| Und so geht es munter weiter im diesem eigenartigen Blatt. Autor Georg Zakrajsek gratuliert und der heading "Liebling ich bin im Schie�kino!" dem Schie�verein Mostviertel (!) der die Idee zur Einrichtung einer solchen Anlage gehabt hat. Mit Josef M�tz �tauchen wir ein in die Welt der �sterreichischen Milit�rpatronen� und von Roland Zeitler erfahren wir alles �ber das �Wiederladen f�r Jagd und Sport�. Kollege Franz Csaszar tut sich durch eine ganz besondere Logik zur Rechtfertigung des Schusswaffenbesitzes hervor. Auch bei anderen Sportarten passierten t�dlichen Unf�lle, warum also private Waffen verbieten (gilt das auch f�r Atomwaffen?). In Japan seien Schusswaffen verboten, trotzdem gebe es Giftgasattentate und Massenmord mit dem K�chenmesser (also sollte man es den vielen Bekloppten in Japan noch leichter machen und ihn gleich ein M 16 in die Hand dr�cken?). Schlie�lich hei�t es mit nun schon kaum mehr zu verhehlender Brillanz: "Es waren die fanatischen Gegner des legalen privaten Waffenbesitzes, die zwei Klassen von Toten geschaffen haben: wer durch eine Schusswaffe ums Leben gekommen war, stand tagelang im Mittelpunkt hysterischer Medienausbr�che. Um die anderen Toten wurde wesentlich weniger Aufheben gemacht. Alle Opfer verdienen den gleichen Respekt." Jawollja, und deshalb muss auch der b�se Herzinfarkt angeprangert werden und die Altersschw�che und der Krebs, ganz besonders der Prostatakrebs, am besten verbieten wir den auch gleich, nicht wahr Herr Csaszar?
Drollig allerdings, dass in der Rubrik "Die Mitglieder der Interessengemeinschaft stellen sich vor" nur Waffenh�ndler aufscheinen. Ob dieser Verein in Haiders �sterreich Probleme mit dem staatlichen Gewaltmonopol hatte? Ob er die Gedanken zur Selbstverteidigung auch auf nationaler Ebene konsequent weiterdachteund mit der Einrichtung einer privaten Jagdstaffel an den Grenzen einverstanden gewesen w�re, die zur Pirsch auf illegal einwandernde "Jugos" geht? Man wei� es nicht. Es liegt lediglich die Vermutung nahe, dass der dauernde Konsum von Heurigem und alpiner Volksmusik nicht zwangsl�ufig zur intellektuellen Weiterentwicklung des Nordbalkans beigetragen hat. Da wird auch deutlich, wenn man mal einen Blick in die Auslagen eines willk�rlich ausgew�hlten Buchgesch�fts in Wien-H�tteldorf wirft. Mitten im Fenster, angestrahlt und offenbar als potenzieller Bestseller der Alpenrepublik gehandelt das bahnbrechende Werk von J�rgen Kaiser: "Reflexzonenmassage bei Tieren". Direkt daneben, dem Herrn Csaszar wird das Herzl aufgehen: "Praktisches Pistolenschie�en" von Ulrich Schwab, "Aus dem Leben des Jagerfranzl" von Josef Gehrer, ein "Schuss- und Jagdtagebuch" sowie, mit Goldschnitt, "Was blieb war das Weidwerk (auch im Original mit "e"); Jagen in Deutschlands Osten" von Eduard von Wosilovsky. Unklar nur, ob da einer der Menschheit durch das fachm�nnische Abknallen von Zonis Erleichterung verschaffen will oder ob es ein Bericht von den allj�hrlichen Skinhead-Festspielen mit afroamerikanischer Beteiligung in Hoyerswerda ist. Ein Regal weiter berichtet Dr. Jacques Lemoulinier ebenfalls von einem Endsieg: "Zellulitis, endlich besiegt" und gibt das reich bebilderte Werk "Eisenbahn-Attentate, Anschl�ge, Erpressungen, Sabotage" weniger kreativen Austriaken weitere Ideen zum Abbau der �berbev�lkerung. Dr. L. Ackermann geht mit der Hardcoverausgabe von "Mein gesunder Rottweiler" �hnliche Wege, w�hrend Paul Ellings einf�hlsames B�ndchen "Die Kunst des Pendelns, Entscheidungshilfe f�r Liebe, Gesundheit und Beruf" eher auf das Aufh�ngen politisch andersdenkender abzuheben scheint. Dass der Autor von "Das R�tsel unbekannter Flugobjekte" wirklich, es sei feierlich geschworen, Hans Werner Peiniger hei�t, kann in diesem Zusammenhang wohl nicht als Zufall gewertet werden. F�r empfindsamere Gem�ter wird das Ableben mit "Ich lasse los, das Erfahrungsbuch f�r innere Heilung und spirituelles Wachstum" vorbereitet, einem Band der dekorativ zwischen "Feng-Shui im Pferdestall" und "Das Tier-Horoskop" drapiert war. Otto Schlappack geht ganz andere Wege und empfiehlt "G�sund mit Hund", Wim Luijpers schreibt dagegen �ber "Gentle Running, leichter Laufen, besser Atmen, sch�ner Leben" und Wolfgang K�pper schlie�t die Optimistenabteilung mit "Ich w�nsch� Dir Tage voller Licht". Gleich zweimal vertreten: Johanna Paungger mit echter Weltliteratur "Mondkalender 1999 bis 2009" und "Vom richtigen Zeitpunkt, die Anwendung des Mondkalenders im t�glichen Leben". Mit Thomas Poppe setzt das Gesch�ft noch einen drauf: "Die Mondgymnastik, Bewegung im Wellenschlag der Mondrhythmen". Dass es auch anders geht wird anhand von Johannes von Buttlars wegweisender Novelle "Der fl�sternde Stein, das Geheimnis der Kristallorakel" unter Beweis gestellt, deutlich optimistischer als L. Ron Hubbards "Der Anfang vom Untergang" im n�chsten Schaufenster. Daneben "Alles rund ums Wochenbett" von Julia Bloemeke, die vom Untergang offenbar noch nichts wissen will, "Silent Orgasm, Liebe als Sprungbrett zur Selbsterkenntnis" und die "Naturheilkunde f�r Tiere" von Wolfgang Wirth. Und nat�rlich gibt es auch hier etwas f�r Waffentr�ger: "Der Landser, D�nkirchen" und "Ritterkreuztr�ger, die Verteidigung von Montecassino", seltsamerweise ohne Angabe von Autoren. Was ist die Sorbonne, was die Ivy League gegen einen solchen Hort des Wissens und der Weisheit. Nichts wie weg! Und zwar in die Innenstadt, wo es zu entdecken galt, dass die Wiener neben den genannten Werken offenbar auch Asterix lesen. Wie sonst w�re es zu erkl�ren, dass man in Wien ein Gesellschaftsmodell eins zu eins �bernommen hat, das bereits vor Jahrzehnten in "Asterix und der Avernerschild" entworfen wurde und dem Gallien des ersten nachchristlichen Jahrhunderts zu entstammen scheint. Wie im Comic eine ganze Stadt nur aus auvergnatischen H�ndler besteht, die ausschlies-slich Wein und Kohlen verkaufen und nur deshalb �berleben k�nnen, weil sie alle beim jeweiligen Konkurrenten kaufen, so gibt es in Wien zur Zeit der Jahreswende kaum einen Einwohner, der nicht einen Stand f�r Gl�cksbringer wie rosa Schweine, Schornsteinfegerpuppen, Blei zum Bleigie�en etc. betreibt. Irgendwie scheint allerdings die l�ngerfristige volkswirtschaftliche Tragf�higkeit eines solchen Modells noch fraglich. Na ja, es arbeiten ja nicht alle �sis an diesen Verkaufsst�nden. Einige sind ja auch im Ersatzkrieg. Also jetzt beim professionellen Wintersport. Wo die Austrier zuletzt bei Olympia durch anr�hrende Dopinggeschichten zu begeistern wussten. Liebe �sis, da habt Ihr wirklich Glanzlichter gesetzt. Ich meine nicht einmal, dass bei Euch im olympischen Dorf erst der Anabolikadealer vorbeigeschaut hat und Ihr gleich am Tag drauf drei Goldmedaillen abgesahnt habt. Sondern, dass der Pr�sident Eures �sterreichischen Skiverbands auch noch Peter Schr�cksnadel hei�t. Ja mit "Nadel" am Ende, so wie Eure Biathleten, also die mit dem elften