Nicht verzagen...Nitro fragen!
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| Die folgenden Informationen stellen lediglich (ausserhalb des Geltungsbereichs des BtMG erworbene) Erfahrungen dar und sollen keinesfalls als Aufforderung zum unerlaubten Anbau von Betäubungsmitteln missverstanden werden! Diese Informationen sind zum Gebrauch in Ländern bestimmt in denen der Anbau und Besitz von Cannabis legal sind oder für Patienten im Geltungsbereich des BtMG mit einer ordnungsgemässen Cannabisgenehmigung von der Bundesopiumstelle. |
Siehe auch: Sorten
URLs im World Wide Web
Subject: Vogelfutter > Kann mir mal jemand sagen in welchen Vogelfutter > Marken Hanfsamen mit drin sind.
Kann ich dir nicht sagen, da muesstest du schon selbst nachschauen, ABER:
1) In Deutschland vertriebene Vogelfutter sollen sterilisierte, also abgetoete, Hanfsamen enthalten. Die sind nicht so gut fuer Voegel weil bestimmte Proteine schon denaturiert sind und die Samen auch eher ranzig werden (mal abgesehen davon sind sie nicht keimfaehig, falls sie aus Versehen auf die Erde fallen).
2) Hanfsamen gibt's auch in Naturkostlaeden, fuer's Muesli oder zum Backen, Kiloweise fuer ein paar Mark. Die sind nicht sterilisiert und kommen aus meist osteuropaeischem oder chinesischem Anbau. Sollten die versehentlich keimen dann wuerden daraus Pflanzen mit fast keinem THC und viel CBD wachsen deren Blueten nur Kopfweh und kein High verursachen.
3) In Oestereich, der Schweiz, den Niederlanden, Grossbritannien und einigen anderen Laendern gibt es ganz legal auch Hanfsamen die THC-reiche Pflanzen hervorbringen. Siehe "Samen" unter
http://www.geocities.com/NapaValley/5010/Die duerfen allerdings in D nur mit besonderer Genehmigung angebaut werden. Die Einfuhr und der Besitz von Hanfsamen ist generell legal da THC-frei, sofern nicht aufgrund der Umstaende davon auszugehen ist dass sie zum illegalen Anbau bestimmt sind: 15 Samen in Plastiktuete wo "Sensi Seeds" draufsteht und ein "FL 100" Preisschild klebt = verboten, die gleichen Samen in Lebensmitteln enthalten (z.B. mit 100 Gramm Sonnenblumenkernen, Walnuessen, Rosinen u.ä. gemischt) = legal.
Subject: Samen-Verbot: Nein Danke!Seit ich das erste Mal Samen geerntet habe, habe ich mir überlegt, dass es eigentlich nur der Egoismus der Leute ist, der die Verbreitung von Hanf verhindert. Ein Innenanbauer der nur samenloses Gras produziert weil er damit die höchstmögliche Ausbeute hat, aber seine Freunde dann ohne grosse Investitionen an keine Samen kommen; ein Outdoor-Grower der nur soviel anpflanzt wie er selbst rauchen kann, usw. Würde nur ein Bruchteil der Ernten auch Samen produzieren und würden einige diese Samen im folgenden Frühjahr im Freiland ausgesetzt und sich selbst überlassen dann gäbe es bald nicht mehr genügend Polizisten zum Unkraut jäten. In Nepal wächst der meiste Hanf wild. Dass es in Deutschland anders ist, liegt im Prinzip an den deutschen Growern.
