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Ackerschachtelhalm
Auch Zinnkraut genannt (weil es früher zum Putzen von Zinngeschirr verwendet
wurde). Das Zinnkraut hat eine harntreibende Wirkung, ist blutstillend und
mineralsalzzuführend. Somit ist es ein ideales Kraut bei Nieren- und
Blasenleiden. Es sollte in keiner Teemischung für Blasen- und Nierentee fehlen!
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Alraune

Die Alraune gibt es in
verschiedenen Arten, die Herbstblühende ist leichter zu halten als die
Frühjahrsblühende.
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Arnika

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Bärlauch

Bärlauch vertreibt den Winterfrust! Seinen Namen verdankt der Bärlauch den
alten Germanen. Der Bär - so glaubte man - verleihe seine Kraft und
Fruchtbarkeit auch bestimmten Pflanzen, durch deren Verzehr sich der Mensch Bärenkräfte
einverleiben könne. Nach entbehrungsreichen Wintern waren die frischen Bärlauchblätter
eine willkommene Quelle für Vitamine und zur Entschlackung des Körpers. Der Bärlauch
wird im Volksmund auch Hexenzwiebel genannt.
Der Bärlauch wächst gerne in lichten Birkenwäldern und ist weit verbreitet.
In den letzten Jahren ist er zu einem "Mode-Kraut" geworden, so dass
man ihn inzwischen auch in Gemüseläden und auf Märkten bekommt. Sein nach
Knoblauch duftendes Aroma macht ihn in der Kräuterküche zu einem sehr
beliebten und würzigem Kraut!
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Baldrian

Auch Katzenkraut genannt, weil der Geruch dieser Pflanze die Katzen magisch
anzieht. Gesammelt wird bei diesem Kraut die Wurzel, die man aus der Erde zieht,
abschrubbt und dann trocknet. Die feinen Wurzelteile werden dann
kleingeschnitten und können als Tee zubereitet werden. Baldrian hat aufgrund
seines Alkaloidgehaltes eine beruhigende und krampflösende Wirkung. Anzuwenden
bei Schlafstörungen, Migräne, Depressionen, psychischen Störungen, Durchfällen,
Darmkrämpfen, Klimakteriumsbeschwerden. In Kissen und Säckchen gefüllt soll
man ihn im Haus aufhängen. Für guten Schlaf, als Schutzkraut und zur
Reinigung.
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Basilikum

Dieses aromatisch duftende Kraut hat eine leichte Wirkung bei Magenbeschwerden
und Blähungen. Außerdem gilt er als milchbildend und kann als Tee in der
Stillzeit getrunken werden. Er ist aber mehr als Küchenkraut zu empfehlen. In
der italienischen Küche ist es sehr beliebt. Ich benutze Basilikum für Salate,
Tomatensoßen und in meiner Pesto.
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Beifuss
Auch wilder Wermut genannt. Er ist der kleine Bruder des Wermuts und hat ähnliche
Wirkung in abgeschwächter Form (ist aber dafür weit eher trinkbar als Wermut,
bei dem es einem doch ganz böse schüttelt!). Seine Bitterstoffe sind
galletreibend, fiebersenkend und krampflösend. Er wird deshalb bei Verdauungsstörungen
und Menstruationsbeschwerden angewandt. Schon im Mittelalter wurde er als Gewürz
für fette Speisen verwendet. Ich nehme ihn zur Füllung (als getrocknetes Bündel)
für meinen Gänsebraten. Beifuss galt auch als Schutzkraut: "Wer Beifuss
bei sich trägt, ist sicher vor Gift, wilden Tieren und Sonnenstich" - na,
dann kann ja nix mehr passieren :-). Ein anderer Volksglaube sagt, man solle
Beifuss auf Reisen in einem Säckchen bei sich tragen, das würde einen beschützen.
Beifuss-Räucherungen werden heute auch wieder in der Geburtsheilkunde
eingesetzt, wenn sich das Kind im Mutterleib drehen soll, werden bestimmte
gymnastische Übungen empfohlen und Beifussräucherungen
über dem Bauch. Angeblich soll der Geruch des Beifusses das Baby dazu bewegen,
sich von alleine zu drehen.
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Bibernelle
Auch Pimpinella genannt. Im Mittelalter wurde ihr Wunderheilung gegen Cholera
und die Pest zugeschrieben. "Esset Knoblauch und Bibernell, dann sterbet
ihr nicht so schnell". Sie hat zwar wundheilende und hustenstillende
Eigenschaften, wird aber heute mehr als Würzkraut verwendet.
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Bittersüß

Bittersüß wurde schon im Mittelalter gegen Hautkrankheiten
eingesetzt, da es Cortisonähnliche Inhaltsstoffe besitzt. Dadurch besitzt es
entzündungshemmende Eigenschaften und lindert auch akute und chronische
Schmerzen recht rasch. Nur äußerlich anwenden!!!
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Bohnenkraut

Bohnenkraut wurde vom Schwarzen Meer in unsere Region gebracht. Als Heilpflanze
spielt es heute keine so große Rolle mehr. Obwohl es durchaus bei Husten als
Tee zu nutzen ist. Es wird heute vielmehr gerne als Gewürzkraut für deftige
Speisen, wie Bratkartoffeln, Bauernfrühstück, Bohneneintopf etc., genommen.
Durch seinen würzig-aromatischen, bitterscharfen Geschmack rundet es diese
Speisen ideal ab.
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Borretsch

Auch Borretsch ist ein Kraut, das mehr in der Küche als in der Naturheilkunde
Verwendung findet. Allerdings müssen seine
stacheligen und haarigen Blätter sehr klein geschnitten werden. Das aus ihm
gewonnene Borretschöl ist als Heilmittel in Salben und Lotionen für
Neurodermitiskranke zu empfehlen. Borretschblätter riechen nach Gurken,
schmecken leicht und erfrischend gurkenähnlich und ganz leicht zusammenziehend.
Das frische Kraut eignet sich für frische Salate aller Art, in Dips und
Mayonaisen und Kräuterbutter, für "Grüne Soße", ältere Blätter
zu Mangold oder Spinat gegeben verbessern Geschmack und Farbe. Die essbaren Blüten
sind eine hübsche Dekoration in Salaten, und sommerlichen Getränken. Besonders
hübsch sind in Eiswürfel eingefrorene Blüten.
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Brennessel

