohl an den gezähnten Blatträndern als auch in der Mitte des "Blattkelches" Wassertropfen, die in der Sonne glitzern. Diese Flüssigkeit galt den Alchimisten in früheren Zeiten als wichtige Zutat für alchemistische Prozesse. Sie dachten mithilfe dieser Tropfen Gold und Silber herstellen zu können.
 Sehr zu empfehlen ist auch die kosmetische Anwendung des Tees als Badezusatz. Dadurch wird die Haut gestrafft, gestärkt, geklärt und erfrischt
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Gänsefingerkraut

Ein Kraut das weit verbreitet auf unseren Wiesen wächst. Es hat krampflösende und entzündungshemmende Eigenschaften und ist dadurch gut bei Durchfällen und Unterleibskrämpfen einzusetzen. Ein gutes Mischkraut für Magentee und Kräuterbitter.
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Gundermann


Auch Gundelrebe genannt, war schon den alten Germanen als Heilpflanze bekannt. Auch Hildegard von Bingen erwähnte Gundermann in ihren Schriften. Sie empfahl das Kraut heiß zu überbrühen und warm in ein Leinentuch zu geben, welches bei Ohrentzündungen auf die Ohren gelegt wurde. Heute wird die Gundelrebe nur noch wenig verwendet. Da es aber ein Kraut ist, das fast in jedem Garten wild wächst, kann man es gut für die Küche nutzen: Die zarten, feingehackten Gundermannblättchen verleihen Salatsaucen oder dem Kartoffelsalat ein ganz neues Aroma. Gundermann hat einen aromatischen, bitteren und leicht scharfen Geschmack. Er kann gut mit anderen Wildkräutern zusammen zu Suppen, in Kräuterquark, Salaten, Dressings und Soßen verarbeitet werden. Probieren Sie zunächst mit kleinen Mengen denn Gundermann kann in einem Gericht schnell dominieren.
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Hagebutte
Die Scheinfrüchte der Heckenrose, auch Hundsrose genannt, sind sehr reich an Vitamin C. Deshalb ist der Tee aus getrockneten Hagebuttenschalen ein gutes Mittel zum Vorbeugen gegen Infektionskrankheiten. 

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Herzgespann
Ist ein seltenes und geschütztes Kraut. Man sollte es sich also im Garten kultivieren, wenn man es als Heilkraut nutzen will. Man kann es in der Apotheke käuflich erwerben (ich vergesse diese Möglichkeit immer zu erwähnen - das gilt aber für alle Kräuter). Herzgespann hilft bei klimakterischen Beschwerden, Hitzewallungen, Angstzuständen, Nervosität und bei starkem Herzklopfen. Im Klimakterium empfiehlt sich ein Tee aus Herzgespann und Johanniskraut. Es kann aber auch bei Blähungen und Magen-Darmstörungen eingesetzt werden.
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Himbeerblätter

Der Himbeerblättertee ist ein Wundermittel bei sehr schmerzhaften und starken Regelblutungen, da er die Regelblutungen normalisiert. Er ist aber auch bei Durchfall und Fieber einzusetzen.
Wie bei der Brombeere können auch von der Himbeere gleichermaßen Früchte und Blätter verwendet werden. Die Früchte schmecken frisch als sommerliches Beerenobst, sie können aber auch zu leckeren Marmeladen, Gelees, Säften oder Likören verarbeitet werden. Bekannt ist auch Himbeersirup, der zur Herstellung erfrischender Getränke genutzt wird, oder Himbeerkompott (z.B. "Vanilleeis mit heißen Himbeeren"). Aus Himbeerwein gebrannter Schnaps, der Himbeergeist, heizt an kühlen Winterabenden ein. Aber nicht nur die Früchte, sondern auch die Blätter finden in Küche und Hausapotheke Verwendung. Gemischt mit z.B. Pfefferminzblättern, Brombeer- und Erdbeerblättern, Melissenkraut, Hagebuttenschalen u.a. entsteht ein köstlicher Haustee, der warm wie kalt ein idealer Durstlöscher sein kann. Die Früchte sind vitamin- und mineralstoffreich. Himbeeren und ihre Zubereitungen können das ganze Jahr über eine gesunde Bereicherung des Speiseplans sein. Die Blätter haben eine zusammenziehende, leicht antibakterielle und gewebestärkende Wirkung. Himbeerblättertee soll Schwangeren die Geburt und Wöchnerinnen das Kindbett erleichtern.

