Carmela Corren

Abends in Nathanya

Mama, ich möcht' tanzen gehen, abends in Nathyna
Mama, sag was kann geschehen, abends in Nathanya?
Könnte es nicht sein, daß mich einer küssen möchte - sag mir ehrlich:
Ist ein Kuß nicht sehr gefährlich, abends in Nathanya?

Liebes Kind, vor den Gefahren abends in Nathanya
kann auch ich Dich nicht bewahren, abends in Nathanya
Sagt ein junger Mann, wenn er mit Dir tanzt, er möchte Dich gern küssen,
wirst Du schon die Antwort wissen, abends in Nathanya.

Mama, aber wenn ich spüre, abends in Natanya,
daß ich fast mein Herz verliere, abends in Nathanya
Könnte es nicht sein, daß ich nur noch an die große Liebe dächte,
und dann bei ihm bleiben möchte, abends in Nathanya?

Liebes Kind, so kann es gehen, abends in Nathanya
Das ist einst auch mir geschehen, abends in Nathanya
Wär' ich damals nicht ausgegangen, ja, dann wärst Du nie geboren
Denn ich hab' mein Herz verloren, abends in Nathanya.

Mama, ich werd' tanzen gehen, abends in Nathanya
Und es wird mir nichts geschehen, abends in Nathanya
Doch wenn Einer kommt und beginnt verführerisch mich anzulachen,
werde ich's wie Mama machen, abends in Nethanya.*


*Hier singt sie eindeutig "Nethanya", sonst "Nathanya". Nun ist das mit den Vokalen im Hebräischen ja immer so eine Sache. Ich habe mehrere - auch ältere - Lexika zurate gezogen und gleich vier Schreibweisen gefunden: Natanya, Nathanya, Netanya und Nethanya. Aber egal, wie man das auch transkribiert, es geht ja nicht um die Schreibweise, sondern um die Bedeutung jenes Wortes. Es bedeutet "Geschenk", und natürlich ist das ein beliebter Kindername. (Klassisch gebildete Deutsche kennen ihn - oder glauben, ihn zu kennen - aus Lessings 'Ringparabel', die er "Nathan dem Weisen" in den Mund legt. Traditionell machen Juden keine Unterschied zwischen Vor- und Nachnamen; die Familiennamen wurden ihnen erst von Napoléon Bonaparte und seinen Zeitgenossen verpaßt; bis dahin verwendeten sie - wie die Araber - Namen und Vatersnamen.) Wessen Geschenk, ist auch klar und bedarf eigentlich garkeiner Erwähnung, wird aber manchmal doch drangehängt: Jahwe/Yahwe, Jehu/Yehu oder wie man ihren Gott sonst transkribieren will. "Nathanya" ist also eine Abkürzung für "Geschenk Gottes" - er hat den Israelis eben einen besonders schönen Strand am Mittelmeer geschenkt, dem sie diesen Namen gegeben haben. Man kann ihn aber auch ganz ausschreiben, dann lautet er "Netanyahu" - ein bekannter israelischer Politiker heißt so. Aber darauf will ich garnicht hinaus, sondern darauf, wie sich dieser Name über die halbe Welt verbreitet hat. Den Anfang machten wohl die alten Griechen, die ihn zu "Theodoros" hellenisierten. Im Lateinischen/Italienischen wurde das zu "Deodato", im Französischen zu "Dieudonné" und im Deutschen... zu Theodor. Ich erspare mir die Aufzählung all der krummen Hunde, die diesen Namen trugen und tragen, von A wie Adorno bis Z wie Zuckmayer; immer wenn Ihr einem von ihnen begegnet, könnt Ihr getrost davon ausgehen, daß Ihr einen Angehörigen des "auserwählten Volkes" vor Euch habt. Aber damit nicht genug - man kann das ja auch umdrehen und bekommt dann den Mädchennamen "Dorothea". Die größte Verbrecherin der Weltgeschichte, Angela Sauer, geb. Kasner (englisch "Kushner", französisch "Kouchner" geschrieben), heißt mit "zweitem" Vornamen Dorothea, und wie man hört - und sieht - betet sie täglich zu ihrem Gott für den Untergang Deutschlands, nein, des ganzen christlichen Abendlandes.

Juden in der Diaspora geben ihren Kindern den ersten - in der Regel nicht-jüdischen - Vornamen nur zur Tarnung gegenüber den dumme Gojim [jüdisches Wort für "Untermenschen", alle Nicht-Semiten bezeichnend]. Ihr "zweiter" - jüdischer - Vorname ist der echte, und wie heißt es so schön: An ihrem Namen sollt Ihr sie erkennen! Hütet Euch vor jener Brut - sie will uns auslöschen, wie es ihre alten Propheten geboten: Mann und Weib und Kind und sogar das nicht-koschere Vieh. Alles nachzulesen im Alten Testament - macht Euch schlau!

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