Die Berührung mit ihr bleibt jedem unvergessen. Das Brennen und Jucken wird
von der Ameisensäure ausgelöst. Seit altersher wurde die Brennessel zur
Behandlung von rheumatischen Beschwerden benutzt. Das Peitschen der Haut hat
eine durchblutungsfördernde Wirkung und wurde schon im Mittelalter gegen Rheuma
angewandt. Übrigens soll diese Methode auch eine potenzsteigernde Wirkung haben
:-)Und auch dem Brennesselsamen wird eine aphrodisierende Wirkung zugeschrieben.
Als Tee hat die Brennessel
eine blutreinigende und harntreibende Wirkung. Eine enorme Wirkung auf die
(Haar-) Gesundheit haben auch die Fruchtstände der Brennessel, wenn sie
verspeist werden.
Diese Wirkung machten sich früher sogar Pferdehändler zu nutze, denn ins
Futter gemischt verliehen die Früchte den Pferden ein seidig glänzendes Fell
und es wird behauptet, dass auf diese Weise sogar noch aus dem klapprigsten Gaul
ein feuriges Ross wurde, - zumindest für den Augenblick ;-)
Für europäische Kräuterhexen ist die Brennessel eine äußerst wertvolle
Begleiterin und unverzichtbar.
Sie umgibt uns überall, sogar in Großstädten gedeiht sie üppig und mit ihr
erobert sich die Wildnis in Hinterhöfen, an Straßenrändern, in noch so
gepflegten Parks und Vorgärten neue Räume zurück. Sie wächst, ob erwünscht
oder nicht, das ist ihr egal und sie hält ihre Bastionen mit enormer Vitalität
und Ausdauer.
Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen.
Das gilt besonders für die Brennessel, da sie eine wertvolle Nahrungspflanze
ist.
Und nach dem Motto “Du bist, was Du ißt” verleibt sich Kräuterhexe ja
besonders gern Nahrung ein, die sie auf allen Ebenen, d.h. sowohl in praktisch
ernährungsphysiologischer Hinsicht wie auch die magische Arbeit betreffend
rundum optimal unterstützt und versorgt.
Also, wenn wir diesen Spruch jetzt mal wörtlich
nehmen, würde ich, wenn ich die Wahl hätte selbstverständlich lieber zu einer
Brennesselpflanze, als zu einer Vitaminpille oder einem Hamburger werden. Auch
eine genmanipulierte Tomate wäre nicht mein Traumberuf! Hi hi ? - Das nur mal
so als kleine magisch- philosophische Betrachtung am Rande, (für alle, die
gerne was missverstehen: mit “Hamburger” sind natürlich NICHT die Einwohner
von Hamburg gemeint! ;-))
siehe dazu auch Rezepte
!
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Brombeerblätter
Getrocknete Brombeerblätter werden als Tee verarbeitet. Sie helfen bei verstärkten
Regelblutungen (ähnlich wie der Himbeerblättertee). Außerdem ist der Tee
blutreinigend und gefäßverengend. Auch bei Durchfall anzuwenden.
Aus den wunderbaren Früchen können wir herrlichen Brombeergelee zubereiten.
Der auch gemischt mit Holunder sehr gut schmeckt!
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Dill

Ein altes Sprichwort sagt: "Ich hab' Senf und Dill, mein Mann muss tun, was
ich will". Am Hochzeitstag sollte die Frau Senf- und Dillsamen auf die
Sachen des Mannes streuen und diesen Satz dazu sprechen :-). Dill soll auch vor
bösen Hexen schützen und vor Gewitter. Man kann Dill auch über die Haustür hängen,
dann sorgt er dafür, dass keiner, der es böse meint, das Haus betritt. Als
Badezusatz soll Dill unwiderstehlich machen ... aber er kann auch einfach in den
Gurkensalat gegeben werden. Dill hat einen leicht flüchtigen appetitlich,
holzigen Duft mit frischer Brise" und einen kräftig würzigen
erfrischenden Geschmack. Für Dillsuppe, feine Soßen, frische Salate (besonders
Gurken), Tofu - und Fischsalate, Fischsuppen, Kochfisch, zu Tomaten, Quark, zum
Einlegen von Gurken, zu Mayonaisen, Dips, Kräuterbutter, Kräutersenf und Kräuteressigen
eignet er sich besonders gut. Dill wirkt blähungstreibend und wohltuend
entspannend auf Magen und Darm, appetitanregend und verdauungsfördernd. In der
Volksmedizin werden Dillfrüchte außerdem zur Anregung der Milchbildung
verwendet.
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Ehrenpreis

Auch Männertreu genannt, weil schon bei leichter Berührung die Blüten
abfallen. Wegen dieser Empfindlichkeit wurde es auch als Mittel für Menschen
von sensiblem Gemüt angesehen. Trotzdem war es im Mittelalter als Wundermittel
gepriesen und ihm wurden eine Vielzahl von Wirkungen zugeschrieben. Heute ist
Ehrenpreis ein wenig in den Hintergrund gedrängt worden. Anzuwenden bei Husten,
Nervosität, Altersjucken, Rheuma und Gicht. Sein Tee hat verdauungsfördernde,
hustenstillende und blutreinigende Wirkung.
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Frauenmantelkraut

Wird auch Muttergottesmantel genannt und ist mit religiösen Vorstellungen
verbunden. Das Frauenmantelkraut wird, wie sein Name schon sagt, hauptsächlich
zur Behandlung von Frauenleiden angewandt. Ist aber auch einzusetzen bei
Durchfall und bei Muskel- und Gliederschmerzen. Der Name Alchemilla hat
folgenden Ursprung: Der Frauenmantel gehört zu den wenigen Pflanzenarten, die
aktiv Wasser abgeben können (man nennt diesen Vorgang "Guttation").
Dadurch bilden sich sowohl an den gezähnten Blatträndern als auch in der Mitte
des "Blattkelches" Wassertropfen, die in der Sonne glitzern. Diese Flüssigkeit
galt den Alchimisten in früheren Zeiten als wichtige Zutat für alchemistische
Prozesse. Sie dachten mithilfe dieser Tropfen Gold und Silber herstellen zu
können.
Sehr zu empfehlen ist auch die kosmetische Anwendung des Tees als
Badezusatz. Dadurch wird die Haut gestrafft, gestärkt, geklärt und erfrischt
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Gänsefingerkraut

