Die Unterscheidung zwischen Moderne und Postmoderne ist nicht so sehr eine Unterscheidung in Epochen, sondern vielmehr eine zwischen Geisteshaltungen.
Modern ist demnach eine Haltung, die alles Tun auf ein zukünftiges (und durch geeignete Methoden zu legitimierendes) Ziel ausrichtet.
Das Problem an dieser Legitimation ist, dass sie von Außerhalb erfolg und vereinheitlichende Tendenzen besitzt. In sofern tut sie den Dingen, die sie legitmiert sehr oft Gewalt an.
Die alternative Geisteshaltung bedeutet nicht, dass man nunmehr aufhören kann, die Wahl seiner Ziele und Mittel zu legitimieren; dass jetzt alles beliebig ist. Postmodern bedeutet vielmehr die Einstellung, dass mit dem unvermeidlichen Problem umgegangen werden muss, dass diese Wahl immer wieder hinterfragt werden muss:
Diese Geisteshaltung legitimiert sich letztlich aus der Qualität der gemeinsamen Interaktion im hier und jetzt (Lyotard verwendet an dieser Stelle nicht umsonst die Metapher des Spiels).