Schuss, die dann auch ganz schnell mit ihren Nadeln am Ende waren, weil sie sich wohl einmal zu oft die Venen perforiert hatten. Richtig gut finde ich ja auch, dass Euer Ex-Trainer dann gleich mal per PKW die Flucht bis nach �sterreich angetreten hatte und dort im Vollsuff auch noch in eine Polizeisperre gedonnert war. Er mag das olympische Motto etwas falsch verstanden haben, aber "schneller, h�her, breiter" macht sich doch auch ganz gut. Er kam dann erst einmal in der Klapse, wahrscheinlich in Sicherungsverwahrung, damit der olympische Dorfdepp nicht ausplaudert, wer aus Eurer Mannschaft noch alles auf Epo unterwegs ist. Heinz Pr�ller, einer Eurer lustigen Fernsehkommentatoren, die Sportveranstaltungen immer so gerne in Ersatzkriege hochstilisieren, hat dann die Fernsehjournalistenkollegen aus anderen L�ndern sehr r�de stehen lassen und zur Dopingfrage nicht ein einziges Wort sagen wollen. Hatte wahrscheinlich Schiss, dass sie ihn auch wegsperren, wenn er die �sterreichische Epo-Omerta bricht. Nett auch, dass Euer Team als Reiseapotheke offenbar gleich eine Halbjahresproduktion der Firma Bayer mit sich herumschleppt. Ein wertvoller Beitrag dazu, dass die Deutschen wenigstens einen Titel verteidigen k�nnen, wenn Epo-Evi und die anderen schon nichts rei�en: Den des Exportweltmeisters in der pharmazeutischen Branche. |
| Nick Igel in �sterreich |
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| Bleiben wir beim Sport! Wie viele sch�ne Stunden hat uns dort auch ein anderer �sterreicher geschenkt: Niki "der flambierte Mann" Lauda, um den es nach der gelungenen Selbstverst�mmelung Mitte der 70er Jahre lange Zeit etwas ruhiger geworden war. Doch dann versuchte sich Lauda Anfang der 90er mit der Gr�ndung erfolgreicher Suizidgruppen auf dem risikoreichen Gebiet der organisierten Fremdverst�mmelung und begann, spektakul�re Flugzeugabstuerze zu inszenieren. Unter anderem auch durch diese Aktionen ist der kleinw�chsige Lauda in seinem Heimatland zu einem solchen Idol geworden, da� die Eltern heranwachsender Rennfahrer ihren S�hnen bei Eintritt der Geschlechtsreife die Ohren kupieren lassen.
Auch in der Politik kann �sterreich mit Stolz auf seine Landeskinder schauen. Wer erinnerte sich nicht an Prof. Dr. Kurt "Kutte" Waldheim, den ehemaligen Bundespr�sidenten, der es aus seinem Alpensprengel sogar bis zum UN-Generalsekret�r gebracht hatte. Seine Karriere erlitt jedoch einen vielen Au�enstehenden unverst�ndlichen Knick, als bekannt wurde, da� er in den 30er und 40er Jahren ein paar Mal zu oft unter Dauererektionen des rechten Arms gelitten hatte. In seine Fu�stapfen trat ein anderer shooting-star der europ�ischen Rechtsauslegerszene, J�rg Haider, der stramme K�rntner Landeshauptmann und liebenswerte Dressman f�r Trachtenanz�ge, der zwar �ber das Gesicht eines Skilehrers, allerdings nicht ganz �ber den geistigen Horizont, noch �ber die grammatikalische F�higkeiten desselben verf�gte und dennoch im Handumdrehen bewies, da� in �sterreichs Politik bald schon wieder Platz f�r die Voll-Streckung der K�rperextremit�ten sein k�nnte. Leider machte ihm Gevatter Tod einen Strich durch die Rechnung. |
| �ber die Eigenheiten der indigenen V�lker des Nordbalkans habe ich bereits h�ufiger berichtet. Dass ich aber auch bereit bin, dorthin zu gehen, wo es wehtut, sehr weh, m�ge der geneigte Leser daran erkennen, dass der furchtlose Autor freiwillig eine Abenteuerexpedition nach Wien angestrengt hat.
