Ti glyká rigó sta chéria sou san aphänomai ston treló rythmó tou érota paraδínomai. (Géphyra:) Sphychtá na me kratás kai se taxíδia na me pas Me to karáwi täs karδiás kai na m' agapás män to xechnás. (Rephrén:) Ä nýchta krýwei* mystiká kia ä nýchta krýwei ta philiá** San na s' écho aggaliá*** kai óla gínondai pio magiká Ä nýchta krýwei mystiká. $ Mä chatheís poté agápä mou se chreiázomai Mia zoä egó**** atéleiota tha se noiázomai. Géphyra Rephrén dal $egno al fine
*Wer sich ein wenig mit der traurigen Geschichte der griechischen Sprache befaßt hat, erkennt hier das altgriechische "krypto" wieder: Das "p" wurde zu "b" aufgeweicht, und das wird heute "w" gesprochen. Die Nacht [ver]birgt also Geheimnisse (Mysterien - aber das erkennt man auch ohne Hilfestellung).
**Vorsicht! Auch im Griechischen gibt es "faux amis" (im wahrsten Sinne des Wortes ;-), und um nicht auf sie hereinzufallen ist die richtige Betonung so wichtig: "ä philía" ist die Freundschaft (aber warum sollte die Nacht die verstecken?); "ta philiá" ist dagegen die Mehrzahl von "to philí" [der Kuß (sächlich, also eigentlich "das Küssen")] - man beachte die Akzentverschiebung im Plural!
***Ich transkribiere "g[amma]k[appa]" als "gg", da es wie ein deutsches "g" gesprochen wird - im Gegensatz zum einfachen Gamma, das heute vor "a", "o" und "u" wie ein deutsches "ch" nach "a", "o" und "u" gesprochen wird. Alles Weitere dazu in der Einleitung; ich kann und will mich hier nicht an jeder Stelle wiederholen.
****Ich habe es schon an anderer Stelle erwähnt; aber in diesem Fall wiederhole ich mich gerne, weil es so wichtig ist: Kein Grieche würde das deutsche Wort "ego" [gesprochen "eegoo", mit Betonung auf der 1. Silbe, beide Vokale geschlossen] verstehen. "Ich" heißt auf Griechisch "ächó", mit Betonung auf der 2. Silbe, beide Vokale offen, und das Gamma hart und stimmlos - s.o. Wer Fremdwörter verwendet sollte sie wenigstens richtig aussprechen; noch besser wäre es freilich, sie möglichst zu meiden!