So mit der Zeit... so mit der Zeit geht Alles hin
Man vergißt das Gesicht, und die Stimme entwischt
Wenn die Liebe erlischt, braucht man gewiss nicht weiter suchen geh'n
Man läßt's gescheh'n und wird's versteh'n.
So mit der Zeit... so mit der Zeit geht Alles hin,
der, den man verehrte und ging im Regen orten,
der And're, den man ahnte hinter jedem Blick,
zwischen den Zeilen, zwischen den Worten,
unter der Schminke eines Schwurs wie ein Trick,
der geht in die Nacht und versiegt, so mit der Zeit, all das verfliegt.
So mit der Zeit... so mit der Zeit, geht Alles hin,
die schönste Erinnerung sieht wie 'ne Fratze aus
Aus dem Verkaufsregal wühl' ich den Tod heraus,
am Samstagabend, wenn Zärtlichkeit von selbst kühlt aus.
So mit der Zeit... so mit der Zeit geht Alles hin,
der, an den man glaubte, für nichts und wieder nichts,
der, dem man Dunst gab und der doch Schmuck erhält,
für den man die Seele verkauft hätt' für wenig Geld,
vor dem man her krauchte, wie's ein armer Hund tut
So mit der Zeit wird alles gut.
So mit der Zeit... so mit der Zeit geht Alles hin
Man vergißt seine Lust und die Stimmen unbewußt,
die dir sagten, ganz schlicht, die Sprüche einfacher Leut':
Komm nicht so spät heim, heut', gib Acht, erkält Dich nicht!
So mit der Zeit... so mit der Zeit geht Alles hin
Man fühlt sich ausgemergelt wie ein geschund'ner Gaul
Man fühlt sich eisigkalt in einem Bett irgendwo
Man fühlt sich einsam, vielleicht alt, doch gleichgültig,
und sich betrogen gar um die verlor'nen Jahr'
Und dann, fürwahr. so mit der Zeit, ist die Liebe weit.