Cora Stephan

Keine Staatsknete für Agitprop-Unis

Aufschrei! Donald Trump nimmt den Universitäten in den USA das Geld weg! Die Wissenschaftsfreiheit ist in Gefahr!

Ja, der Böse tut es schon wieder, nach nicht einmal 90 Tagen seit Amtsantritt geht er den Universitäten ans Portemonnaie: Dort gibt es ein recht üppiges Einsparpotenzial. Im März 2025 gingen der Columbia University deswegen 400 Millionen verloren, der Brown University 500 Millionen, es folgten Princeton und die University of Pennsylvania mit insgesamt fast 400 Millionen, und in Harvard geht es um 2,2 Milliarden US-Dollar, allen droht der Verlust von Steuerprivilegien.

Steuerprivilegien gebe es nur für Organisationen und Instanzen, die dem öffentlichen Interesse dienen, sagt Trump. Vor allem aber: Der privaten Elite-Universität Harvard gebühren keine staatlichen Fördergelder, solange dort nach sachfremden "DIE"-Kriterien (Diversity, Inclusion, Equity) eingestellt wird und nicht nach Leistung und Qualifikation. Universitäten sollten Orte des Wissens und der Bildung und nicht der politischen Agitation sein.

Klingt doch vernünftig, oder? Doch der Aufschrei ist laut. Ist es jetzt vorbei mit den amerikanischen Universitäten? Hat der Böse der Wissenschaftsfreiheit den Todesstoß versetzt?

Naive Frage: Wieso braucht Freiheit Staatsknete? Die Staatsknete segnet alles ab, auch so pittoreske wie unnütze Dinge wie Gendern oder Antisemitismus. Besser, das Geld fließt in die Forschung, etwa bei Medizin und Naturwissenschaften. Von dort formiert sich bereits Druck auf die Universitätsleitungen, Trumps Forderungen nachzugeben. Das wäre im Interesse aller. Schließlich ist es egal, wie der Chirurg aussieht, der das Messer führt, Hauptsache, er versteht etwas von seiner Kunst.

Ganz abgesehen davon: Wozu gibt es Studiengebühren, die ja zweierlei würdigen - dass ein Studium etwas wert sein könnte und dass man diesen Wert missachtet, wenn die Studienjahre für politischen Aktivismus dahingegeben werden? Den Studenten aber wird vorgegaukelt, Universitäten seien eine Art Spielplatz, auf dem man sich "ausprobieren" kann, am besten mit den steilsten ideologischen Konstrukten.

Denn darum geht es Trump: Er kämpft gegen das ideologische Monopol der Linken an den Universitäten, insbesondere dagegen, dass der Leistungsgedanke längst durch Quoten entlang "diversity, equity and inclusion" (DIE) ersetzt wurde; dass "soziale Gerechtigkeit" ("Social justice", Anm. Schlagerhansi) der Hebel geworden ist, mit dem alles abgestraft wird, was sich jenseits des linken Konsenses bewegt. Und nicht zuletzt der brüllende Antisemitismus an den Universitäten. Man erinnert sich mit Schaudern an die Befragung der Harvard-Präsidentin Claudine Gay (inzwischen zurückgetreten), die auf die Frage bei einer Kongressanhörung, ob Studenten, die auf dem Campus zum "Völkermord an Juden" aufrufen, gegen die Verhaltensregeln der Unis verstoßen, antwortete: "Es hängt vom Kontext ab." (Die hatte den Posten doch eh bloß bekommen, weil sie "Schwul" [Gay] heißt, Anm. Schlagerhansi ;-)

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