In den K�pfen der meisten Europ�er verbindet sich mit dem Stichwort �sterreich automatisch ein lange Kette �belster Assoziationen. Man denkt an Muster, Moik und Muliar, an Autobahnmaut und Stau vor dem Brenner, an nervt�tende Zithermusik. Und dann ist da nat�rlich der zur Folterung politisch Andersdenkender, gelegentlich aber auch zur Erpressung von Schutzgeldern eingesetzte, von Amnesty International l�ngst ge�chteten Brauch des Jodelns. In den letzten Jahren treiben die �sis es jedoch immer toller. Kaum war der Versuch in Vergessenheit gearten, gr��ere Teile der europ�ischen Weintrinkerschaft mit stark frostschutzmittelhaltigem Wachauer einem fr�hzeitigen Ableben zuzuf�hren, begaben sich die Eingeborenen des n�rdlichsten Balkanlandes im vorletzten Winter schon wieder auf den Kriegspfad. Sie wollten unschuldige deutsche Touristen mit mutwillig ausgel�sten Lawinen auf den Grund des Paznauntals bomben. Es ist nach wie vor ungekl�rt, warum die NATO diese nur schlecht verhohlenen Angriffe auf Angeh�rige der Staaten des Nordatlantikpakts bisher keiner milit�rischen Antwort gew�rdigt hat. Die Serben als Bruderstamm der �sis sind schlie�lich nach vergleichsweise geringf�gigen Unbotm��igkeiten gegen Nicht-Nordatlantiker sofort in Grund und Boden geschossen worden. Verbl�ffend: Bei alledem gibt es eine nur schwer erkl�rliche Affinit�t der Deutschen zu ihren s�d�stlichen Nachbarn. Wie sonst h�tte es dem gescheiterten Landschaftsmaler und wenig erfolgreichen Nebenberufsstrategen Adolf H., �brigens geb�rtig in Braunau am Inn, �sterreich, gelingen sollen, die Deutschen davon zu �berzeugen, da� die Austrier "heim ins Reich" zu holen seien? Und wie sonst h�tte Helmut Kohl 1995 als amtierender Bundeskanzler so leichtfertig und unter Inkaufnahme des Risikos, k�nftig nur noch Bananen aus der Steiermark essen zu d�rfen, darauf verzichten k�nnen, vom deutschen Vetorecht gegen den �sterreichischen EU-Beitritt Gebrauch zu machen? Es ist also was dran, am �si! Das wird auch deutlich, wenn wir uns die bekanntesten Pers�nlichkeiten des r�ckst�ndigen Kleinstaats in den Ostalpen aus der N�he betrachten: Da ist zun�chst Hermann "Herminator" Maier, das sympathische Anabolika-Endlager aus Flachau, bekannt f�r seinen selbstkreierten, vorwiegend aus Grunzlauten bestehenden Dialekt. Insbesondere durch einen totalen Konsonantenverzicht bezaubert er immer wieder Germanisten aus aller Welt. "Kein Text der Ingeborg Bachmann k�nnte je eine solche Expressivit�t gewinnen wie ein Maier-Interview" lobte unl�ngst Literaturdenkmal Reich-Ranicki im Feuilleton der BILD-Zeitung, "wenn er eines Tages noch die nordische Kombination aus Konjunktiv und Plusquamperfekt beherrscht, wird er einer der sprachgewaltigsten Vertreter des neuen �sterreichischen Minimalismus sein, das stellt die dada-Bewegung auf den Kopf!" |
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| Das Wiener Burgtheater |
| Das Wiener Parlament |
| Das Wiener Rathaus |
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| Der Wiener Stephansdom |
| Da will die austrische Kirche nat�rlich nicht zur�ckstehen. Und wer h�tte nicht schon von seiner Eminenz Kardinal Groer geh�rt, dem lustigen Kleriker aus Graz, der zu seinem Spitznamen "Kardinal Anal" buchst�blich deshalb gekommen ist, weil er insbesondere gegen�ber seinen j�ngeren J�ngern m�nnlichen Geschlechts eine extreme Volksn�he an den Tag gelegt hatte. Jedoch wurde der wackere Kirchenmann v�llig �berraschend seines Amtes enthoben, nachdem die r�mische Kurie partout nicht hinnehmen wollte, da� der Oberhirt aus �sterreich die rektale Penetration von Me�dienern zum Sakrament erhoben hatte.