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Hirtentäschel


Der Name kommt von den vielen kleinen taschenförmigen Schoten, in die, nach altem Volksglauben, der liebe Gott seine Heilkräfte gelegt haben soll. Es wächst überall sofort, wo Erde aufgeworfen wird. Als Tee getrunken wirkt es gegen Hauterkrankungen und Ekzeme. Seine blutstillende Wirkung wurde noch im Zweiten Weltkrieg zur Heilung von Kriegsverletzungen genutzt. Das Hirtentäschelkraut hat einen leicht bitteren und etwas zusammenziehenden Geschmack. Es kann als Zutat in Wildkräutersalaten und -suppen verwendet werden. Dazu eignen sich am besten die Samenschoten, Blätter und Blüten. Die Stengel sind eher zäh. Weiterhin kann Hirtentäschelkraut auch ein Bestandteil von Kräuterteemischungen sein. Es wirkt auch anregend auf die Darmmuskulatur.
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Holunder


Er ist eine alte, sagenumwobene und vielseitig verwendbare Pflanze. Der Holunderstrauch gehört zu den wenigen Pflanzen, die schon in vorgeschichtlicher Zeit bekannt waren. Sein Samen wurde bereits in Steinzeitsiedlungen gefunden. Den alten Germanen war er heilig und er war der schützenden Hausgöttin Frau Holle gewidmet. Es wurde auch geglaubt, eine Göttin würde in den Blüten wohnen. Einen Holunderbaum umzuhauen galt als schwerer Frevel, der Unglück und sogar den Tod bringen konnte. Und auch in christlichen Legenden wird er erwähnt, demnach soll sich Judas an einem Holunderstrauch erhängt haben. Der Volksmund sagt: "Wer Holunder bei sich trägt, schreckt vor Ehebruch zurück".
Der Holunder wird in der Pflanzenheilkunde vielseitig verwendet. Gesammelt werden die Blüten, die Beeren und auch die Blätter. Vorsicht: Der Genuss von rohen Beeren kann Übelkeit und Erbrechen auslösen!
Holunderblütentee wird eingesetzt bei Erkältungen und Blasenentzündungen, Holundersaft aus den Beeren bei Husten und Erkältungen (hoher Vitamin C-Gehalt). Blattauflagen sind angezeigt bei müden Augen und  Bindehautentzündungen.
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Huflattich

Eines der bekanntesten Hustenmittel. Er hat schleimlösende, schweißtreibende und sedative Wirkung. Als Tee alleine oder mit anderen Kräutern gemischt, ist es ein gutes Mittel, um festsitzenden Husten zu lösen. Auch kann das getrocknete Kraut bei Erkrankungen der Atemweg als Zigarette oder in der Pfeife geraucht werden. Dies erzeugt ein angenehmes Wärmegefühl im Brustkorb. Ist aber wohl eher für Raucher zu empfehlen. Neuerdings ist der Huflattich etwas ins Gerede gekommen. Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass einer seiner Wirkstoffe in hochkonzentrierter Form bei Tierversuchen krebserregende Wirkung hat. Allerdings wurde ein Hundertfaches der Dosis verabreicht. Er enthält Pyrrolizidinalkaloide.
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Johanniskraut


Johanniskraut ist das Hexenkraut schlechthin. An seinen leuchtend gelben Blüten ist es leicht zu erkennen. Wenn man eine Blüte zwischen den Fingern zerreibt, tritt ein roter Farbstoff aus, das ist der Wirkstoff  Hypericin. Welcher inzwischen ausgiebig untersucht wurde und seine Heilwirkung wissenschaftlich belegt ist. Aber viel schöner finde ich die sagenhaften Geschichten, die sich um diesen Saft ranken. So wurde er im Volksglauben als das Blut Christi gedeutet, das aus seinen Wunden ausgetreten ist. Der Legende nach stand die Pflanze unter dem Kreuz Christi und jede Blüte fing einen Tropfen seines Blutes auf. Eine andere Legende sagte, dass die Blumen weinten, als der heilige Johannes zum Märtyrertod geführt wurde. Zum Dank dafür vermachte dieser ihnen sein Blut. Eine weitere Legende berichtet, dass das Johanniskraut an der Stelle wuchs, an der der Kopf von Johannes des Täufers zu Boden fiel, nachdem ihn Herodes auf Wunsch von Salome enthaupten ließ.
Es ist das Kraut auf das Wöchnerinnen und die Neugeborenen gebettet wurden und es ist ein Kraut, das auch als Liebesorakel diente. In der Johannisnacht wurde das Kraut von jungen Mädchen gerne in ein Leinensäckchen gefüllt, dann sprachen sie den Satz: Ist mein Schatz gut, kommt rotes Blut. Ist er mir gram, gibt's nur Scham (Schaum).
Dem Johanniskraut wird eine schützende Wirkung vor bösen Hexen und Gewittern nachgesagt. Es wurde in bäuerlichen Gegenden überall aufgehängt. Und auch die Kirche hat sich des Krautes bedient als Mittel zum Exorzismus. Man hat den vom "Teufel besessenen" Johanniskrauttee zum Trinken gegeben. Da es sich dabei vermutlich um psychisch erkrankte Menschen gehandelt hat, wurden sie durch das Johanniskraut ruhiggestellt. Auch vor Hexenverbrennungen wurde dieser Trank den Verurteilten gereicht.
Seine Wirkung als Heilpflanze ist heute unumstritten. Kein Heilkraut wurde wissenschaftlich so genau und gründlich untersucht wie dieses! Und inzwischen kommt auch die Schulmedizin nicht mehr darum herum, dieses Kraut als echte Alternative zu Psychopharmaka einzusetzen. Es ist stimmungsaufhellend, antidepressiv und beruhigend zugleich. Er ist beispielsweise anzuwenden bei Depressionen, Angstzuständen, Nervosität, Schlafstörungen und klimakterischen Beschwerden. Der Tee sollte allerdings über einen längeren Zeitraum hinweg regelmässig getrunken werden (ca. 3 Wochen). Längere Aufenthalte in der Sonne sollten in dieser Zeit vermieden werden, da das Hypericin zu einer Sonnenallergie führen kann. Was sich aber normalerweise nur bei besonders sonnenempfindlichen Menschen bemerkbar macht.
Johanniskrautöl  ist ein sehr gutes Wundöl. Kratzer und Schrunden heilen schneller ab. Außerdem hat es eine ausgezeichnete Wirkung bei Muskelverspannungen, Zerrungen, Prellungen, rheumatischen Beschwerden und auch bei Sonnenbrand.
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Kamille