Ein Kraut das weit verbreitet auf unseren Wiesen wächst. Es hat krampflösende
und entzündungshemmende Eigenschaften und ist dadurch gut bei Durchfällen und
Unterleibskrämpfen einzusetzen. Ein gutes Mischkraut für Magentee und Kräuterbitter.
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Gundermann

Auch Gundelrebe genannt, war schon den alten Germanen als Heilpflanze bekannt.
Auch Hildegard von Bingen erwähnte Gundermann in ihren Schriften. Sie empfahl
das Kraut heiß zu überbrühen und warm in ein Leinentuch zu geben, welches bei
Ohrentzündungen auf die Ohren gelegt wurde. Heute wird die Gundelrebe nur noch
wenig verwendet. Da es aber ein Kraut ist, das fast in jedem Garten wild wächst,
kann man es gut für die Küche nutzen: Die zarten, feingehackten Gundermannblättchen
verleihen Salatsaucen oder dem Kartoffelsalat ein ganz neues Aroma. Gundermann
hat einen aromatischen, bitteren und leicht scharfen Geschmack. Er kann gut mit
anderen Wildkräutern zusammen zu Suppen, in Kräuterquark, Salaten, Dressings
und Soßen verarbeitet werden. Probieren Sie zunächst mit kleinen Mengen denn
Gundermann kann in einem Gericht schnell dominieren.
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Hagebutte
Die Scheinfrüchte der Heckenrose, auch Hundsrose genannt, sind sehr reich an
Vitamin C. Deshalb ist der Tee aus getrockneten Hagebuttenschalen ein gutes
Mittel zum Vorbeugen gegen Infektionskrankheiten.
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Herzgespann
Ist ein seltenes und geschütztes Kraut. Man sollte es sich also im Garten
kultivieren, wenn man es als Heilkraut nutzen will. Man kann es in der Apotheke käuflich
erwerben (ich vergesse diese Möglichkeit immer zu erwähnen - das gilt aber für
alle Kräuter). Herzgespann hilft bei klimakterischen Beschwerden,
Hitzewallungen, Angstzuständen, Nervosität und bei starkem Herzklopfen. Im
Klimakterium empfiehlt sich ein Tee aus Herzgespann und Johanniskraut. Es kann
aber auch bei Blähungen und Magen-Darmstörungen eingesetzt werden.
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Himbeerblätter

Der Himbeerblättertee ist ein Wundermittel bei sehr schmerzhaften und starken
Regelblutungen, da er die Regelblutungen normalisiert. Er ist aber auch bei
Durchfall und Fieber einzusetzen.
Wie bei der Brombeere können auch von der Himbeere gleichermaßen Früchte und
Blätter verwendet werden. Die Früchte schmecken frisch als sommerliches
Beerenobst, sie können aber auch zu leckeren Marmeladen, Gelees, Säften oder
Likören verarbeitet werden. Bekannt ist auch Himbeersirup, der zur Herstellung
erfrischender Getränke genutzt wird, oder Himbeerkompott (z.B. "Vanilleeis
mit heißen Himbeeren"). Aus Himbeerwein gebrannter Schnaps, der
Himbeergeist, heizt an kühlen Winterabenden ein. Aber nicht nur die Früchte,
sondern auch die Blätter finden in Küche und Hausapotheke Verwendung. Gemischt
mit z.B. Pfefferminzblättern, Brombeer- und Erdbeerblättern, Melissenkraut,
Hagebuttenschalen u.a. entsteht ein köstlicher Haustee, der warm wie kalt ein
idealer Durstlöscher sein kann. Die Früchte sind vitamin- und
mineralstoffreich. Himbeeren und ihre Zubereitungen können das ganze Jahr über
eine gesunde Bereicherung des Speiseplans sein. Die Blätter haben eine
zusammenziehende, leicht antibakterielle und gewebestärkende Wirkung. Himbeerblättertee
soll Schwangeren die Geburt und Wöchnerinnen das Kindbett erleichtern.
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Hirtentäschel
Der Name kommt von den vielen kleinen taschenförmigen Schoten, in die, nach
altem Volksglauben, der liebe Gott seine Heilkräfte gelegt haben soll. Es wächst
überall sofort, wo Erde aufgeworfen wird. Als Tee getrunken wirkt es gegen
Hauterkrankungen und Ekzeme. Seine blutstillende Wirkung wurde noch im Zweiten
Weltkrieg zur Heilung von Kriegsverletzungen genutzt. Das Hirtentäschelkraut
hat einen leicht bitteren und etwas zusammenziehenden Geschmack. Es kann als
Zutat in Wildkräutersalaten und -suppen verwendet werden. Dazu eignen sich am
besten die Samenschoten, Blätter und Blüten. Die Stengel sind eher zäh.
Weiterhin kann Hirtentäschelkraut auch ein Bestandteil von Kräuterteemischungen
sein. Es wirkt auch anregend auf die Darmmuskulatur.
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Holunder

Er ist eine alte, sagenumwobene und vielseitig verwendbare Pflanze. Der
Holunderstrauch gehört zu den wenigen Pflanzen, die schon in vorgeschichtlicher
Zeit bekannt waren. Sein Samen wurde bereits in Steinzeitsiedlungen gefunden.
Den alten Germanen war er heilig und er war der schützenden Hausgöttin Frau
Holle gewidmet. Es wurde auch geglaubt, eine Göttin würde in den Blüten
wohnen. Einen Holunderbaum umzuhauen galt als schwerer Frevel, der Unglück und
sogar den Tod bringen konnte. Und auch in christlichen Legenden wird er erwähnt,
demnach soll sich Judas an einem Holunderstrauch erhängt haben. Der Volksmund
sagt: "Wer Holunder bei sich trägt, schreckt vor Ehebruch zurück".
Der Holunder wird in der Pflanzenheilkunde vielseitig verwendet. Gesammelt
werden die Blüten, die Beeren und auch die Blätter. Vorsicht: Der Genuss von
rohen Beeren kann Übelkeit und Erbrechen auslösen!
Holunderblütentee wird eingesetzt bei Erkältungen und Blasenentzündungen,
Holundersaft aus den Beeren bei Husten und Erkältungen (hoher Vitamin
C-Gehalt). Blattauflagen sind angezeigt bei müden Augen und Bindehautentzündungen.
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Huflattich
Eines der bekanntesten Hustenmittel. Er hat schleimlösende, schweißtreibende
und sedative Wirkung. Als Tee alleine oder mit anderen Kräutern gemischt, ist
es ein gutes Mittel, um festsitzenden Husten zu lösen. Auch kann das
getrocknete Kraut bei Erkrankungen der Atemweg als Zigarette oder in der Pfeife
geraucht werden. Dies erzeugt ein angenehmes Wärmegefühl im Brustkorb. Ist
aber wohl eher für Raucher zu empfehlen. Neuerdings ist der Huflattich etwas
ins Gerede gekommen. Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass einer
seiner Wirkstoffe in hochkonzentrierter Form bei Tierversuchen krebserregende
Wirkung hat. Allerdings wurde ein Hundertfaches der Dosis verabreicht. Er enthält
Pyrrolizidinalkaloide.
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Johanniskraut

