Vorwort des Verfassers

Aus der Kenntnis der Vergangenheit erwächst das Verständnis für die Gegenwart.

Wohl aus dieser Erkenntnis heraus hat man seit jeher �Geschichte� geschrieben und gelehrt. Unsere Nachbargemeinden (Kaiserstuhl, Bachs, Stadel, Glattfelden) besitzen denn auch seit langem schon ihre �Ortsgeschichten�. Deshalb erachte ich es auch für Weiach nicht mehr verfrüht, das Geschehen früherer Zeiten näher zu beleuchten. Die Tatsache, dass es 1971 genau 700 Jahre sind, seit der Ortsname Wyach zum erstenmal in einer Urkunde auftaucht, schafft dazu die geeignete Gelegenheit.

Allerdings beabsichtige ich keineswegs, eine lückenlose Darstellung der Geschichte unseres Dorfes zu geben, sondern will einfach versuchen, auf den nachstehenden Seiten das frühere Geschehen in und um unser Gemeinwesen in leicht verständlicher Art darzubieten. Damit verzichte ich bewusst auf eine bis in kleinste Einzelheiten gehende Beschreibung. Immerhin stützen sich meine Ausführungen, wie die zahlreichen Zitate und Fussnoten beweisen, auf die mir zugänglichen Dokumente und Schriften, auf Eintragungen in kirchlichen Stillstandbüchern und auf weitere im Text genauer genannte Quellen.

Dankbar bin ich vor allem für die im hiesigen Pfarrarchiv liegenden, von Pfarrer E. Wipf (1904-1908 in Weiach) zurückgelassenen Abschriften und Notizen aus dem zürcherischen Staatsarchiv sowie anderen Dokumenten, wie auch für die umfängliche Materialsammlung, die mir Herr A. Pfister (1936-1942 Lehrer in Weiach) zur Verfügung stellte. Dadurch konnte ich meine eigenen Nachforschungen im Staatsarchiv Zürich auf verhältnismässig wenige Besuche beschränken. Ganz besonderen Dank schulde ich Herrn Dr. h.c. H. Hedinger, der mir erlaubte, das eine und andere Zitat oder geschilderte Ereignis aus seiner erstmals im Jahre 1927 erschienenen �Geschichte des Städtleins Regensberg� sowie aus einigen Jahrheften des �Unterländer Museumsvereins� zu verwenden.

So ist �Aus der Geschichte des Dorfes Weiach�, trotz der etwas bescheideneren Gestaltung, doch eine historisch getreue Zusammenstellung der erwähnenswerten Geschehnisse aus Frühzeit, Mittelalter, neuer und neuester Zeit geworden.

Dass diese nun sogar herausgegeben werden darf, ist der Aufgeschlossenheit des Gemeinderates Weiach zu verdanken. Wenn er damit aber auch der gesamten Einwohnerschaft eine kleine Freude bereiten kann, dann würde dies den Verfasser selber am allermeisten freuen.

Dielsdorf, an Ostern 1971

Walter Zollinger

 

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