Die Kamille ist überall als Heilkraut bekannt. Bei ihr ist zu beachten, dass sie ihre Wirkung erst nach dem Kochen voll entfaltet (Wirkstoff:Pro-Azulen C). Sie hat krampflösende, schmerzlindernde und antiseptische Wirkung. Und wird gerne als Tee verwendet bei Koliken, Magenbeschwerden, Nieren- und Blasenbeschwerden, auch bei Erkältungen (mit Honig!) und bei Menstruationsbeschwerden. Kamillensalbe oder -creme wird bei rauher und spröder Haut angewendet und dient dem Heilungsprozess von kleinen Wunden.. Als Hexenkraut bringt die Kamille Frieden und Harmonie.
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Katzenminze


Die Katzenminze wird von Katzen sehr geschätzt und gerne gefressen. Sie findet Verwendung als aromatische Zutat zu Kräutertees, als Duftpflanze für den Garten denn sie bildet duftende Teppiche. Außerdem ist die Katzenminze auch ein Bestandteil von Hexenflugsalben - deren weitere Ingredienzien natürlich geheim sind :-)
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Knoblauch


Als Heilpflanze ist der Knoblauch ausgiebig untersucht worden. Ob die Einnahme von Knoblauchpillen uns allerdings wirklich 100 Jahre alt werden lässt, wage ich zu bezweifeln. Dennoch ist nachgewiesen, dass im Knoblauch Substanzen sind, die bakterielles Wachstum vermindern, Knoblauch ist gut für die Verdauung und schützt vor Erkältungskrankheiten. Aber in erster Linie ist er eine wunderbare Gewürzpflanze, ohne die unsere Rezepte um vieles ärmer wären.
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Labkraut, echtes


Vom Labkraut gibt es verschieden Sorten. Das "echte" oder "wahre" Labkraut, ist das leuchtend gelbe. Seine Blüten haben einen leichten Duft nach Honig. Seinen Namen hat es wegen des enthaltenen Labenzyms, welches die Milch gerinnen läßt. Es hat harntreibende und krampflösende Wirkung und ist deshalb besonders bei Blasen- und Nierenerkrankungen zu empfehlen.
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Lavendel

Der Lavendel ist eine Pflanze, die eigentlich im Mittelmeerraum beheimatet ist. Er ist aber bei uns in kultivierter Form sehr verbreitet und hat sich dadurch auch schon teilweise wild ausgebreitet. Lavendel ist schon immer begehrt wegen seiner guten Duftsoffe und wird als Lavendelwasser oder auch als Zusatz in Parfums benutzt. Hildegard von Bingen sah im Lavendel ein Antiaphrodisiakum - sie bezeichnete es deshalb als Muttergotteskraut. Aber auch als Heilpflanze ist er angezeigt. Lavendelöl  eignet sich sehr gut, um damit Kopfschmerzen zu lindern, wenn man es auf Stirn und Schläfen reibt. Auch bei Verbrennungen und Sonnenbrand verschafft es der Haut Kühlung. Es ist auch anzuwenden bei Verstauchungen und Prellungen. Häufig wird Lavendel auch in Duftsäckchen gefüllt und in den Kleiderschrank gehängt. Der Geruch hält den Schrank frei von Motten. Andererseits heißt es, dass der Duft von Lavendel auf Männer besonders anziehend wirken soll. Nun, Männer und Motten müssen ja nicht den gleichen Geschmack haben :-)
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Liebstöckel


