Kindheit, des Lebens zarte Luft,
der Tag, der Dich zum Spielen ruft,
wobei oft nur ein Glas zerbricht,
mehr weißt Du nicht.
Der kleine Zug, der Dir gefällt,
fährt nur im Kreis, nicht in die Welt
So klein fängst Du Dein Leben an
Und was kommt dann?
(Kehrreim:)
Dann kommt der große Abschied von der Zeit
Es gibt kein Wiederseh'n,
war sie auch noch so schön
Dann kommt der große Abschied, sei bereit!
Die Welt, die muß sich dreh'n,
und Alles wird vergeh'n.
Schule, des Lebens erste Pflicht,
wobei schon mehr als Glas zerbricht
Erste Liebe und erstes Leid
Dein Weg ist weit.
Sommer des Lebens, Du weißt genug,
hast viel erreicht und bist so klug,
hörst oft mit Stolz: Was für ein Mann
Und was kommt dann?
Kehrreim
Künden sich Herbst und Winter an,
dann lächelst Du, wie es begann
Weiß wird Dein Haar, so weit Dein Blick,
siehst Du zurück.
Nichts ist so wichtig und nichts so groß,
wie Deine friedliche Hand im Schoß
Nichts fängt im Leben nochmal an
Und was kommt dann?
Kehrreim**
*Eine besonders wertvolle Aufnahme, weil sie eine der vielen großen Lügen entlarvt, mit denen die Biographie des Jürgen Udo Bockelmann gepflastert ist: Er konnte ungefähr soviel Klavier spielen wie Philippe Pagès alias "Richard Clayderman", d.h. Hänschenklein mit einem Finger. Er hat auch nie Musik "studiert", geschweige denn jemals etwas komponiert - denn dazu gehört mehr als die Reihenfolge einzelner Töne ohne Längen, Pausen und Harmonien aufzuschreiben; das lateinische Wort "componere" bedeutet vielmehr, all das zusammenzufügen zu einem Stück Musik. Nein, "U.J." war ein Fake durch und durch, ein Popanz, den sein cleverer Manger Beierlein aufgeblasen und mit vielen guten Liedern ausstaffiert hatte, wie diesem. Später ließ er ihn an einem Flügel sitzend auftreten; aber der hatte keine Saiten; der echte Pianist saß an einem anderen Flügel etwas weiter im Hintergrund. (In der Tube gab es mal den Clip eines Liveauftritts von "Peccato che sia finita così", wo man das, wenn man selber Klavier spielt, sehr schön sehen kann: "U.J." läßt bloß die Hände mehr oder weniger ungeschickt über die Tasten huschen; irgendwann steht er auf und geht spazieren, aber das Klavier spielt weiter.)
Nachdem "U.J." mit Beierlein gebrochen hatte (wobei der Letztere den Prozeß um die Urheberrechte an diesem und allen anderen bis dahin von ihm produzierten Liedern gewann), brachte er nur noch Schrott heraus. Im übrigen war Professor h.c. Bockelmann nicht nur musikalisch eine Null (was ja verzeihlich gewesen wäre - da befand er sich mit vielen anderen U-Musikern in "guter Gesellschaft"), sondern auch menschlich. Aber darüber schreibe ich
an anderer Stelle mehr.
**Beim letzten Kehrreim werden die ersten drei Zeilen zum parlando, die letzten drei zu "la la la..."