Johanniskraut ist das Hexenkraut schlechthin. An seinen leuchtend gelben Blüten ist es leicht zu
erkennen. Wenn man eine Blüte zwischen den Fingern zerreibt, tritt ein roter
Farbstoff aus, das ist der Wirkstoff Hypericin. Welcher inzwischen ausgiebig
untersucht wurde und seine Heilwirkung wissenschaftlich belegt ist. Aber viel
schöner finde ich die sagenhaften Geschichten, die sich um diesen Saft ranken.
So wurde er im Volksglauben als das Blut Christi gedeutet, das aus seinen Wunden
ausgetreten ist. Der Legende nach stand die Pflanze unter dem Kreuz Christi und
jede Blüte fing einen Tropfen seines Blutes auf. Eine andere Legende sagte,
dass die Blumen weinten, als der heilige Johannes zum Märtyrertod geführt
wurde. Zum Dank dafür vermachte dieser ihnen sein Blut. Eine weitere Legende
berichtet, dass das Johanniskraut an der Stelle wuchs, an der der Kopf von
Johannes des Täufers zu Boden fiel, nachdem ihn Herodes auf Wunsch von Salome
enthaupten ließ.
Es ist das Kraut auf das Wöchnerinnen und die Neugeborenen gebettet wurden und
es ist ein Kraut, das auch als Liebesorakel diente. In der Johannisnacht wurde
das Kraut von jungen Mädchen gerne in ein Leinensäckchen gefüllt, dann
sprachen sie den Satz: Ist mein Schatz gut, kommt rotes Blut. Ist er mir gram,
gibt's nur Scham (Schaum).
Dem Johanniskraut wird eine schützende Wirkung vor bösen Hexen und Gewittern
nachgesagt. Es wurde in bäuerlichen Gegenden überall aufgehängt. Und auch die
Kirche hat sich des Krautes bedient als Mittel zum Exorzismus. Man hat den vom
"Teufel besessenen" Johanniskrauttee zum Trinken gegeben. Da es sich
dabei vermutlich um psychisch erkrankte Menschen gehandelt hat, wurden sie durch
das Johanniskraut ruhiggestellt. Auch vor Hexenverbrennungen wurde dieser Trank
den Verurteilten gereicht.
Seine Wirkung als Heilpflanze ist heute unumstritten. Kein Heilkraut wurde
wissenschaftlich so genau und gründlich untersucht wie dieses! Und inzwischen
kommt auch die Schulmedizin nicht mehr darum herum, dieses Kraut als echte
Alternative zu Psychopharmaka einzusetzen. Es ist stimmungsaufhellend,
antidepressiv und beruhigend zugleich. Er ist beispielsweise anzuwenden bei
Depressionen, Angstzuständen, Nervosität, Schlafstörungen und klimakterischen
Beschwerden. Der Tee sollte allerdings über einen längeren Zeitraum hinweg
regelmässig getrunken werden (ca. 3 Wochen). Längere Aufenthalte in der Sonne
sollten in dieser Zeit vermieden werden, da das Hypericin zu einer
Sonnenallergie führen kann. Was sich aber normalerweise nur bei besonders
sonnenempfindlichen Menschen bemerkbar macht.
Johanniskrautöl ist ein sehr gutes Wundöl. Kratzer und Schrunden heilen
schneller ab. Außerdem hat es eine ausgezeichnete Wirkung bei
Muskelverspannungen, Zerrungen, Prellungen, rheumatischen Beschwerden und auch
bei Sonnenbrand.
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Kamille

Die Kamille ist überall als Heilkraut bekannt. Bei ihr ist zu beachten, dass
sie ihre Wirkung erst nach dem Kochen voll entfaltet (Wirkstoff:Pro-Azulen C).
Sie hat krampflösende, schmerzlindernde und antiseptische Wirkung. Und wird
gerne als Tee verwendet bei Koliken, Magenbeschwerden, Nieren- und
Blasenbeschwerden, auch bei Erkältungen (mit Honig!) und bei
Menstruationsbeschwerden. Kamillensalbe oder -creme wird bei rauher und spröder
Haut angewendet und dient dem Heilungsprozess von kleinen Wunden.. Als
Hexenkraut bringt die Kamille Frieden und Harmonie.
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Katzenminze

Die Katzenminze wird von Katzen sehr geschätzt und gerne gefressen. Sie findet
Verwendung als aromatische Zutat zu Kräutertees, als Duftpflanze für den
Garten denn sie bildet duftende Teppiche. Außerdem
ist die Katzenminze auch ein Bestandteil von Hexenflugsalben - deren weitere
Ingredienzien natürlich geheim sind :-)
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Knoblauch

Als
Heilpflanze ist der Knoblauch ausgiebig untersucht worden. Ob die Einnahme von
Knoblauchpillen uns allerdings wirklich 100 Jahre alt werden lässt, wage ich zu
bezweifeln. Dennoch ist nachgewiesen, dass im Knoblauch Substanzen sind, die
bakterielles Wachstum vermindern, Knoblauch ist gut für die Verdauung und schützt
vor Erkältungskrankheiten. Aber in erster Linie ist er eine wunderbare Gewürzpflanze,
ohne die unsere Rezepte um vieles ärmer wären.
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Labkraut, echtes