Auch Maggikraut genannt, weil es genauso riecht wie diese Küchenwürze in der kleinen braunen Flasche. Das Kraut muss allerdings mitgekocht werden, damit das ganze Aroma frei wird. Auch in der Pflanzenheilkunde findet es Anwendung. Es hat harntreibende, verdauungsfördernde Eigenschaften. Und der Name sagt es schon, in der Hexenküche wird es als aphrodisierendes Mittel eingesetzt. Deshalb sollte Liebstöckel im Gewürzregal niemals ausgehen!
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Lindenblüten
Der Lindenblütentee ist ein weit verbreitetes Heilmittel. Er reinigt den Körper vor Giftstoffen Seine schweißtreibende Wirkung macht ihn zu einem wesentlichen Bestandteil von Husten- und Erkältungstees. Eine Schwitzkur mit Lindenblütentee zu Anfang einer Erkältungskrankheit kann diese vertreiben. Außerdem hat der Tee schleimlösende und sedative (beruhigende) Wirkung. Auch ist er angezeigt bei Verdauungsstörungen und Harn- und Blasenleiden. Und eines hat der Lindenblütentee auch noch zu bieten: Er ist sehr wohlschmeckend und wird auch von Kindern gerne getrunken. 
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Löwenzahn


Den kennt nun wirklich jeder! Tee aus Löwenzahnblättern oder Löwenzahnsaft regen die Tätigkeit der Leber und der Nieren an. Eine solche Kur sollte allerdings ca. 6 Wochen dauern. Danach sei man wie durch einen Jungbrunnen gezogen. Menschen mit einer Neigung zu Gallensteinen, können der Neubildung von Steinen damit vorbeugen. Auch kann man sich zur Blutreinigung leicht einen Löwenzahnhonig herstellen  und davon täglich 1 Eßl. voll einnehmen. Löwenzahn als Salatzubereitung ist inzwischen auch weit verbreitet (allerdings sollte man dazu die jungen Blätter nehmen). Da die Älteren bitter schmecken, die jungen Blättchen haben weniger Bitterstoffe, weswegen sie sich besonders für frische Salate eignen
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Mädesüß


Auch Spierstrauch oder Geißbart genannt. Wächst gerne an den Ufern von Flußläufen und Seen. Seine weißen Blüten werden zu Tee verarbeitet, der eine gute harntreibende Wirkung hat, auch eine schweißtreibende und deshalb bei Blasen- und Nierenleiden angezeigt ist oder in die entsprechenden Teemischungen gehört. Der Wirkstoff Salizylsäure (= der Wirkstoff des Aspirins)ist darin enthalten, deshalb kann ein Mädesüß-Tee bei leichteren Schmerzen getrunken werden. Habe auch davon gehört, dass es im Klimakterium verabreicht wird, wobei das meiner Meinung nach ein bißchen im Widerspruch zu seiner schweißtreibenden Wirkung steht. Mädesüß ist ein Kraut, das schon die Kelten gerne verwendet haben. Es ist aber auch ein gutes Gewürz für die Weihnachtsbäckerei. Es hat einen leichten Vanilleduft und auch -geschmack, was bei Weihnachtsplätzchen zu einem guten Aroma führt.
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Majoran


Er ist in fast allen Kräuterbeeten anzutreffen und er ist ein fester Bestanteil unserer Würzkräuter. In der Volksmedizin schätzt man Majoran als Teezubereitung bei Erkältungskrankheiten, Blähungen und Zahnfleischbluten. In der Antike war er der griechischen Göttin Aphrodite gewidmet. Um das Verlangen der Angebeteten zu erwecken, soll der Tischwein mit Majoran versetzt werden. Er schmeckt herb mit einem würzigen, holzigen Geruch, herzhaft und aromatisch, leicht bitterlicher Geschmack, typisches Wurstgewürz, weiterhin für Hülsenfrüchte, Kartoffelklöße, Kartoffelgerichte, Pilzgerichte, zu Fischsalat und Schmalz, für vegetarische Brotaufstriche.

