| Newsletter August 2008 |
| Willi Igel in Schweden
Schon besser � die Schweden stellen zwar auch �berall Radarger�te auf. Aber nicht zur Information der Raser, sondern, um sch�ne Fotos von ihnen zu machen. Zum Gl�ck sind alle Radaranlagen rechtzeitig vorher angek�ndigt. So hat man noch die Gelegenheit, sich die Haare zu richten und ein wenig Rouge aufzulegen. Ich hoffe auf erstklassige Aufnahmen! Immerhin interessant: W�hrend man sich in Deutschland darauf verlassen kann, �berall dort, wo �Radarkontrollen� angek�ndigt sind, garantiert nicht kontrolliert zu werden, steht in Schweden hinter jeder Ank�ndigung einer Kontrolle auch zuverl�ssig eine Radarfalle. Weil man in Schweden sicherstellen will, dass an der betreffenden Stelle, die Geschwindigkeitsbeschr�nkung auch wirklich eingehalten wird, w�hrend in Deutschland lieber �berraschend kontrolliert wird, da es in erster Linie nicht um die Vermeidung von Unf�llen, sondern um die Erzielung von Einnahmen geht. �brigens sind die Schweden auch sonst ein ausgesprochen nettes V�lkchen. Nur leider, leider ein wenig naturtr�b. Der durchschnittliche Schwede scheint kaum intelligenter als ein Moderator des ZDF-Morgenmagazins. Und ist damit fast schon eher der Tierwelt als den Humanoiden zuzuordnen. Deutlich wird das beispielsweise beim Radioh�ren. Die Sender wiederholen ununterbrochen ihre Namen, vor jedem Song, nach jedem Song, manchmal auch mitten hinein. Offenbar kann sich der Schwede als solcher nicht l�nger als ein paar Sekunden lang merken, welche Station er gerade h�rt. Beim Sender �Lugna Favorite� nehmen die Jingles inzwischen schon mehr Sendezeit in Anspruch als die �brige Musik. Erinnert irgendwie ein wenig an die chinesische Wassertropfenfolter. |
| Hallo liebe Willi Igel Fans
(und das ist man ja wie schon bekannt automatisch, wenn man einmal meine Webseite besucht hat!), wie Ihr sicherlich bereits bei der t�glichen Online-Lekt�re dieser Eurer Lieblingswebseite bemerkt habt, haben wir Einiges ver�ndert und wir hoffen, dass es Euch gef�llt. So gibt es z.B. keine Werbung mehr und das Layout der Seiten wurde entsprechend angepasst und modernisiert. Was sagt ihr zu unserem neuen Look? Schreibt doch einfach einen netten Feedback in mein G�stebuch. Online-Netzwerke sind heute bekanntlich das angesagteste In-Tool f�r das Kn�pfen von Businesskontakten. Deswegen hatte ich bei einem bekannten deutschen Businessnetzwerk (nachfolgend �bdBNW� genannt) Mitgliederprofile f�r mich und mein gesamtes Management-Team anlegen lassen. Leider hat das bdBNW uns unerkl�rlicherweise als Fakes (!) eingestuft und bereits nach kurzer Zeit wieder gesperrt. Und das, obwohl viele der Netzwerk-Mitglieder uns bereits als Kontakte eingeladen und teilweise sogar best�tigt hatten! Als drakonische Strafma�nahme wurde auch das Mitgliederprofil unserer ehrenamtlichen Webdesignerin vor�bergehend gesperrt, die auf meine Anweisung hin unsere Profile erstellt hatte. Hier ein ersch�tternder Auszug aus ihrer Korrespondenz mit dem bdBNW (ihr Brief zur Aufkl�rung des Vorfalls ist sehr pers�nlich und der Text wird auf ihren Wunsch hin nicht ver�ffentlicht, auch da ihre Mitgliedschaft von ihrem Arbeitgeber forciert wurde und von ihm finanziert wird) : Nachricht des bdBNW an die f�r alle Mitarbeiter einsehbare Office-E-Mailadresse unserer ehrenamtlichen Webdesignerin: �Sehr geehrtes Mitglied, Ihr Profil wurde vor�bergehend gesperrt. Bitte senden Sie uns hierzu eine E-Mail an [email protected] Ein Versto� gegen unsere AGB kann zur Sperrung Ihres Profils f�hren. Die m�glichen Gr�nde hierf�r sind: - Sie haben ein Fake- bzw. unseri�ses Profil erstellt - Sie haben einen K�nstlernamen bzw. Pseudonym in Ihrem Profil als Namen angegeben - Sie haben ein doppeltes Profil erstellt - Sie haben ein nicht personenbezogenes Profil erstellt - Sie