MfG
Nitrophoska
Subject: Samen zu verschenken > Das wäre doch recht interessant. Hanf wächst überall, in der Stadt und > auf dem Land. Was würden unsere Behörden machen? Staatliche > Hanfpflanzenvernichtungskommandos? Wenn ich genügend Samen hätte, würde > mir die Zeit nehmen, sie überall in meiner Stadt zu verteilen. > Gibt es überhaupt genug Samen, um Hanf bundesweit auszubringen? > Kann Hanf sich überhaupt selbst vermehren und den Winter überstehen?Ein Gramm Hanfsamen hat etwa 50 Samen, eine Tonne würden daher theoretisch, selbst wenn nur zehnte Saat aufgeht und gedeiht, für 5 Millionen Pflanzen reichen. Ich weiss nicht, wieviele Pflanzen da auf jeden Ordnungshüter kämen. Eine bestäubte erntereife weibliche Pflanze enthält ungefähr 40% des Trockenhgewichts ihrer Blütenstände an Samen. Da kommen bei Freilandpflanzen schnell 1000-5000 Samen pro Pflanze zusammen und ein einziger Anbauer könnte etliche Vögel füttern -- oder aber mehrere Hundert Nachahmer im Folgejahr mit Saatgut versorgen. Du bräuchtest insgesamt so um einen Hektar rum um in einer einzigen Ernte eine Tonne Vogelfutter zu produzieren. Eine Freundin von mir hat vor ein paar Jahren im Juni drei zu gross gewordene Pflanzen ins Freiland versetzt und dann aus einer einzigen schon im September geernteten Pflanze 1000 keimfähige Samen gepickt. Im Folgejahr hatte sie insgesamt 130 Keimlinge auf ihrem Balkon stehen von denen viele im Freiland bis zur Ernte reiften (nicht im Geltungsbereich des BtMG).
Zur Vermehrung ohne menschliches Zutun, in Brandenburg in der ehemaligen DDR fanden sich nach dem "Anschluss" Hanffelder mit zigtausaunden von (Faser-)Pflanzen die prompt von diensteifrigen Ordnungshütern abgeerntet wurden. Es handelte sich um Faserbestände aus den 50er Jahren. In den USA wächst im Mittleren Westen (Iowa, Wisconsin, Oklahoma) heute noch Hanf aus der "Hemp for Victory" Kampagne von 1942/43, obwohl jedes Jahr unter Millionenaufwand Hunderte von Millionen Pflanzen vernichtet werden.
Prinzipiell kann man sagen, dass alle Cannabissorten die lt. Züchter in Deutschland für den Freilandanbau geeignet sind (d.h. bis zum ersten Frost ausgereifte Blüten produzieren) auch langfristig zur Ernährung unserer Singvögel geeignet sind indem sie (ohne Entfernung der Männlein) in Blüte gehen und Samen produzieren können. Nach dem Frost sterben die Pflanzen ab und zerfallen allmählich, wobei Vögel sich an den Samen gütlich tun und auch unverdaut im Kot oder durch die klebrigen Samen am Gefieder zu deren Verbreitung beitragen. Ohne Vögel oder Menschenhilfe fällt auch beim Hanf der Apfel nicht weit vom Stamm: Die verrottenden Blütenstände geben im Frühlingsregen Samen zur Keimung frei die dann nur in unmittelbarer Umgebung der Mutterpflanzen spriessen. Andere Sorten, die in mitteleuropäischen Breitengraden bis Ende Oktober/Anfang November keine vollreifen Samen produzieren, z.B. tropische Sorten wie Thai, Kolumbien, Kongo müssten jedes Jahr neu ausgesät werden damit ihr (unreifes) Saatgut Singvögel füttern könnte. Die für die natürliche Vermehrung im Freiland geeignete Palette ist jedoch sehr breit, und die natürliche Auslese tut ein übriges: Wenn nur die frühreifen Pflanzen Saatgut produzieren dann ist das verfügbare Saatgut im Folgejahr besser an den kurzen Sommer angepasst.