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Melisse
Sie ist eine Pflanze, die aus dem Orient kommt, aber heute in vielen Gärten kultiviert ist. Melissentee ist sehr wohlschmeckend und alleine aus diesem Grund schon ein Genuss. Als Heilkraut wirkt die Melisse gegen Depressionen. Sie hat eine ausgleichende und beruhigende Wirkung, ist aber auch spasmolytisch (krampflösen) und verdauungsfördernd. Der Melisse wird auch eine heilende Wirkung bei Liebeskummer nachgesagt. Früher banden sich liebeskranke Mädchen Melisseblätter auf die Brust. Das sollte das liebeskranke Herz heilen. Wer einmal ein Melisseblatt in den Händen zerrieben hat und den wohlriechenden Duft eingeatmet hat, der glaubt sofort an diese Wirkung!
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Odermennig


Dies ist ein altes Heilkraut, das schon im Altertum angewandt wurde. Aus einem alten Kräuterbuch: "Odermennig ist gut den zerknirschten Gliedern, darauf gebunden. Es heilt Schläg und zerschlagene Glieder mit dem Saft darauf gestrichen. Von Odermennig getrunken vertreibt alle Schmerzen im Leib. Damit gebadet in einem Schweißbad ist gut für den Stein, so von Hitze und Dörre entstanden."
Mit dieser mittelalterlichen Schilderung ist schon viel über seine Wirkung erzählt. Es wirkt bei Nieren-, Leber und Milzleiden, Gallenblasenentzündungen, Magenübersäuerung und Durchfall, auch bei Frauenleiden. Als Salbenzubereitung bei Prellungen und Quetschungen  ist sie ein gutes Mittel zur schnellen Heilung und Schmerzlinderung.
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Oregano


Auch Dost oder wilder Majoran genannt. Auch dieses Kraut wurde im Mittelalter dazu verwendet Hexen und Geister fernzuhalten. Heute wird er überwiegend als Küchenkraut genutzt (besonders in der italienischen Küche). Als Heilkraut hat Majoran verdauungsfördernde, schleimlösende und zyklusregulierende Wirkung. Ausserdem soll er  auswurffördernd, krampflösend, appetitanregend, gallentreibend, verdauungsfördernd wirken. Sein ätherisches Öl wirkt Candida - Mykosen ( Hefepilzen) entgegen.

siehe Rezepte
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Petersilie


Die Petersilie ist das vielleicht bekannteste Küchenkraut in deutschen Landen. Petersilie sollte immer erst kurz vor Fertigstellung des Gerichtes zugegeben werden, da sie sonst ihre Wirkstoffe verliert (auch den hohen Vitamingehalt). In der Kräuterheilkunde wird sie angewendet bei Leberleiden (Gelbsucht), Erkrankungen des Urogenitaltraktes (Zystitis, Prostatis). Der Petersilie wird auch ein aphrodisierender Effekt nachgesagt. Es gibt da den alten Spruch: "Petersilie hilft dem Mann auf's Pferd - und der Frau unter die Erd". In der Antike galt Petersilie als Symbol der Widergeburt. Sie soll die Kraft haben neues Leben einzuhauchen. Ihre Wurzeln wurden in die erotisierend wirkenden Flugsalben gemischt. Ferner wurde dieses uns so vertraute Küchenkraut im Mittelalter auch für Abtreibungen benutzt. Ihr ätherisches öl (Apiol) kann durch seine anregende Wirkung den Uterus reizen und dadurch einen Abort auslösen. Natürlich ist es aber ungefährlich für Schwangere, wenn ein bißchen Petersilie im Salat ist!!
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Pfefferminze


Pfefferminztee hat wohl jeder schon mal getrunken, der irgendwann mal im Krankenhaus lag. Sie hilft bei Erkältungen und Beschwerden von Magen, Darm und Galle. Bei Kopfschmerzen soll man Minzeblätter in den Nacken legen, bei Fußschmerzen in die Schuhe. Minzöl ist in vielen Badeölen, Hautcremes und Arzneimitteln. Als Inhalation oder als Einreibung bei Erkältungen sorgt es für Befreiung der Atemwege. Es ist aber damit auch Vorsicht geboten, da das öl (das Menthol) die Schleimhäute reizen kann. Wenn man zuviel Minzöl in das Badewasser gibt, kann man sich leicht Verbrennungen zuziehen, da durch die kühlende Wirkung des Menthols die wahre Temperatur des Wassers leicht unterschätzt wird.
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Ringelblume


