Joelma

Azul (Audio)

Vou caminhando lentamente
E de repente* vejo surgir
pelo caminho solitário
Um puto** lindo a me chamar
Vejo seu rosto sorridente,
um azul tão lindo o seu olhar.
 
(Estribilho:)
É azul o mar profundo
A marulha me ensina sonhar
Recordo que é tão azul
que agora eu sinto por ti
E agora que quase, quase te abracei,
vejo o teu olhar 
E mergulho no azul profundo
que só existe nesse lindo olhar. 

Instrumental
 
O teu olhar azul tão claro
a minha infância faz retornar
O sonho azul da inocência
e o amor mais puro que já senti
E o céu azul sempre brilhante
de novo encontro no seu olhar. 
 
Estribilho 
 
Sei que é impossível colorir 
um coração cheio de amor
Mas teu olhar azul profundo 
fez o meu mundo ficar azul
Quero ser nuvem deslizando 
no seu cantar, no seu olhar.
 
Estribilho


*Sie spricht das "r" wie ein neugriechisches Gamma, d.h. ähnlich wie ein deutsches "ch" nach a, o und u; aber das ist nicht korrekt. Beim "rr" tue ich das auch, da ist es fast schon Standard - jedenfalls in Brasilien -; aber beim einfachen "r" würde ich mich hüten...

**Da wollte ich eigentlich "moço" heraushören - und auf dem verlinkten Audioclip (J. singt an der Stelle etwas undeutlich) könnte man das auch meinen. Dagegen erschien mir "puto" - was ein gewisser "Don Juan" auf Lyricstranslate (das ja oft unzuverlässig ist) geschrieben hatte - geradezu abwegig. Was sollte denn damit gemeint sein? Ein "Stricher" [männliche Nutte, als Pendant zu "puta"]? Doch wohl kaum! Aber dann schickte mir ein Musikfreund eine bessere Aufnahme als die des YouTube-Uploaders, und er wies mich darauf hin, daß das Wort "puto" in Portugal eine ähnliche Entwicklung genommen hatte wie "son of a bitch" im Englischen oder "filou" im Französischen, nämlich vom Schimpfwort zum durchaus anerkennenden Ausdruck. Hm... aber J. war doch Brasilianerin! Ich hatte "nur" brasilianisches Portugiesisch gelernt, aber das ziemlich perfekt; deshalb war ich mir ziemlich sicher, daß es jedenfalls damals dort nicht in dieser Bedeutung gebraucht wurde.
Des Rätsels Lösung: Ich hatte mich über das "damals" durch einen falschen Eintrag "1969" in irgendeinem Verzeichnis täuschen lassen. (Es erschien mir schlüssig, da das italienische Original aus 1968 war, das wäre also zeitnah gewesen, das prüfte ich erstmal garnicht nach.) Aber dann fiel der Groschen: Da war J. ja noch garnicht geboren! Sie ist Jahrgang 1974, und der Text ist, wie ich dann recherchierte, aus 1999. Da konnte sich der Sprachgebrauch auch in Brasilien schon in diese Richtung entwickelt haben - und vielleicht hat dieses Lied sogar dazu beigetragen?!? Populäre Schlager sind ja oft sprachprägend - allerdings nicht immer zum Besseren, wie dieses Beispiel mal wieder zeigt.

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