Vom Labkraut gibt es verschieden Sorten. Das "echte" oder
"wahre" Labkraut, ist das leuchtend gelbe. Seine Blüten haben einen
leichten Duft nach Honig. Seinen Namen hat es wegen des enthaltenen Labenzyms,
welches die Milch gerinnen läßt. Es hat harntreibende und krampflösende
Wirkung und ist deshalb besonders bei Blasen- und Nierenerkrankungen zu
empfehlen.
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Lavendel
Der Lavendel ist eine Pflanze, die eigentlich im Mittelmeerraum beheimatet ist.
Er ist aber bei uns in kultivierter Form sehr verbreitet und hat sich dadurch
auch schon teilweise wild ausgebreitet. Lavendel ist schon immer begehrt wegen
seiner guten Duftsoffe und wird als Lavendelwasser oder auch als Zusatz in
Parfums benutzt. Hildegard von Bingen sah im Lavendel ein Antiaphrodisiakum -
sie bezeichnete es deshalb als Muttergotteskraut. Aber auch als Heilpflanze ist
er angezeigt. Lavendelöl eignet sich sehr gut, um damit Kopfschmerzen zu
lindern, wenn man es auf Stirn und Schläfen reibt. Auch bei Verbrennungen und
Sonnenbrand verschafft es der Haut Kühlung. Es ist auch anzuwenden bei
Verstauchungen und Prellungen. Häufig wird Lavendel auch in Duftsäckchen gefüllt
und in den Kleiderschrank gehängt. Der Geruch hält den Schrank frei von
Motten. Andererseits heißt es, dass der Duft von Lavendel auf Männer besonders
anziehend wirken soll. Nun, Männer und Motten müssen ja nicht den gleichen
Geschmack haben :-)
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Liebstöckel

Auch Maggikraut genannt, weil es genauso riecht wie diese Küchenwürze in der
kleinen braunen Flasche. Das Kraut muss allerdings mitgekocht werden, damit das
ganze Aroma frei wird. Auch in der Pflanzenheilkunde findet es Anwendung. Es hat
harntreibende, verdauungsfördernde Eigenschaften. Und der Name sagt es schon,
in der Hexenküche wird es als aphrodisierendes Mittel eingesetzt. Deshalb
sollte Liebstöckel im Gewürzregal niemals ausgehen!
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Lindenblüten
Der Lindenblütentee ist ein weit verbreitetes Heilmittel. Er reinigt den Körper
vor Giftstoffen Seine schweißtreibende Wirkung macht ihn zu einem wesentlichen
Bestandteil von Husten- und Erkältungstees. Eine Schwitzkur mit Lindenblütentee
zu Anfang einer Erkältungskrankheit kann diese vertreiben. Außerdem hat der
Tee schleimlösende und sedative (beruhigende) Wirkung. Auch ist er angezeigt
bei Verdauungsstörungen und Harn- und Blasenleiden. Und eines hat der Lindenblütentee
auch noch zu bieten: Er ist sehr wohlschmeckend und wird auch von Kindern gerne
getrunken.
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Löwenzahn

Den kennt nun wirklich jeder! Tee aus Löwenzahnblättern oder Löwenzahnsaft
regen die Tätigkeit der Leber und der Nieren an. Eine solche Kur sollte
allerdings ca. 6 Wochen dauern. Danach sei man wie durch einen Jungbrunnen
gezogen. Menschen mit einer Neigung zu Gallensteinen, können der Neubildung von
Steinen damit vorbeugen. Auch kann man sich zur Blutreinigung leicht einen Löwenzahnhonig
herstellen und davon täglich 1 Eßl. voll einnehmen. Löwenzahn als
Salatzubereitung ist inzwischen auch weit verbreitet (allerdings sollte man dazu
die jungen Blätter nehmen). Da die Älteren bitter schmecken, die jungen
Blättchen haben weniger Bitterstoffe, weswegen sie sich besonders für frische
Salate eignen
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Mädesüß

Auch Spierstrauch oder Geißbart genannt. Wächst gerne an den Ufern von Flußläufen
und Seen. Seine weißen Blüten werden zu Tee verarbeitet, der eine gute
harntreibende Wirkung hat, auch eine schweißtreibende und deshalb bei Blasen-
und Nierenleiden angezeigt ist oder in die entsprechenden Teemischungen gehört.
Der Wirkstoff Salizylsäure (= der Wirkstoff des Aspirins)ist darin enthalten,
deshalb kann ein Mädesüß-Tee bei leichteren Schmerzen getrunken werden. Habe
auch davon gehört, dass es im Klimakterium verabreicht wird, wobei das meiner
Meinung nach ein bißchen im Widerspruch zu seiner schweißtreibenden Wirkung
steht. Mädesüß ist ein Kraut, das schon die Kelten gerne verwendet haben. Es
ist aber auch ein gutes Gewürz für die Weihnachtsbäckerei. Es hat einen
leichten Vanilleduft und auch -geschmack, was bei Weihnachtsplätzchen zu einem
guten Aroma führt.
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Majoran

Er ist in fast allen Kräuterbeeten anzutreffen und er ist ein fester Bestanteil
unserer Würzkräuter. In der Volksmedizin schätzt man Majoran als
Teezubereitung bei Erkältungskrankheiten, Blähungen und Zahnfleischbluten. In
der Antike war er der griechischen Göttin Aphrodite gewidmet. Um das Verlangen
der Angebeteten zu erwecken, soll der Tischwein mit Majoran versetzt werden. Er
schmeckt herb mit einem würzigen, holzigen Geruch, herzhaft und aromatisch,
leicht bitterlicher Geschmack, typisches Wurstgewürz, weiterhin für Hülsenfrüchte,
Kartoffelklöße, Kartoffelgerichte, Pilzgerichte, zu Fischsalat und Schmalz, für
vegetarische Brotaufstriche.
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Melisse
Sie ist eine Pflanze, die aus dem Orient kommt, aber heute in vielen Gärten
kultiviert ist. Melissentee ist sehr wohlschmeckend und alleine aus diesem Grund
schon ein Genuss. Als Heilkraut wirkt die Melisse gegen Depressionen. Sie hat
eine ausgleichende und beruhigende Wirkung, ist aber auch spasmolytisch (krampflösen)
und verdauungsfördernd. Der Melisse wird auch eine heilende Wirkung bei
Liebeskummer nachgesagt. Früher banden sich liebeskranke Mädchen Melisseblätter
auf die Brust. Das sollte das liebeskranke Herz heilen. Wer einmal ein
Melisseblatt in den Händen zerrieben hat und den wohlriechenden Duft eingeatmet
hat, der glaubt sofort an diese Wirkung!
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Odermennig