bewerben Multilevel-Marketing auf xxxx - Sie haben ein Profil erstellt, das pornographisch und jugendschutzgef�hrdend ist* - Sie sind noch nicht vollj�hrig** - Dritte Personen hatten Zugriff auf Ihr Profil Ihr xxxx-Team� *ich verweise hier nochmals mit Stolz auf unsere Playmates of the Month **in Igeljahren schon! Antwort unserer ehrenamtlichen Webdesignerin (�ber ihr privates Mailaccount) an das bdBNW: �Sehr geehrte Damen und Herren, soeben erhielt ich die Nachricht, dass mein Profil vor�bergehend gesperrt wurde. Bitte lassen Sie mich wissen, wie ich die Sperrung r�ckg�ngig machen lassen kann. Mit freundlichen Gr��en xxxxxx xxxxxx" Feedback des bdBNW, wiederum an die Office-E-Mailadresse unserer ehrenamtlichen Webdesignerin: �Sehr geehrte Frau xxxxxx, eine Pr�fung unserer Logs ergab, dass Sie einen Fake-Account auf xxxx genutzt haben. Dies ist ein Versto� gegen unsere AGB und Nutzerbedingungen, der zur automatischen Sperrung Ihres Accounts f�hrt. Ggf. k�nnen Sie den Vorfall kurz aufkl�ren. Mit freundlichem Gru� aus xxxxxxx, xxxxxxx xxxx � Zusammenfassung des Briefes unserer ehrenamtlichen Webdesignerin zur Aufkl�rung des Vorfalles (auf Firmenbriefpapier ihres Arbeitgebers) an das bdBNW: N�here Informationen zu ihrer und meiner Beziehung zu meinem M�zen, meiner Person und Zweck meiner Webseite mit flehentlicher Bitte um Wiederherstellung ihrer Mitgliedschaft mit Hinweis darauf, dass diese von ihrem Arbeitgeber bezahlt wird. Es wurden dem xxxx-Team jedoch keinerlei Offerten hinsichtlich Gratis-Fanartikeln gemacht oder kostenlose Fanclub-Mitgliedschaften in Aussicht gestellt. Antwort des bdBNW, wiederum an die Office-E-Mailadresse unserer ehrenamtlichen Webdesignerin: �Sehr geehrte Frau xxxxxx, Ihr Profil wurde wieder freigeschaltet - sehen Sie in Zukunft jedoch unbedingt davon ab, weitere Fake-Accounts zu erstellen! Ihr xxxx-Team� C' est la vie - ein authentischer junger Entrepreneur aus der Textil/Model/Journalistenbranche wird unbarmherzig gesperrt aber einige der bereits vorhandenen xxxx-Mitglieder scheinen 100% fake� Als CEO der Gebr�der Original Willi-Igel-T-Shirts Inc. GmbH & Co. KG Ltd. habe ich daher den folgenden Entschluss gefasst: In unserem n�chsten Brain Storming Meeting werden wir �berlegen, ob wir nicht ein eigenes Business-Netzwerk f�r Igel gr�nden sollten. Naheliegend w�re nat�rlich, dieses Netzwerk �Sting�, zu nennen (�hnlichkeiten mit dem Namen des bdBNW sind selbstverst�ndlich rein zuf�lliger Natur), aber gerne nehme ich unter [email protected] alternative Vorschl�ge f�r einen originellen Namen entgegen. Selbstverst�ndlich wird unsere bisherige Webdesignerin federf�hrend bei der Verwirklichung dieses Projektes sein. Wie bereits letzten Monat angek�ndigt, erwartet Euch als Playmate of the Month ein ganz besonderes Ass im Netzwerkeln und Kontakte kn�pfen: Inge Igel! Im Newsletter August ergr�nde ich �brigens, ob die aktuelle politische Situation unserer skandinavischen Nachbarn ebenso vertrackt ist wie unsere. Die noch reicher bebilderte Variante meiner Erlebnisse in Skandinavien findet ihr �brigens auf der jeweiligen Seite: D�nemark Norwegen Schweden Ich w�nsche Euch viel Spa� beim Lesen! Euer Willi |
| Innenpolitische Lage: Die Agenturen melden es; erstmals �berholt in diesem Monat die CDU die SPD in der Mitgliederzahl. Das ist vor allem deswegen bedauerlich, weil dem peinlichen Pofalla seitdem das Dauergrinsen gar nicht mehr aus der Visage zu pr�geln ist. Auch wenn der Mann, der nach Feierabend ein wenig Geld als Peter-Hintze-Double bei bunten Abenden und Kaffeefahrten dazu verdient, nicht so richtig wahrnehmen will, dass die CDU nur etwas langsamer ihre Mitglieder vergrault als die SPD im Beck-Sturzflug. Insgesamt verlieren aber alle Parteien mit zunehmendem Tempo die Anh�ngerschaft. Dass es bei der SPD noch etwas