Die ursprünglich aus dem Mittelmeerraum kommende Pflanze ist wegen ihrer dekorativen Blüte schon seit ca. 500 Jahren bei uns beheimatet. Ringelblume ist eine aromatische Pflanze, die reichlich ätherische Öle und Harze enthält. In der Küche werden de Blüten verwendet. Sie eignen sich zur Dekoration von Salaten und Getränken. Die abgezupften Blütenblätter geben frischen Sommersalaten, Suppen und Gemüse eine angenehm, mild-aromatische Würze.
Sie ist aber nicht nur eine hübsche Zierpflanze, sondern eine der ganz großen Heilpflanzen zur Bereitung von Salben. Verwendet werden in erster Linie die Blüten, die zur Salbenverarbeitung verwendet werden oder aber in getrocknetem Zustand zu Tee. Wobei die Nutzung als Tee rückläufig ist, obwohl die Ringelblume eine krampflösende Wirkung hat und somit bei Magenkrämpfen und Menstruationbeschwerden angewendet werden kann.  Die Ringelblumensalbe ist aber ein Heilmittel der allerersten Wahl! Sie wirkt sowohl bei spröder und rissiger Haut, als auch bei schlecht heilenden Wunden, bei Mundwinkelentzündungen, rauhen Lippen, sie lindert Sonnenbrand und leichtere Verbrennungen. Und sie hat eine durchblutungsfördernde Wirkung auf die Haut, was bewirkt, dass die Haut zart und geschmeidig wird. Salbenumschläge sind angezeigt auch bei Ekzemen, Erfrierungen, Hornhaut und Blutergüssen.
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Rosmarin


Den Rosmarin verwende ich in der Küche als Gewürz und auch als Zugabe bei der Herstellung von Kräuterölen und -essigen. Und zum anderen gehört er in Form seines ätherischen öls in mein Lieblingsölbad.  Rosmarin hat eine wundheilende, entzündungshemmende und stimmulierende Wirkung und ist deshalb für die Haut besonders zu empfehlen. Seine verdauungsfördernde, spasmolytische und kreislaufstimmulierende Wirkungen sind der Grund für seine innere Anwendung. Rosmarintee kann sowohl zur Anregung des Blutdrucks als auch zur Verdauungsförderung getrunken werden. Einen Nachteil hat der Rosmarin, normalerweise sind seine Pflanzen nicht winterhart, was bedeutet, dass man ihn in Kübel zieht, die man im Winter ins Haus bringen muss. Seit neuerem gibt es aber auch winterharte Stauden. Jedenfalls einen Winter haben sie in meinem Kräuterbeet schon überlebt. Rosmarin kann auch als Räucherzeug zur Reinigung der Atmosphäre verwendet werden. Es gilt außerdem als Schutzkraut.
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Salbei


"Lasst Salbei im Garten wachsen, und der Tod wird euer Haus nicht betreten!" - dies ist ein Spruch von den alten Römern. Salbei hilft bei verschiedenen Beschweren. Bekannt ist sicher seine Wirkung bei Halsschmerzen und Erkrankungen der Atemwege. Als Gurgelmittel und als Tee wird er da vielseitig verwendet. Er hilft aber auch bei Nervosität, Leberleiden, Migräne, gegen Schweißausbrüche in den Wechseljahren, und als Gurgelmittel bei Angina und Zahnfleischentzündungen. Salbeitee eignet sich auch zum Abstillen, da er die Milchbildung hemmt. Es gibt viele verschieden Arten und der Duft des Salbeis ist wunderbar, wenn man ein Blatt in den Fingern zerreibt. Als Hexenkraut bringt der Salbei ein langes Leben, Weisheit, Gesundheit und Schönheit. Der Geschmack wird als kräftig, herb und holzig, bitter-aromatische und leicht zusammenziehend beschrieben, kühler Geruch, adstringierende, entzündungswidrige bakterienhemmende Wirkung, wirkt übermäßiger Schweißbildung entgegen, in Kräuteressigen und -ölen, an Tomatengerichten, Pasta und Pizza, sparsam sehr fein geschnitten in Salatdressings, in Marinaden, Soßen und Dips, zu Hülsenfrüchten, in Quark und Frischkäse, zu schweren, fetten Gerichten und Fisch passt er ideal.

siehe Rezepte
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Sauerampfer


Der Genuss in größeren Mengen ist gar nicht ungefährlich. Seine Oxalsäure steigert nämlich die Nervenerregbarkeit und es kann zu Krämpfen und Lähmungen kommen. Seine Wirkung als Heilkraut ist eher geringer.

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Schafgarbe

 

 


Auch "Augenbraue der Venus" genannt. Sie ist eines der ganz vielseitigen Kräuter, von denen eine Hexe schon einen größeren Vorrat für den Winter anlegen muss. Schafe fressen sie übrigens ganz gezielt, wenn es ihnen schlecht geht. "garbe" heißt soviel wie heilen. Und ein altes Sprichwort sagt: "Schafgarbe im Leib, tut wohl jedem Weib". Auch Pfarrer Kneipp sagte: "Viel Unheil bliebe den Frauen erspart, wenn sie ab und zu mal zur Schafgarbe greifen würden". Schafgarbentee hilft sowohl bei Menstruationsbeschwerden als auch bei Beschwerden in den Wechseljahren. Außerdem ist er anzuwenden bei Sodbrennen und Übelkeit, Blähungen, bei krampfartigen Magen-Darmbeschwerden und auch bei Gallenbeschwerden. Aber auch als Gewürzkraut können junge Schafgarbenblätter gut verwendet werden. Sie haben ein mild-würziges Aroma. Gerade bei fetten Speisen würzt sie angenehm und fördert die Verdauung. Sie kann aber auch gut in Salate gemischt werden.
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Schlehen