Dies ist ein altes Heilkraut, das schon im Altertum angewandt wurde. Aus einem
alten Kräuterbuch: "Odermennig ist gut den zerknirschten Gliedern, darauf
gebunden. Es heilt Schläg und zerschlagene Glieder mit dem Saft darauf
gestrichen. Von Odermennig getrunken vertreibt alle Schmerzen im Leib. Damit
gebadet in einem Schweißbad ist gut für den Stein, so von Hitze und Dörre
entstanden."
Mit dieser mittelalterlichen Schilderung ist schon viel über seine Wirkung erzählt.
Es wirkt bei Nieren-, Leber und Milzleiden, Gallenblasenentzündungen, Magenübersäuerung
und Durchfall, auch bei Frauenleiden. Als Salbenzubereitung bei Prellungen und
Quetschungen ist sie ein gutes Mittel zur schnellen Heilung und
Schmerzlinderung.
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Oregano

Auch Dost oder wilder Majoran genannt. Auch dieses Kraut wurde im Mittelalter
dazu verwendet Hexen und Geister fernzuhalten. Heute wird er überwiegend als Küchenkraut
genutzt (besonders in der italienischen Küche). Als Heilkraut hat Majoran
verdauungsfördernde, schleimlösende und zyklusregulierende Wirkung. Ausserdem
soll er auswurffördernd, krampflösend, appetitanregend, gallentreibend,
verdauungsfördernd wirken. Sein ätherisches Öl wirkt Candida - Mykosen (
Hefepilzen) entgegen.
siehe Rezepte
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Petersilie

Die Petersilie ist das vielleicht bekannteste Küchenkraut in deutschen Landen.
Petersilie sollte immer erst kurz vor Fertigstellung des Gerichtes zugegeben
werden, da sie sonst ihre Wirkstoffe verliert (auch den hohen Vitamingehalt). In
der Kräuterheilkunde wird sie angewendet bei Leberleiden (Gelbsucht),
Erkrankungen des Urogenitaltraktes (Zystitis, Prostatis). Der Petersilie wird
auch ein aphrodisierender Effekt nachgesagt. Es gibt da den alten Spruch:
"Petersilie hilft dem Mann auf's Pferd - und der Frau unter die Erd".
In der Antike galt Petersilie als Symbol der Widergeburt. Sie soll die Kraft
haben neues Leben einzuhauchen. Ihre Wurzeln wurden in die erotisierend
wirkenden Flugsalben gemischt. Ferner wurde dieses uns so vertraute Küchenkraut
im Mittelalter auch für Abtreibungen benutzt. Ihr ätherisches öl (Apiol) kann
durch seine anregende Wirkung den Uterus reizen und dadurch einen Abort auslösen.
Natürlich ist es aber ungefährlich für Schwangere, wenn ein bißchen
Petersilie im Salat ist!!
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Pfefferminze

Pfefferminztee hat wohl jeder schon mal getrunken, der irgendwann mal im
Krankenhaus lag. Sie hilft bei Erkältungen und Beschwerden von Magen, Darm und
Galle. Bei Kopfschmerzen soll man Minzeblätter in den Nacken legen, bei Fußschmerzen
in die Schuhe. Minzöl ist in vielen Badeölen, Hautcremes und Arzneimitteln.
Als Inhalation oder als Einreibung bei Erkältungen sorgt es für Befreiung der
Atemwege. Es ist aber damit auch Vorsicht geboten, da das öl (das Menthol) die
Schleimhäute reizen kann. Wenn man zuviel Minzöl in das Badewasser gibt, kann
man sich leicht Verbrennungen zuziehen, da durch die kühlende Wirkung des
Menthols die wahre Temperatur des Wassers leicht unterschätzt wird.
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Ringelblume
Die ursprünglich aus dem Mittelmeerraum kommende Pflanze ist wegen ihrer
dekorativen Blüte schon seit ca. 500 Jahren bei uns beheimatet. Ringelblume ist
eine aromatische Pflanze, die reichlich ätherische Öle und Harze enthält. In
der Küche werden de Blüten verwendet. Sie eignen sich zur Dekoration von
Salaten und Getränken. Die abgezupften Blütenblätter geben frischen
Sommersalaten, Suppen und Gemüse eine angenehm, mild-aromatische Würze.
Sie ist aber
nicht nur eine hübsche Zierpflanze, sondern eine der ganz großen Heilpflanzen
zur Bereitung von Salben. Verwendet werden in erster Linie die Blüten, die zur
Salbenverarbeitung verwendet werden oder aber in getrocknetem Zustand zu Tee.
Wobei die Nutzung als Tee rückläufig ist, obwohl die Ringelblume eine krampflösende
Wirkung hat und somit bei Magenkrämpfen und Menstruationbeschwerden angewendet
werden kann. Die
Ringelblumensalbe ist aber ein Heilmittel der allerersten Wahl! Sie wirkt sowohl
bei spröder und rissiger Haut, als auch bei schlecht heilenden Wunden, bei
Mundwinkelentzündungen, rauhen Lippen, sie lindert Sonnenbrand und leichtere
Verbrennungen. Und sie hat eine durchblutungsfördernde Wirkung auf die Haut,
was bewirkt, dass die Haut zart und geschmeidig wird. Salbenumschläge sind
angezeigt auch bei Ekzemen, Erfrierungen, Hornhaut und Blutergüssen.
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Rosmarin

Den Rosmarin verwende ich in der Küche als Gewürz und auch als Zugabe bei der
Herstellung von Kräuterölen und -essigen. Und zum anderen gehört er in Form
seines ätherischen öls in mein Lieblingsölbad. Rosmarin hat eine
wundheilende, entzündungshemmende und stimmulierende Wirkung und ist deshalb für
die Haut besonders zu empfehlen. Seine verdauungsfördernde, spasmolytische und
kreislaufstimmulierende Wirkungen sind der Grund für seine innere Anwendung.
Rosmarintee kann sowohl zur Anregung des Blutdrucks als auch zur Verdauungsförderung
getrunken werden. Einen Nachteil hat der Rosmarin, normalerweise sind seine
Pflanzen nicht winterhart, was bedeutet, dass man ihn in Kübel zieht, die man
im Winter ins Haus bringen muss. Seit neuerem gibt es aber auch winterharte
Stauden. Jedenfalls einen Winter haben sie in meinem Kräuterbeet schon überlebt.
Rosmarin kann auch als Räucherzeug zur Reinigung der Atmosphäre verwendet
werden. Es gilt außerdem als Schutzkraut.
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Salbei

