Nochmals einige Brandfälle und anderes, aber in neuerer Zeit

Dass auch Ende des 19. und im 20. Jahrhundert trotz einwandfrei ausgerüsteter Feuerwehren Feuersbrünste Schaden stiften können oder alte Gebäude sonstwie verschwanden, zeigt diese Zusammenstellung:

Oberhalb der Mühle, rechts der Landstrasse in der Nähe des vorderen Weihers, stand laut topographischer Karte, Blatt IX, ein Wohnhaus. Es wurde Ende der sechziger Jahre abgebrochen und dann im nahen Windlach wieder aufgestellt.

Vom einstigen Winzelnhof war bereits weiter vorn die Rede. Auch dieser soll in den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts abgerissen und in Stadel wieder aufgerichtet worden sein.

Etwas später, in den achtziger Jahren, brannte ein Doppelwohnhaus nieder, das gegenüber der Mühlescheune im Bungert zwischen dem Haus Neeser und den Mühlegaragen gestanden hat.

Ungefähr zur selben Zeit, am 5. September 1883, brannten Wohnhaus und Scheune des Konrad Meierhofer bei der Post fast gänzlich nieder.

1908 wurden sogar drei zusammengebaute alte Wohnstätten an der Lupenstrasse, wo heute der Dorftransformer steht, durch eine Feuersbrunst zerstört. Besitzer waren Pumpi-Bersinger, Familie Rüdlinger, Naglers, und Familie Weber.

Auch am Platz des heutigen Gartens von Familie Arnold Nauer, Untere Chälen, stand ein Doppelwohnhaus, das am Bärchtelitag 1914 dem Feuer zum Opfer fiel.

1927 traf das Unglück ein Kleinbauernhaus des Robert Siegenthaler an der Stockigasse; es hatte links gegenüber dem Brunnen beim Schopf Rüdlinger gestanden.

Im Winter 1929/30 vernichtete ein Grossfeuer die zwei zusammengebauten Kleinbauernhäuser an der Stelle, wo heute die mächtige Scheune von Heinrich Meierhofer, alt Schulverwalter, steht.

1940 verbrannte das erste Dreschgebäude der Elektrizitätsgenossenschaft Weiach, wobei leider auch die erste Kleedreschmaschine in den Flammen blieb, während die Getreidedreschmaschine zum Glück eben im Dorf stand.

1952, ausgerechnet am Samstag vor dem in Weiach stattfindenden Bezirkssängertag, rief das Feuerhorn die auf dem Festplatz arbeitenden Dorfgenossen zu einem Grossbrand in den Bedmen-Bauernhof.

Und 1961 endlich wurde eines der ältesten Gebäude des Dorfes, das kleine Gütchen des erst im Mai vorher verstorbenen sogenannten Weberliheiri in der Chälen das Opfer eines zäuselnden Knaben.

Abb.: Dorfansicht Richtung Süden, 1926. Swissair Photo AG, Zürich

 

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