schneller geht, liegt vor allem daran, dass dort die Mitglieder nicht nur wegsterben und austreten, sondern auch gleich noch achtkantig aus der Partei geschmissen werden. Jedenfalls wenn es ihnen an Loyalit�t fehlt. Wobei ich nicht recht wei�, wie man dem nuscheligen Wolfgang Clement einen Mangel an Linientreue vorwerfen kann. So loyal wie der sich vor den Karren der Kernenergielobby spannt, das ist doch absolut beispielhaft! Das muss er aber auch so machen. Denn nachdem er sich als Wirtschaftswirrkopf und Finanzverweser der Schr�der-Regierung eigentlich f�r jeden �ber das Management einer Ruhrgebiets-Trinkhalle hinausgehenden F�hrungsjob disqualifiziert hatte, hilft nur noch hemmungsloser Opportunismus, will er sich sein warmes Pl�tzchen in der Energieindustrie bewahren. Das geht sogar soweit, dass er Frau Ypsilanti nicht f�r ihre Ann�herungsversuche an die L�genbolde der Linken gei�elt, sondern mit f�r ihren � in rot-gr�nen Reihen doch eigentlich recht verbreiteten � Irrglauben pr�gelt, der Strom werde schon h�bsch fein klimaneutral aus der Steckdose kommen, auch wenn man die deutschen Kernkraftwerke abschaltet. So gesehen h�tte Opa Clement doch damals auch vor der Wahl der rot-gr�nen Bundesregierung warnen m�ssen, die den Atomausstieg beschlossen hat. Aber vielleicht dachte er damals noch, er k�nnte nach Karriereende bei einer Windkraftfirma das Gnadenbrot fressen? Irgendwie paradox, wenn ausgerechnet ein Energielobbyist gegen den Strom schwimmt, oder? Willi Igel in D�nemark Da liegt es nahe, Deutschland wieder einmal den R�cken zu kehren und � gemeinsam mit meinem alten Freund und Journalistenkollegen Patrick Bateman � zu testen, ob die Menschen in anderen L�ndern �hnlich gest�rt sind, wie wir. Den Anfang dieser Sommertournee macht D�nemark. Da wird vor allem dem Freund des flotten Reifens toller Service geboten. An jedem Ortseingang steht eine Radaranlage, die dem staunenden Kraftfahrer mitteilt, wie schnell er f�hrt. Ich habe mir gleich einmal Recarositze einbauen lassen und von Ort zu Ort versucht, meinen Highscore zu steigern. Mit hoher Geschwindigkeit muss man in D�nemark auch schon deswegen unterwegs sein, weil die meisten Museen, Schl�sser und G�rten erst mittags �ffnen und schon am fr�hen Nachmittag wieder schlie�en. Der typische d�nische Museumsw�rter scheint fauler zu sein als die Immobilienkredite in den USA. Au�erdem sind die meisten Sehensw�rdigkeiten so schlecht ausgeschildert, dass man oft riesige Umwege f�hrt. Das erste Schild findet man meist erst, wenn man das Schloss, auf das hingewiesen wird, schon sehen kann. Vom Orientierungssinn her kommt man sich da fast schon vor wie eine Frau. Und wehe, man will den Wagen einmal eine Weile abstellen. In Kopenhagen fressen die Parkuhren �ber 50 Euro am Tag. Selbst nachts soll man zahlen. Ich habe mal kurz �berschlagen, ob mich ein Strafmandat nicht billiger kommt � zumal das aller Voraussicht nach in Deutschland ohnehin nicht eingetrieben werden kann � und mich dann f�r das �geb�hrenfreie� Parken entschieden. Irgendwie ist es aber belastend, wenn alles dauernd zu hat, nicht zu finden ist und man w�hrend der ausgedehnten Schlie�ungszeiten nicht einmal den Wagen abstellen kann. Au�erdem sind die D�nen unehrlich. Oder wie kann man bei einem M�del, das seit Jahren tagaus, tagein am Hafen herumh�ngt, unterstellen, dass es sich noch um eine Jungfrau handelt? Also weg von hier und weiter nach Schweden. |
| Willi Igel in Kopenhagen
Die kleine Meer�jungfrau� |
| �brigens k�nnten die Schwedinnen � ihrem Ruf in Resteuropa entsprechend � durchaus attraktive M�dels sein, w�re da nicht die Sache mit den Nasen. Die haben die Nasenl�cher n�mlich nicht unten, sondern vorne. So dass einem freie Sicht in die Nase, in schwereren F�llen auch schon einmal bis zu den Rachenmandeln gew�hrt wird.
