Erba di casa mia,
mangiavo in fretta e poi correvo via
Quanta emozione, un calcio ad un pallone
Tu che dicevi piano "amore mio ti amo."
Neve disciolta al sole,
sull'erba i nostri libri ad aspettare
E mentre io t'insegnavo* a far' l'amore
come un acerbo fiore finì la tua* canzone.**
(Ritornello:)
Ma un'altra primavera chi sa*** quando verrà?
Per questo dalla vita prendo quello che dà
Amare un'altra volta, ecco cosa farò
M'illuderò che sia l'erba di casa mia.
Ma la vita è questa,
sembra uno strano gioco d'equilibrista
Sempre più in alto, e poi un bel mattino
ti svegli con la voglia di ritornar' bambino.****
Ritornello (bis)
* Marianna Lanteri singt: "E mentre tu m'insegnavi..." und "la mia canzone". Dagegen singt Anna Tatangelo den Originaltext unverändert nach. Aber bitte, warum soll nicht mal der Mann singen und die Frau mal erfahrener sein? (Zumal es sich offenbar noch um Schüler handelt: Mit "libri" können nur Schulbücher gemeint sein, sonst stünde da ja nicht "nostri" - wer hat schon sonst die gleichen Bücher oder gar welche in Gemeinschaftseigentum? ;-)
**"Kantsonäää" - singt er da etwa mit deutschem Akzent? Nein, M.R. wurde in Neapel geboren und wuchs mit Napolitanisch als Muttersprache auf, und da spricht man das "e" wie im Spanischen, nämlich offen - Erbe der jahrhundertelangen Kolonialherrschaft im "Königreich beider Sizilien" -, während es im Fiorentinischen - das heute als Standard-Italienisch gilt - geschlossen ist.
***Da schreiben fast alle anderen "einschlägigen" Seiten "chissà". Das gibt es zwar auch; aber hier wäre es inkorrekt, denn es bedeutet "vielleicht", und das paßt nicht zum folgenden "quando". Gemeint ist nicht: "Vielleicht kommt ein anderer Frühling - aber wann?" Sondern: "Wer weiß, wann ein anderer Frühling kommt?" Im ersteren Fall ist man unsicher, ob er überhaupt kommt, im letzteren fragt man dagegen nur noch, wann er kommt.
****So singen beide Interpretinnen. Das wäre heute, im Zeitalter der "gender correctness" - die auch Italien erfaßt hat - undenkbar; da würde man den Reim opfern und statt dessen "bambina" singen. Aber anno 1972 war noch allgemein bekannt, daß manche Wörter beide Geschlechter einschließen können - wie ja auch das deutsche Wort "Kind[er]". (Ein Wunder, daß sich Rapunzel-Dingsda und die anderen Geisteskrankend:innen von der Duden-Redaktion da noch nichts Neues ausgedacht haben, z.B. "Kindernde" oder "Kindernd:inne". Aber die sind für mich nicht maßgeblich, denn Konrad Duden war ja nur ein alter weißer Mann - und das bin ich auch selber; ich muß mir also von dessen Epigonend:innen nicht vorschreiben lassen, was gutes Deutsch ist ;-)