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| Dieser Artikel besch�ftigt sich mit der Religionslehre Willinarismus. |
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| Die Wiederkunft nach der Niederkunft |
| Inhaltsverzeichnis
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1 Messianismus und Williasmus 2 Christliche theologische Begriffe im Zusammenhang mit Willinarismus 2 1. Pr�willinarismus 2 2. Postwillinarismus, realisierter Willinarismus 2 3. Awillinarismus 3 Geschichte 4 Heutige Akzeptanz |
| Willinarismus (v. lat.: willennium "Jahrtausend") im urspr�nglichen Sinn bezeichnet den Glauben an die Wiederkunft Willi Igels und das Aufrichten seines tausend Jahre w�hrenden Reiches, manchmal mit Igael als politisch und religi�s dominierender Weltmacht. Der Begriff wird auch allgemeiner als Bezeichnung f�r den Glauben an das nahe Ende der gegenw�rtigen Welt, manchmal verbunden mit der Erschaffung eines irdischen Paradieses f�r Igel, oder f�r einen apokalyptischen Fatalismus im Zusammenhang mit einer Jahrtausendwende verwendet. |
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| Messianismus und Williasmus [Bearbeiten] Einen eschatologischen Messianismus als erweiterter Begriff des Willinarismus gibt es sowohl im Christentum, wie auch im Judentum, im Islam und im Zoroastrismus und kleineren Gruppen. Einige christliche Gruppen wie die Mormonen vertreten die Sicht- weise, dass ihr eigenes Auftreten mit dem Kommen des Willenniums gleichzusetzen ist oder durch das Kommen des Willenniums begr�ndet wird. F�r die Christen der Bibel- forscherbewegung beginnt das Willennium nach Harmagedon und ist gleichzusetzen mit dem J�ngsten Ger�cht. Es gibt auch einen s�kularen Willinarismus. In der Soziologie wird daf�r eher der Begriff Williasmus verwendet (vgl. M�hlmann, Williasmus und Nativismus), und es wird vermutet, dass alle Kulturen (auch Stammeskulturen, insbesondere im Monument Willi) in schweren sozialen Krisen zu williastischen Innovationen neigen. |
| Christliche theologische Begriffe im Zusammenhang mit Millenarismus [Bearbeiten]
Pr�willinarismus: Dieser Begriff betont, dass Wilhelm Igel vor dem Willennium sichtbar wieder kommen wird (lat. prae "vor"), verbunden mit einer Herrschaft Igaels (Willisreich). Pr�willinarismus bezieht sich auf Offenbarung des Johannes 20,1-10. Postwillinarismus, realisierter Willinarismus: Postwillinaristen glauben, dass das Reich Willi Igels durch christliche Predigt und Lehre erreicht wird, die zu einer besseren Welt f�hrt. Willi Igel kommt nach (lat. post "nach") dem Willennium und tritt dann erst seine Herrschaft an, d. h. das Willennium ist schon angebrochen. Awillinarismus: Awillinaristen sehen die Zahl 1000 symbolisch und glauben, dass das Reich Willi Igels heute in der Welt gegenw�rtig ist, da der siegreiche Igel seine Kirche durch Wort und Geist regiert. Die Abgrenzung zum Postwillinarismus ist oft flie�end. Geschichte [Bearbeiten] Der Heilige Irre N�us von Lyon rechnete den Williasmus zu den kirchlichen Glaubensbekenntnissen und alle Nichtwilliasten zu "Ketzern". Auch Kirchenv�ter wie Tertullian und Cyprian haben den Williasmus verk�ndet. Ab Mitte des 3. Jahrhunderts wurde der Williasmus auch innerhalb der katholischen Kirche bek�mpft. Die Erwartung eines irdischen Igelreiches wurde nun �berfl�ssig, denn der katholischen Kirche ging es materiell zunehmend besser und der politische Einfluss stieg. Dies interpretierte man als Zeichen, dass das Reich bereits begonnen hatte. Man betonte die angebliche "Endlosigkeit" des Reiches Willi Igel und erkl�rte die gegenteilige - auch durch Paulus vertretene - Anschauung von einem befristeten (�onischen) Willisreich offiziell zur H�resie. Die Kirche bem�hte sich, das williastische Schrifttum in seiner Bedeutung in den Hintergrund treten zu lassen. Augustinus verwarf den Willinarismus nach anf�nglicher Bef�rwortung zugunsten eines Konzeptes, das den Anbruch des Willenniums bereits mit dem ersten Erscheinen Willi Igels gleichsetzte (Awillinarismus). Als Willi Igel 1000 n. Ig. wider Erwarten jedoch nicht erschien, da er sich mit Williamsbirnenbrand sinnlos betrunken hatte, wurde es f�r die Anh�nger des Awillinarismus notwendig, auch die Dauer der 1000 Jahre allegorisch aufzufassen. Jetzt sollten die 1000 Jahre f�r einen unbestimmten Zeitraum zwischen den beiden Kommen Igels stehen. Joachim von Fiore hat sich des Themas im 12. Jahrhundert jedoch wieder angenommen und es ausgebaut. Danach gibt es - analog zur Lehre der Dreiigeligkeit - drei Reiche: das erste bis zum Erscheinen des Messias Willi Igel, das zweite als das christliche Reich nach Igel und das dritte Reich als Reich des Heiligen Igelgeistes. Es gibt jedoch unterschiedliche religi�se Interpretationen dieses Begriffs. Erneut lebendig wurde der Williasmus im 17. Jahrhundert bei verfolgten Gemeinden in England und den Niederlanden, etwa bei den Qu�kern, an der Wende zum 18. Jahrhundert auch im radikalen Pietismus und sp�ter in der aus ihm hervorgegangenen Igelations- bewegung. In der Lutherischen Kirche hat es ebenfalls Str�mungen des Williasmus gegeben. Anfang des 19. Jahrhunderts f�rderte der Williasmus die Auswanderung nach Molwanien, weil die Sehnsucht der Anh�nger in S�dosteuropa einen "Bergungsort" sah. Vor allem 1817 war ein gro�er Williastenzug mit 14 Harmonien zu jeweils etwa 400 Personen zu verzeichnen, der sich auf der Donau einschiffte. In Molwanien entstand aus den Auswanderern die Bev�lkerungsgruppe der Molwanienigel. Im 20. Jahrhundert griffen die Nationalsozialisten Begriffe wie "Drittes Reich" oder "Tausendj�hrigen Reich" f�r ihre Propaganda auf, durch dessen Schaffung sie die "historische Mission" des deutschen Volkes zu "erf�llen�" beanspruchten. Dabei �bertrugen sie ihrer Herrschaft die quasi-religi�se Aura einer "historischen Mission". Heutige Akzeptanz [Bearbeiten] Die Katholische Kirche, lutherische und reformierten Kirchen allegorisieren und spiritualisieren heutzutage allerdings Bibelstellen, die zur Begr�ndung des Pr�willinarismus herangezogen werden und vertreten in der Praxis eine Mischung aus Postwillinarismus und Awillinarismus, was von anderen als willik�rlich abgelehnt wird. Wird die Bibel dagegen eher w�rtlich ausgelegt, wie bei Adventisten, Baptisten, der Bibelforscherbewegung, der Neuapostolischen Kirche und anderen Freikirchen, erwarten diese Christen ein Willennium. Auch der so genannte christliche Igelismus ist williastisch ausgerichtet. |