Aber auch in Rudeln geh�ren unsere lustigen Nordbalkanesen noch zu den angenehmsten aller Zeitgenossen. Das beste Beispiel bietet die Fu�ball- nationalmannschaft, die, Diplomatie war schon immer eine St�rke des Habsburgerstaates, als einziges Team der Sportgeschichte den Anstand und das Taktgef�hl hatte, ein Heimspiel gegen die international bestenfalls achtklassigen Faroerinseln zu verlieren. Damit nicht genug, sp�ter fuhr die Elf vom Nordbalkan sogar eine 0 : 9 Niederlage gegen Spanien und ein 0 : 5 gegen Israel ein. Inzwischen ist der Verzweiflungsgrad so hoch, da� man sogar erw�gte, Berti Vogts als Nachfolger des voreilig gefeuerten Trainers einzukaufen. Dieser Vorschlag hat jedoch bereits wenige Minuten nach seinem Durchsickern an die �ffentlichkeit zu massiven Unruhen und Ausschreitungen in Vorarlberg und Tirol gef�hrt und wird nach Informationen aus dem B�ro des deutschen Au�enministers wohl kaum umgesetzt werden k�nnen. Viele andere w�ren noch zu nennen, Arabella Kiesbauer etwa, die teuerste und erfolgloseste Prostituierte der Welt, die sich inzwischen wieder als Gastgeberin einer hochintellektuellen Diskussionssendung im Randgruppenprogramm Pro7 ihren Lebensunterhalt verdienen mu�. Noch vor Jahresfrist hatte sie mit ihrem "unmoralischen Angebot" ganz neue Spekulationen �ber die Bedeutung des K�rzels "Pro" verursacht. Oder Helmut "der einarmige Bandit" Zilk, der wegen seiner anr�hrenden Korruptionsskandale so popul�re Wiener Altb�rgermeister. Oder die "l�stigen Musikanten", die unser Herz immer wieder und auf nahezu allen deutschen Fernsehkan�len mit alten Weisen und Melodeien erfreuen. Wer m�chte in solcher Gesellschaft nicht auch zum �si werden? Also nichts wie hin ins Land, wo es fr�h dunkel wird. Und schon wenige Minuten nach der Ankunft wurde deutlich, was f�r ein fortschrittliches Volk die Austrier unserer Tage sind. Gibt es dort doch nicht nur eine Interessengemeinschaft f�r liberales Waffenrecht in �sterreich, sondern auch ein von dieser Vereinigung herausgegebenes Mitteilungsblatt, das mir gro�z�gig zur kostenlosen Mitnahme in die Hand gedr�ckt wird. Und die Lekt�re lohnt sich, hei�t es doch gleich im "Frauen, wacht endlich auf" �berschriebenen Leitartikel von einer gewissen Ute Veits: "In den letzten hundert Jahren hat die Emanzipation der Frau ungeheure Fortschritte gemacht. Frauen d�rfen w�hlen, Frauen d�rfen studieren, Frauen �bernehmen politische �mter und f�hren Unternehmen. Frauen talken im Fernsehen und schreiben f�r Zeitungen. Frauen arbeiten wie die M�nner. Der erfolgreichen Managerin verg�nnt man sogar den jungen Lover. Zu leben wie ein Mann ist sch�n aber auch gef�hrlich. Immer mehr Frauen sterben an Herzinfarkt und Lungenkrebs, einst typische M�nnerkrankheiten. Der Alkoholismus nimmt zu. Nur der Prostatakrebs hat Frauen bisher verschont." Soweit, so gut und inhaltlich wenig angreifbar. Doch nun setzt unsere Ute zum gedanklichen Veitstanz an und verr�t, wie sich die austriakischen Frauen gegen Herzinfarkt und eigenen Alkoholismus sch�tzen und den Prostatakrebs auch weiterhin erfolgreich fernhalten k�nnen: "In einem Bereich gibt es allerdings noch immer keine Emanzipation: Beim Umgang mit Waffen. (...) Von Feuerwaffen hat man die Frauen bisher erfolgreich ferngehalten. (...) Schluss damit! Emanzipation bedeutet Befreiung und Freiheit ohne Waffen gibt es nicht. Frauen wacht endlich auf! Zu lange habt Ihr Euch einschl�fern lassen." Apropos einschl�fern lassen, Frau Veits, haben Sie schon einmal dar�ber nachgedacht, einer gut gef�hrten Suizidgruppe