"Lasst Salbei im Garten wachsen, und der Tod wird euer Haus nicht
betreten!" - dies ist ein Spruch von den alten Römern. Salbei hilft bei
verschiedenen Beschweren. Bekannt ist sicher seine Wirkung bei Halsschmerzen und
Erkrankungen der Atemwege. Als Gurgelmittel und als Tee wird er da vielseitig
verwendet. Er hilft aber auch bei Nervosität, Leberleiden, Migräne, gegen
Schweißausbrüche in den Wechseljahren, und als Gurgelmittel bei Angina und
Zahnfleischentzündungen. Salbeitee eignet sich auch zum Abstillen, da er die
Milchbildung hemmt. Es gibt viele verschieden Arten und der Duft des Salbeis ist
wunderbar, wenn man ein Blatt in den Fingern zerreibt. Als Hexenkraut bringt der
Salbei ein langes Leben, Weisheit, Gesundheit und Schönheit. Der Geschmack wird
als kräftig, herb und holzig, bitter-aromatische und leicht zusammenziehend
beschrieben, kühler Geruch, adstringierende, entzündungswidrige
bakterienhemmende Wirkung, wirkt übermäßiger Schweißbildung entgegen, in Kräuteressigen
und -ölen, an Tomatengerichten, Pasta und Pizza, sparsam sehr fein geschnitten
in Salatdressings, in Marinaden, Soßen und Dips, zu Hülsenfrüchten, in Quark
und Frischkäse, zu schweren, fetten Gerichten und Fisch passt er ideal.
siehe Rezepte
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Sauerampfer
Der Genuss in größeren Mengen ist gar
nicht ungefährlich. Seine Oxalsäure steigert nämlich die Nervenerregbarkeit
und es kann zu Krämpfen und Lähmungen kommen. Seine Wirkung als Heilkraut ist
eher geringer.
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Schafgarbe

Auch "Augenbraue der Venus" genannt. Sie ist eines der ganz
vielseitigen Kräuter, von denen eine Hexe schon einen größeren Vorrat für
den Winter anlegen muss. Schafe fressen sie übrigens ganz gezielt, wenn es
ihnen schlecht geht. "garbe" heißt soviel wie heilen. Und ein altes
Sprichwort sagt: "Schafgarbe im Leib, tut wohl jedem Weib". Auch
Pfarrer Kneipp sagte: "Viel Unheil bliebe den Frauen erspart, wenn sie ab
und zu mal zur Schafgarbe greifen würden". Schafgarbentee hilft sowohl bei
Menstruationsbeschwerden als auch bei Beschwerden in den Wechseljahren. Außerdem
ist er anzuwenden bei Sodbrennen und Übelkeit, Blähungen, bei krampfartigen
Magen-Darmbeschwerden und auch bei Gallenbeschwerden. Aber auch als Gewürzkraut
können junge Schafgarbenblätter gut verwendet werden. Sie haben ein mild-würziges
Aroma. Gerade bei fetten
Speisen würzt sie angenehm und fördert die Verdauung. Sie kann aber auch gut
in Salate gemischt werden.
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Schlehen

Schlehenblüten ergeben einen wohlschmeckenden Tee und können als leichtes Abführmittel
verwendet werden. Aus den reifen Schlehen lässt sich ein wunderbarer Likör
ansetzen. Wobei die Schlehen noch besser ihr Aroma abgeben, wenn man sie
nach dem ersten Frost sammelt. Was aber einen Nachteil hat - meistens findet man
dann keine einzige Schlehe mehr, weil sie längst von den Vöglen weggefressen
wurden :-)
Von der Schlehe können sowohl die Blüten, als auch die pflaumenähnlichen
Steinfrüchte verwendet werden. Noch bevor sich im Frühjahr die Blüten von
Kirsche und Pflaume öffnen, schmücken sich schon die Schlehenbüsche mit ihrem
zarten weißen Flor. Die Blüten können gesammelt, getrocknet und pur oder
gemischt mit anderen Kräutern zur Zubereitung von Tees verwendet werden. Die Früchte
sind sehr gerbstoff- und säurehaltig. Roh schmecken sie aromatisch stark
zusammenziehend und hinterlassen einen pelzigen Geschmack. Er wird etwas
abgemildert, wenn die Schlehen nach dem ersten Frost gesammelt werden. Eine Köstlichkeit
für kalte Wintertage ist ein aufgesetzter Schlehenlikör. Er eignet sich auch
gut zum verfeinern von süßen und herzhaften Gerichten. Außerdem können aus
den Früchten noch Marmeladen, Gelees und Sirup zubereitet werden. Der
zusammenziehende Geschmack bleibt hier allerdings erhalten. Deshalb sollten Sie
zunächst eine kleine Menge zubereiten und probieren.
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Schöllkraut

Mit dem Schöllkraut ist größte Vorsicht geboten, da es stark giftig ist. Es
sollte nicht ohne ärztlich Anweisungen innerlich angewendet werden. Das Kraut
kann zu Nervenlähmungen führen. Diese Wirkung wird bei Magen-Darm- und
Gallenkoliken genutzt. Ungefährlicher ist seine Anwendung als Warzenmittel.
Regelmäßig den frischen Saft von Schöllkrautblüten auf die Warze getröpfelt
führt zu deren Verschwinden.
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Spitzwegerich

Unter den Wegerichbrüdern (Breitwegerich, Mittlerer Wegerich und Spitzwegerich)
ist er der bekannteste. Sein Geschmack ist frisch würzig. Die Verwendung der
jungen, zarten Blättchen in Frühlingssalaten und Wildkräutersuppen ist sehr
empfehlenswert da er sehr kaliumreich ist.
Die Wirkungsweise ist bei allen aber ziemlich ähnlich.
Sein Hauptanwendungsgebiet sind die Erkältungskrankheiten. Spitzwegerichtee ist
ein guter Hustenlöser. Seine frischen Blätter kann man sehr gut
einsetzen bei Insektenstichen. Die Blätter ausdrücken und auf den Stich geben,
hilft gegen die Schwellung und den Juckreiz. Und das ist ein Mittel, das in der
freien Natur praktisch überall zur Verfügung steht.
Eine angelsächsische Heilsagung aus dem 11 Jh.
"Und du Wegerich,
Mutter der Pflanzen,
offen nach Osten,
mächtig im Innern:
Über dich knarren Wagen,
über dich ritten Frauen,
Über dich ritten Bräute,
über dich schnaubten Farren
Allen widerstandest du
und setztest dich entgegen
nun widerstehe auch dem Gift
und der Ansteckung
und dem Übel,
das über das Land dahinfährt."
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Tausendgüldenkraut

