Bald war der kleine Vogel fast ganz trocken und als Maxl ihn wieder auf die Erde setzte ,
da machte er schon kleine Versuche zu h�pfen , aber er liess sich leicht wieder in die
Hand nehmen und zeigte keine Angst mehr . Wie zutraulich er schon geworden ist , dachte
Maxl . Und zu dem Vogel sagte er : "Ich werde jeden Tag W�rmer f�r dich suchen , bist ein
lieber Vogel !"
Kurz bevor er zuhause war , f�hlte er noch mal nach dem Vogel . Sch�n trocken war er
inzwischen geworden und das Gefieder f�hlte sich samten an . Noch einmal holte er den
kleinen Vogel aus seinem Hemd hervor , setzte sich auf den Boden und liess ihn auf seiner
Hand sitzen.
Der kleine Vogel sch�ttelte sich , streckte einen Fl�gel , spreitzte ihn weit auseinander
und dann den anderen Fl�gel genauso . Mit dem Schnabel fuhr er zwischen die Schwingfedern
als wolle er sie pr�fen , ob sie auch noch ganz seien . Dann h�pfte er etwa einen halben
Meter von Maxl weg . "Sch�n", sagte Maxl , " du kannst es bald wieder siehst du ?"
Ach wie stolz f�hlte sich Maxl !
Und Maxl wollte den kleinen Vogel wieder in seine Hand nehmen , doch da h�pfte der weiter
weg und dann flog er auf - auf und davon ! Ein paar Meter flach �ber dem Boden , und dann steil
nach oben , immer h�her , dem Himmel entgegen !
Maxl war erschrocken und schaute ihm traurig nach , und als er ihn gerade noch so sehen
konnte , so hoch oben , da schien es als bliebe der kleine Vogel oben am Himmel stehen ,
und man konnte das laute "Zzzzirp Zzzzirp" einer Lerche h�ren - denn das war der kleine
Vogel ...
Und in die Traurigkeit mischte sich gleichwohl so etwas wie ein Gl�cksgef�hl , dass er
den Vogel zwar nicht hatte z�hmen k�nnen , aber immerhin : gerettet hatte er ihn - er , der
kleine Maxl ! !
Merkw�rdig , von da an tr�umte Maxl oft des Nachts , er k�nne fliegen wie ein Vogel - und wann immer er im Traum sich in Gefahr sah , breitete er seine Arme aus und erhob sich in die L�fte , hoch in den Himmel . Das war lange Zeit so , auch als aus Maxl l�ngst Max
geworden war...
Juli 2000 maeb

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