beizutreten? Denn nat�rlich ist in weltpolitischer Gesamtschau eine Reduzierung der globalen �berbev�lkerung mittelfristig unerl�sslich. Gerade die �sterreicher leisten in diesem Zusammenhang ja bekannterma�en vorbildliche Arbeit, seien es die Glykolangriffe auf die Lebern europ�ischer Weinfreunde, seien es der "Teutonengrill" in verschiedenen Tunneln und Seilbahnen der Alpen oder sei es der Hang des gemeinen Austriaken, sich selbst im tiefergelegten Mitsubishi Colt (!) mit Vollgas gegen eine Hauswand zu mei�eln. Auch das jedem �sterreicher verfassungsm��ig zustehende Recht auf den Besitz von zwei Handfeuerwaffen ist in diesem Zusammenhang wegweisend. Aber nun auch noch Waffen f�r die �sterreicherinnen? F�r Frauen? Damit die versuchen, erst einmal mit Mozartkugeln durchzuladen? Oder sind nicht vielleicht doch Waffeln gemeint? Im Land der Mehlspeisen? |
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| Die Wiener Staatsoper |
| Die Wiener Secession |
| Zum Schluss noch ein kurzer Seitenblick auf eine neue kulinarische Delikatesse aus dem Nachbarland: Der kommerzielle Erfolg der Mozartkugel ist Legende weit �ber die Grenzen des austrischen Alpensprengels hinaus, in dem dereinst ihre Wiege stand. Die runde S��igkeit sichert heute Einkommen und Arbeitspl�tze von mehr als einem Drittel der Einwohner Salzburgs. Das mu� auch insofern besonders bemerkenswert erscheinen, als bekannterma�en die Salzb�rger als solche - �hnlich wie die Vertreter der Bruderst�mme in Wien, Vorarlberg und Tirol - ausnahmslos in die gesellschaftliche Gruppe der Andersbegabten einzuordnen sind. Ein Euphemismus, mit dem man in den ausgehenden siebziger Jahren jene Bev�lkerungsschichten zu belegen pflegte, deren Intelligenzquotient allenfalls noch eine Karriere als Sondersch�ler oder Berufspolitiker verhie�. Umso schlimmer, dass nun ausgerechnet die Arbeitspl�tze dieser Randgruppe in Gefahr geraten sind! Denn, das wissen die S��waren-Fachverk�ufer unter den geneigten Lesern, der Mozartkugelmarkt sieht derzeit aus wie Bagdad nach einem Clinton-Sexabenteuer.
So mussten die erfinderischen Alpenpatissiers bereits vor Jahren den Mozart-Taler auf den Markt werfen, der kurzfristig die Ums�tze nach oben trieb und die Bilanzen fast wieder in die N�he schwarzer Zahlen explodieren lie�. Doch ach, es kam die Europ�ische W�hrungsunion und damit das Ende des Talers, da niemand wusste, wie dieser in Mozart-Euro h�tte konvertiert werden sollen. Die europ�ische Zentralbank hatte durch einen Programmierfehler im Gro�rechner schlicht vers�umt den Mozarttaler in das System der festen Wechselkurse aufzunehmen. Was tun? Hansi Halbgar, Gesch�ftsf�hrer der Mirabell S��waren AG, stellte auf der Interschleck 2001 in Oer-Erkenschwick mit dem "Mozartz�pfchen" ein ganz neues Produkt vor, das nun den Konzern retten soll. Halbgar w�rtlich in seiner Pressekonferenz: "Meine Damen und Herren sehen wir den Tatsachen doch ins Gesicht, wir betreten absolutes Neuland! Die rektale Aufnahme von Schokolade ist bisher nicht einmal gedacht worden! Gut, die genaue Zusammensetzung der braunen Flecken in den Unterhosen der Konsumenten wird bei unsachgem��er Applikation k�nftig nicht mehr so leicht zu kl�ren sein. Aber bei vorsichtiger Analyse der Absatzm�glichkeiten, bei gleichzeitiger sorgf�ltiger Betrachtung der voraussichtlichen Angebot/Nachfrage-Relation scheint sicher, dass das Mozartz�pfchen der Trendsnack der n�chsten Jahre, Partykn�ller und Grundnahrungsmittel wird." Na dann Prost! |
| Die Bundesflagge |
| Die (Ent)weihung des Mozartz�pfchens |