Der
wahre Ladislaus Eduard Almásy
Ladislaus Eduard Almásy
wurde 1895 im ungarischen (heute
österreichischen) Bernstein geboren. Er wurde in
England zur Schule geschickt.
Im Alter von 20 Jahren wurde er Pilot der
österreichisch-ungarischen Luftwaffe. 1921
unterstützte er einen monarchistischen
Putschversuch als er den abgetretenen Kaiser Karl
I., der seine Macht wieder erlangen wollte, mit
dem Auto nach Budapest fuhr. Als Dank erhielt er
von diesem den Grafentitel, der vom ungarischen
Parlament jedoch nie bestätigt wurde.
Anfang der20er Jahre arbeitete Almásy für den
Schweizer Autobauer "Steyr" und wurde
als Werksfahrer nach Ägypten entsandt, um die
Steyr-Fahrzeuge unter extremer Beanspruchung zu
testen. 1926 organisierte Almásy für
den Fürsten Esterházy eine Jagdexpedition in
den Sudan. Und 1929 reiste er mit Prinz
Ferdinand von Liechtenstein im Auto von Mombasa
nach Alexandria. In dieser Zeit entwickelte Almá
sy seine Leidenschaft für die Wüste. Und er
schloß sich 1932 den Engländern Sir
Robert Clayton, Patrick Clayton und dem Piloten
Penderel an; sie unternahmen eine Expedition mit
Auto und Flugzeug während der sie die "Oase
Zarzura" entdeckten.
Nach dieser ersten Expedition leitete Almásy
noch mehrere Forschungsreisen nach
"Zarzura", um die Oase zu erforschen.
Zwischen 1936 und 1939 war er Fluglehrer
in Ägypten.
Als die Kriegswirren begannen mußte Almásy
Ägypten verlassen und kehrte nach Budapest
zurück. Dort wurde die deutsche Abwehr auf ihn
aufmerksam, und beordert ihn als Captain der
verbündeten ungarischen Luftwaffe dazu , sich
dem deutschen Afrikacorps anzuschließen. Der
Wüstenexperte diente dort 1941 bis 1942
General Rommel und führte mehrere
Geheimoperationen durch. In seiner
spektakulärsten, der "Operation
Salaam" führte er zwei deutsche Spione von
Libyen nach Ägypten, quer durch die Wüste und
weit hinter den feindlichen Linien. Für seine
Arbeit wurde er mit dem Eisernen Kreuz zweiter
Klasse geehrt.
Almásy ging nach Budapest zurück und wurde nach
dem Krieg von den Sowjets der Kollaboration mit
den Deutschen bezichtigt und vor ein ungarisches
Volksgericht gestellt. Dank einflußreicher
Fürsprecher wurde er freigesprochen. 1947
verließ er Ungarn wieder und reiste abermals
nach Kairo, wo er wieder als Fluglehrer
arbeitete. 1951 starb er während eines
Aufenthaltes in Salzburg an einer nicht
ausgeheilten Amögenruhr.
Der
Charakter des Geoffrey Clifton ist wohl Sir Rober
Clayton-East Clayton nachempfunden. Dieser starb
jedoch bereits 1932 und zwar nicht bei
einem selbst herbeigeführten Flugzeugabsturz,
sondern an einer Infektion durch eine
Wüstenfliege. Auch hatte seine Frau die
1933 in England starb niemals ein
Verhältnis mit Almásy. Vielmehr geht man davon
aus, daß Almásy homosexuell war, denn man fand
in seinem Nachlaß 80 leidenschaftliche
Liebesbriefe an einen deutschen
Wehrmachtsoffizier.
zurück
|