 

 


Schlehenblüten ergeben einen wohlschmeckenden Tee und können als leichtes Abführmittel verwendet werden. Aus den reifen Schlehen lässt sich ein wunderbarer Likör ansetzen.  Wobei die Schlehen noch besser ihr Aroma abgeben, wenn man sie nach dem ersten Frost sammelt. Was aber einen Nachteil hat - meistens findet man dann keine einzige Schlehe mehr, weil sie längst von den Vöglen weggefressen wurden :-)

 

Von der Schlehe können sowohl die Blüten, als auch die pflaumenähnlichen Steinfrüchte verwendet werden. Noch bevor sich im Frühjahr die Blüten von Kirsche und Pflaume öffnen, schmücken sich schon die Schlehenbüsche mit ihrem zarten weißen Flor. Die Blüten können gesammelt, getrocknet und pur oder gemischt mit anderen Kräutern zur Zubereitung von Tees verwendet werden. Die Früchte sind sehr gerbstoff- und säurehaltig. Roh schmecken sie aromatisch stark zusammenziehend und hinterlassen einen pelzigen Geschmack. Er wird etwas abgemildert, wenn die Schlehen nach dem ersten Frost gesammelt werden. Eine Köstlichkeit für kalte Wintertage ist ein aufgesetzter Schlehenlikör. Er eignet sich auch gut zum verfeinern von süßen und herzhaften Gerichten. Außerdem können aus den Früchten noch Marmeladen, Gelees und Sirup zubereitet werden. Der zusammenziehende Geschmack bleibt hier allerdings erhalten. Deshalb sollten Sie zunächst eine kleine Menge zubereiten und probieren.
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Schöllkraut

 

 

 


Mit dem Schöllkraut ist größte Vorsicht geboten, da es stark giftig ist. Es sollte nicht ohne ärztlich Anweisungen innerlich angewendet werden. Das Kraut kann zu Nervenlähmungen führen. Diese Wirkung wird bei Magen-Darm- und Gallenkoliken genutzt. Ungefährlicher ist seine Anwendung als Warzenmittel. Regelmäßig den frischen Saft von Schöllkrautblüten auf die Warze getröpfelt führt zu deren Verschwinden. 
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Spitzwegerich

 

 

 


Unter den Wegerichbrüdern (Breitwegerich, Mittlerer Wegerich und Spitzwegerich) ist er der bekannteste. Sein Geschmack ist frisch würzig. Die Verwendung der jungen, zarten Blättchen in Frühlingssalaten und Wildkräutersuppen ist sehr empfehlenswert da er sehr kaliumreich ist.
Die Wirkungsweise ist bei allen aber ziemlich ähnlich. Sein Hauptanwendungsgebiet sind die Erkältungskrankheiten. Spitzwegerichtee ist ein guter Hustenlöser.  Seine frischen Blätter kann man sehr gut einsetzen bei Insektenstichen. Die Blätter ausdrücken und auf den Stich geben, hilft gegen die Schwellung und den Juckreiz. Und das ist ein Mittel, das in der freien Natur praktisch überall zur Verfügung steht.
Eine angelsächsische Heilsagung aus dem 11 Jh.
"Und du Wegerich,
Mutter der Pflanzen,
offen nach Osten,
mächtig im Innern:
Über dich knarren Wagen,
über dich ritten Frauen,
Über dich ritten Bräute,
über dich schnaubten Farren

Allen widerstandest du
und setztest dich entgegen
nun widerstehe auch dem Gift
und der Ansteckung
und dem Übel,
das über das Land dahinfährt."

 

 

 

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Tausendgüldenkraut


Ist eine 1-2jährige einheimische Heilpflanze die fiebersenkend und wundheilend wirken soll. Bitte nur zur äußerlichen Anwendung oder auf Produkte aus der Apotheke zurück greifen.

