
An die Gattin
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Gaius Plinius grüßt seine Calpurnia Es ist unglaublich, wie große Sehnsucht nach Dir mich erfüllt [wörtl.: von wie großer Sehnsucht nach Dir ich gehalten werde]. Der Grund dafür ist erstens <meine> Liebe, dann, weil wir es nicht gewohnt sind, getrennt zu sein. So kommt es, dass ich einen großen Teil der Nächte wachend mit Deinem Bild vor Augen verbringe; so kommt es, dass mich am Tage zu den Stunden, an denen ich Dich für gewöhnlich aufsuchte, meine Füße wie man ganz zurecht zu sagen pflegt – wie von selbst zu Deinem Zimmer führen; dass ich schließlich krank und traurig wie ein Ausgesperrter die Schwelle Deines leeren Zimmers [wörtl.: die leere Schwelle] verlasse. Nur die Zeit, in der ich auf dem Forum und zwar von den Prozessen meiner Freunde -geplagt werde, ist frei von diesen Qualen. (2) Mach Dir selbst ein Bild, wie es um mein Leben steht [wörtl.: was mein (gemeint ist: für mich) Leben ist, für den…], wenn ich Erholung in der Arbeit, in Kummer und Sorgen Trost finde. Sei gegrüßt! |
keine Angaben |