Ist eine 1-2jährige einheimische Heilpflanze die fiebersenkend und wundheilend
wirken soll. Bitte nur zur äußerlichen Anwendung oder auf Produkte aus der Apotheke
zurück greifen.
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Taubnessel, weiße
Von ihr werden die weißen Blüten gesammelt und getrocknet. Diese sind auswurffördernd
und werden deshalb bei Hustenerkrankungen gerne als Tee eingesetzt oder in
Teemischungen verwendet.
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Thymian
Thymian ist ein Kraut, das als Küchenkraut und als Heilkraut eingesetzt wird.
Er wirkt entkrampfend auf die Bronchien, ist auswurffördernd und antibakteriell
und eignet sich daher bei Bronchitis und Keuchhusten und anderen Katharren der
oberen Luftwege. Sein ätherisches öl eigent sich auch sehr gut für
Inhalationen oder zur Luftbefeuchtung. Auch zur Verwendung in Badeölen ist Thymianöl
bestens geeigent. Als Hexenkraut wird Thymian auch zu Räucherungen genommen.
Ein Thymianzweig in der Tasche getragen, soll vor schwierigen Lagen schützen.
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Waldmeister

Das noch nicht blühende Waldmeisterkraut entwickelt beim Welken seinen
typischen aromatischen Duft. Dafür ist das beim Welken entweichende Cumarin
verantwortlich, das aus in der frische Pflanze vorhandenen (nicht duftenden)
Cumarinverbindungen entsteht. Waldmeister wird oft zur Herstellung der typischen
Maibowle verwendet. Dabei sollte man darauf achten, nicht zuviel zu verwenden
und das Kraut nicht zu lange ziehen zu lassen, sonst gibts Kopfschmerzen.
Waldmeister ist etwas umstritten, weil sich Cumarin im Tierversuch als stark
lebertoxisch herausgestellt hat. Dies soll aber nur für den übermäßigen
Gebrauch gelten. Die Waldmeisterbowle ein mal im Jahr ist nach wie vor beliebt
und solch geringe Konzentrationen gelten allgemein als unschädlich.
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Wiesenknopf
Der Große Wiesenknopf hat eine rote Blüte und wurde deshalb schon von
altersher damit in Verbindung gebracht bei Blutungen wirksam zu sein. Inzwischen
ist seine blutstillende Wirkung auch wissenschaftlich nachgewiesen. Bei
Mensturationsstörungen wird er als Tee getrunken. Bei Nasenbluten soll man sich
ein Bündel frisches Kraut in den Nacken legen.
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Ysop

Ähnlich wie Salbei,
Thymian oder Rosmarin ist es ein stark duftendes Kraut. Die Inhaltsstoffe sind
schleimlösend, entzündungshemmend und krampflösend. Deshalb wird es hauptsächlich
bei Atemwegserkrankungen angewendet. Als Gewürz eignet es sich für Braten und
Soßen da es Herb würzig ist und geschmacklich zwischen Oregano und
Salbei liegt. Der wissenschaftliche Name Hyssopus taucht sogar in der Bibel auf:
"Entsündige mich mit Ysop, dann werde ich rein; wasche mich, dann werde
ich weißer als Schnee." (Psalm51,9) Angeblich geht dieses Gebet auf David
zurück, nachdem ihm wegen seines Ehebruchs mit Bathseba die Leviten gelesen
wurden. Der Sage nach, soll es ein Ysopzweig gewesen sein, mit dem Jesus der
Essigschwamm gereicht wurde, als dieser am Kreuz hing.
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Zwiebel
Laut Statistik ist die Zwiebel das meist verbrauchte Küchengemüse in deutschen
Landen. Was sicher nicht zuletzt auf ihrer verdauungsfördernden Wirkung beruht,
wenn sie nicht im Übermaß gegessen wird. Sie senkt außerdem den Blutzucker,
ist Mineralsalz zuführend und blutstillend. Aber auch in der Heilkunde hat sie
ihre Anwendung. Fast jeder wird wohl das alte Hausmittel kennen, eine frisch
aufgeschnittene Zwiebel auf einen Wespen- oder Bienenstich zu legen. Der
Zwiebelsaft hat nämlich auch antibakteriellen Charakter.
Man benutzt Zwiebeln auch bei Ohrentzündungen . Ein Leinensäckchen
mit gehackten Zwiebeln für Sekunden in die Mikrowelle geben (auch Hexen
haben so was heute!). Dabei muss beachtet werden, dass die Zwiebeln nicht zu heiß
werden, sonst führt ihr beißender Geruch auch zu den bekannten Augenreizungen.
Dann wird dieses Zwiebelsäckchen auf das erkrankte Ohr gelegt. Selbst bei sehr
schmerzhaften Mittelohrentzündungen hat das schon zu erheblicher
Schmerzlinderung geführt.
Ein weiteres Hausmittel, das man mit der Zwiebel schnell herstellen kann ist
Zwiebelsaft gegen Husten und Bronchitis: Eine große
Gemüsezwiebel oben etwas abschneiden und aushöhlen . In die ausgehöhlte
Zwiebel fülle ich Kandiszucker und lasse die gefüllte Zwiebel dann über Nacht
stehen. In der Zwiebel bildet sich dann Saft, von dem man alle paar Stunden
einen Teelöffel voll zu sich nimmt.
Die schnellere Variante, um Zwiebelsaft herzustellen geht so: eine kleingehackte
Zwiebel, ebenfalls mit Kandiszucker in einen Topf geben, etwas Wasser
dazu und diese Mischung einige Minuten köcheln lassen. Dann den Topf von der
Platte ziehen und abkühlen lassen. Den erkalteten Saft durch ein Sieb gießen
und von dem Saft alle paar Stunden einen Teelöffel voll trinken.
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