Lohnend ist auf jeden Fall auch ein Besuch im Systembolaget. So hei�en die einzigen Gesch�fte, die in Schweden hochprozentigeren Alkohol verkaufen d�rfen. Der Name deutet schon an, was wir von vielen Besuchen marodierender Schwedenhorden im n�rdlichen Deutschland wissen: Wenn der Schwede sich betrinkt, dann mit System! So ein Systembolaget ist von der Atmosph�re her durchaus mit einer Frankfurter Dr�ckerstube oder einer Z�richer Methadonabgabestelle zu vergleichen. Die wenigen Menschen, die sich hineinwagen, wirken nerv�s, gehetzt und werfen hektische Blicke �ber die Schultern. Diese fallen dann zu Boden, m�ssen am Abend zusammengekehrt und in spezielle Abfallcontainer f�r die Entsorgung hektischer Blicke gef�llt werden. Die L�den werden �brigens vom schwedischen Staat betrieben, der also nicht nur an der hohen Branntweinsteuer verdient, sondern auch noch als Monopolist f�r den Alkoholverkauf. Es ist so �hnlich wie bei uns mit dem Rauchen � die hohen Steuern werden mit dem Gesundheitsschutz gerechtfertigt, jedoch nie so in die H�he getrieben, dass die Menschen sich das f�r die Steuerverwaltung so lukrative gesundheitssch�dliche Verhalten nicht mehr leisten k�nnen. Sogar schwedischen Wein von der Insel Gotland gibt es im Systembolaget zu kaufen. Eine Flasche einer olfaktorisch an Nagellackentferner erinnernden und als �Rotwein� verkauften Substanz ist schon f�r an die 50 Euro zu haben. Dann doch lieber weiter nach Norwegen! Willi Igel in Norwegen Wieso nun gerade Norwegen? Da ist zwar der Sprit f�r die Leber billiger als in Schweden, sonst aber alles unversch�mt teuer. Das beginnt mit dem Sprit f�rs Auto, der glatte 2 Euro pro Liter kostet. Gl�ckwunsch, Europarekord! Dabei wird das Zeug direkt vor der K�ste gef�rdert. Noch happiger wird man bei den Lebensmitteln zur Kasse gebeten. Ein Sch�lchen Erdbeeren sechs Euro, eine Salatgurke drei Euro, ein Apfel einsfuffzich � die Norweger scheinen vergleichsweise im Geld zu schwimmen. Da ahnt man, wie sich ein Zentralafrikaner in Deutschland f�hlen muss. Und pl�tzlich erscheinen einem K�fer und Dallmayr in M�nchen schon fast als eine Art Rudis Reste Rampe f�r Lebensmittel. |
| Willi Igel auf seinen L�ndereien in Schweden
Schloss Drottningholm |
| Eine eigenwillige Einstellung hat der Norweger auch zur Fotografie. In den Museen und Schl�ssern ist das Fotografieren verboten. �Aus Sicherheitsgr�nden�, teilte mir die Museumsw�rterin meines Vertrauens mit. �Oder vielleicht auch aus urheberrechtlichen Gr�nden�, erg�nzte sie dann auf meinen ungl�ubigen Blick. Also um mehr Postkarten zu verkaufen und dem Touristen auf diesem Wege die letzten noch nicht f�r Salatgurken verausgabten Kronen aus der Tasche zu ziehen. Da die Museumsw�rter �hnlich eifrig bei der Arbeit zu sein schienen wie ihre d�nischen Kollegen, konnte ich verbotswidrig doch mal das eine oder andere Bild schie�en. Aus Sicherheitsgr�nden, versteht sich. Ehe dann die auch in Norwegen bestens ausgeschilderten Radarfallen auf den R�ckweg noch weitere Aufnahmen von mir machten.
Nee, Skandinavien bringt es irgendwie nicht. Au�erdem muss ich weiter, denn im August werde ich nat�rlich vor Ort in Peking sein m�ssen, um von den Spielen zu berichten. |
| Willi Igel in Norwegen
Cry like an Igel |
| Lesen Sie im August die gro�e Sportreportage: Willi Igel als Agent Do Ping in China |
| P.S. �berfl�ssige Frau des Monats Juli? Nat�rlich die SPD! |