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Taubnessel, weiße
Von ihr werden die weißen Blüten gesammelt und getrocknet. Diese sind auswurffördernd und werden deshalb bei Hustenerkrankungen gerne als Tee eingesetzt oder in Teemischungen verwendet.
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Thymian

Thymian ist ein Kraut, das als Küchenkraut und als Heilkraut eingesetzt wird. Er wirkt entkrampfend auf die Bronchien, ist auswurffördernd und antibakteriell und eignet sich daher bei Bronchitis und Keuchhusten und anderen Katharren der oberen Luftwege. Sein ätherisches öl eigent sich auch sehr gut für Inhalationen oder zur Luftbefeuchtung.  Auch zur Verwendung in Badeölen ist Thymianöl bestens geeigent. Als Hexenkraut wird Thymian auch zu Räucherungen genommen. Ein Thymianzweig in der Tasche getragen, soll vor schwierigen Lagen schützen.
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Waldmeister


Das noch nicht blühende Waldmeisterkraut entwickelt beim Welken seinen typischen aromatischen Duft. Dafür ist das beim Welken entweichende Cumarin verantwortlich, das aus in der frische Pflanze vorhandenen (nicht duftenden) Cumarinverbindungen entsteht. Waldmeister wird oft zur Herstellung der typischen Maibowle verwendet. Dabei sollte man darauf achten, nicht zuviel zu verwenden und das Kraut nicht zu lange ziehen zu lassen, sonst gibts Kopfschmerzen. Waldmeister ist etwas umstritten, weil sich Cumarin im Tierversuch als stark lebertoxisch herausgestellt hat. Dies soll aber nur für den übermäßigen Gebrauch gelten. Die Waldmeisterbowle ein mal im Jahr ist nach wie vor beliebt und solch geringe Konzentrationen gelten allgemein als unschädlich.
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Wiesenknopf
Der Große Wiesenknopf hat eine rote Blüte und wurde deshalb schon von altersher damit in Verbindung gebracht bei Blutungen wirksam zu sein. Inzwischen ist seine blutstillende Wirkung auch wissenschaftlich nachgewiesen. Bei Mensturationsstörungen wird er als Tee getrunken. Bei Nasenbluten soll man sich ein Bündel frisches Kraut in den Nacken legen.
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Ysop


Ähnlich wie Salbei, Thymian oder Rosmarin ist es ein stark duftendes Kraut. Die Inhaltsstoffe sind schleimlösend, entzündungshemmend und krampflösend. Deshalb wird es hauptsächlich bei Atemwegserkrankungen angewendet. Als Gewürz eignet es sich für Braten und Soßen da es  Herb würzig ist und geschmacklich zwischen Oregano und Salbei liegt. Der wissenschaftliche Name Hyssopus taucht sogar in der Bibel auf: "Entsündige mich mit Ysop, dann werde ich rein; wasche mich, dann werde ich weißer als Schnee." (Psalm51,9) Angeblich geht dieses Gebet auf David zurück, nachdem ihm wegen seines Ehebruchs mit Bathseba die Leviten gelesen wurden. Der Sage nach, soll es ein Ysopzweig gewesen sein, mit dem Jesus der Essigschwamm gereicht wurde, als dieser am Kreuz hing.
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Zwiebel
Laut Statistik ist die Zwiebel das meist verbrauchte Küchengemüse in deutschen Landen. Was sicher nicht zuletzt auf ihrer verdauungsfördernden Wirkung beruht, wenn sie nicht im Übermaß gegessen wird. Sie senkt außerdem den Blutzucker, ist Mineralsalz zuführend und blutstillend. Aber auch in der Heilkunde hat sie ihre Anwendung. Fast jeder wird wohl das alte Hausmittel kennen, eine frisch aufgeschnittene Zwiebel auf einen Wespen- oder Bienenstich zu legen. Der Zwiebelsaft hat nämlich auch antibakteriellen Charakter.

Man benutzt Zwiebeln auch bei Ohrentzündungen . Ein Leinensäckchen mit gehackten Zwiebeln  für Sekunden in die Mikrowelle geben (auch Hexen haben so was heute!). Dabei muss beachtet werden, dass die Zwiebeln nicht zu heiß werden, sonst führt ihr beißender Geruch auch zu den bekannten Augenreizungen. Dann wird dieses Zwiebelsäckchen auf das erkrankte Ohr gelegt. Selbst bei sehr schmerzhaften Mittelohrentzündungen hat das schon zu erheblicher Schmerzlinderung geführt.

Ein weiteres Hausmittel, das man mit der Zwiebel schnell herstellen kann ist Zwiebelsaft gegen Husten und Bronchitis: Eine große Gemüsezwiebel oben etwas abschneiden und aushöhlen . In die ausgehöhlte Zwiebel fülle ich Kandiszucker und lasse die gefüllte Zwiebel dann über Nacht stehen. In der Zwiebel bildet sich dann Saft, von dem man alle paar Stunden einen Teelöffel voll zu sich nimmt.

Die schnellere Variante, um Zwiebelsaft herzustellen geht so: eine kleingehackte Zwiebel, ebenfalls mit Kandiszucker in einen Topf geben, etwas Wasser dazu und diese Mischung einige Minuten köcheln lassen. Dann den Topf von der Platte ziehen und abkühlen lassen. Den erkalteten Saft durch ein Sieb gießen und von dem Saft alle paar Stunden einen Teelöffel voll trinken.
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