Wie sieht's mit dem THC-Gehalt aus? Der ist erstmal, was die Singvögel und die jätwütigen Ordnungshüter angeht, egal. Beide haben auch mit niedrigem THC-Gehalt ihr Auskommen. Viele hochgezüchteten holländischen Sorten bestehen aus Kreuzungen (Hybriden) von stabilisierten Sorten und ihre Nachkommen im Folgejahr unterscheiden sich oft erheblich in ihren Eigenschaften. Aber ein erheblicher Prozentsatz wird genausogut sein wie (manchmal sogar besser als) die Vorfahren. Die Varianz behindert eher die effektive Nutzung im Treibhaus / unter Lampe mit knappen Platz und festgelegter Anbaufolge als die Nutzbarkeit für hanfliebende Lebewesen. In Nepal oder in Teilen Afrikas wächst psychoaktiver Hanf wild und wird jahrelang nicht kultiviert, bleibt aber trotzdem für den menschlichen medizinischen und nichtmedizinischen Gebrauch nutzbar. Nepalesisches Haschisch wird weitgehend aus solchen Wildpflanzen produziert.
Dass psychoaktive Sorten in Mitteleuropa sich selbst überlassen, automatisch zu Faserhanf degenerieren ist nicht bewiesen. Wahrscheinlicher ist es, dass die Vorherschaft von THC-armen Sorten in Deutschland an der langjährigen Auswahl von besonders langfasrigen Sorten unter Vernachlässigung der Blütenbildung beruht. Aktive Auswahl der Samen von besonders interessant erscheinenden Wildpflanzen für eine erneute Aussaat im Folgejahr würde sicherstellen, dass die bevorzugten Attribute nicht verschwinden, egal wie diese aussehen. Solange weiterhin Samen in Holland gekauft und (illegal) eingeführt werden wird der Genpool ausserdem ständig aufgefrischt werden. Ich glaube nicht, dass der Schwarzmarkt für Qualitätssamen im Innen-, Treibhaus- oder Gartenanbau durch die Samenreproduktion fürs Freiland je verschwinden wird.
Für alle Faserhanfbauern unter den Mitlesern: Hanfsamen keimen am besten 1 cm tief in der Erde, wenn es feucht ist und nachts kein Frost auftritt (April bis Juli). Die Keimrate ist beim Einsetzen der Samen in die Erde um mindestens eine Grössenordnung besser aus beim losen Ausstreuen auf die Erde, was erklärt dass bei der natürlichen Verbreitung die Zahlen nicht explosionsartig zunehmen. Der Boden sollte locker sein und keine stauende Nässe aufweisen. Flusstäler sind gut geeignet. Am besten nicht zu trocken und ein paar Stunden direkte Sonneneinstrahlung helfen ungemein. Mit dem Spaten umgraben bis ca. 30 cm Tiefe und Mischen der Erde mit natürlichem Kompost (z.B. verrottetes Laub) helfen den Pflanzen am neuen Standort.
Dann möchte ich noch kurz auf mein Seifenkistlein a la Speaker's Corner steigen und darauf bestehen dass die Knappheit von Hanf letztendlich mehr auf die Habgier der Anbauer als auf den Diensteifer der Ordnungshüter zurückgeht. Würde das Hanfsamenverbot von (illegalen) bundesdeutschen Gärtenern im Jahre 1998 zum Anlass genommen, mindestens einmal auf pures Sensimillia als Ernteziel zu verzichten, dann gäbe es im November 1998 tausendmal mehr (illegale) Samen als legale jetzt im Januar. Die Aussaat wäre mit praktisch keinem Risiko verbunden. Weil aber kein Anbauer will, dass jemand anderer seine Pflanzen erntet (egal wieviele Samen er übrig hätte), und aus einer bestimmten Menge Samen möglichst viel und gutes Grass herausholen will, wird Hanf meist nur im kleinen Rahmen und gut versteckt draussen angebaut und oft im Sommer alle Männlein zwecks Sensi-Produktion ausgerissen. Würde der Natur ihren Lauf gelassen und dafür entsprechend mehr Samen ausgesät dann gäbe es bald mehr als genug Futter für alle Singvögel (und sonstige lustige Vögel), und nicht genügend Ordnungshüter um weiterhin das "Unkraut" zu jäten oder gar die Fundstellen zu beobachten. Das wäre dann allerdings, wie der Anbau ohne Genehmigung allgemein, strafbar weshalb ich nicht dazu auffordern darf :->
MfG
Nitrophoska
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